“Positiver” Rassismus – was soll das heißen?

“Positiver Rassismus”. Dieser Ausdruck klingt recht verwirrend. Da wo Rassismus ist, werden Menschen diskriminiert. Und das ist immer negativ. Also kann Rassismus doch gar nicht “positiv” sein. Was ist also dann darunter zu verstehen?

Rassismus heißt, dass bestimmte Menschen(-gruppen) abgewertet werden. Äußere Merkmale, die Herkunft oder Religion von Personen werden dazu benutzt um sich von diesen abzugrenzen und diese zu diskriminieren.

Menschen(-gruppen) werden negative Eigenschaften zugesprochen, die auf Vorurteilen und nicht auf Tatsachen basieren. Manchmal kommt es aber auch vor, dass diese Eigenschaften nicht explizit als “negativ”, also als “schlechte Eigenschaften” angesehen werden.

Und hier kommt der Begriff “positiver” Rassismus mit ins Spiel. Damit es gar nicht erst zu Verwirrung kommt, gibt es auch die Möglichkeit “exotisierender” anstatt “positiver” Rassismus zu sagen. Exotisierender Rassismus also, steckt zum Beispiel in der Aussage, dass “schwarze Menschen Rhythmus im Blut” hätten.

Häufig wird so etwas von Leuten geäußert die gerade nicht rassistisch sein wollen. Trotzdem ist diese Aussage als eine rassistische zu sehen. Denn auch in diesem Fall werden wieder bestimmte Menschen(-gruppen) von einem selbst abgegrenzt.

Es wird ein “Wir” gegenüber dem “Anderen” oder auch oftmals gegenüber dem “Exotischen” geschaffen. Bestimmte Merkmale werden benutzt um Menschen bestimmte Eigenschaften zu zusprechen.

Es wird eine Kategorie geschaffen, in der Menschen mit vermeintlich “ausländischer” Herkunft und “nicht-weißer” Hautfarbe einfach reingesteckt werden. Menschen werden rassifiziert, denn das Blut soll angeblich über Eigenschaften wie das Tanzen, aussagekräftig sein.

Ob jemand gut tanzen kann oder nicht, hat nichts mit der vermeintlichen Hautfarbe zu tun. Es hängt vielmehr davon ab, wie man aufgewachsen ist, ob man musikalisch erzogen wurde, in welchem Umfeld man lebt, ob Tanzen einem Spaß macht… und noch vielen anderen Faktoren.

Auch wenn man mit der obigen Aussage ein “Kompliment” machen möchte, erreicht man genau das Gegenteil. Bestimmte Merkmale einer Person können nicht dafür missbraucht werden, dass man die Menschen an Hand von diesen in irgendeiner Weise bewertet.

Text von P.C. Jaxson
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6 Kommentare

  1. JBJ sagt:

    Sehr interessanter artikel…
    allerdings bezogen sich deine beispiele auf grppen von menschen die auch “opfer” von “klassischem” rassismus sind.
    Wie sieht es deiner meinung aus wenn leute aufgrung von z.b. hautfarbe privilegien erhalten ohne diese zu wollen.
    Ein spezifisches beispiel von mir selbst: ich habe als mensch heller hautfarbe in kenya gelebt und dort ein praktikum in einem hotel gemacht. ich habe ein zimmer im hotel bekommen und 2 von 3 mahlzeiten mit den gästen eingenommen und durfte an freien tagen mich wie ein zahlender gast des hotels verhalten.
    Während der arbeit selbst waren mit menschen schwarzer hautfabre natürlich meine vorgesetzten aber ansonsten hatte ich das gefühl eher wie ein gast behandelt zu werden. kein schwarzer kenianer der dort ein praktikum gemacht hätte hätte meine priviliegien (besseres zimmer als klassisches mitarbeiterquartier, besseres essen, etc) erhalten.

  2. Gregor sagt:

    Das ist Riesenblösinn.

    Rassmus ist nicht das subjektive Wahrnehmen der Eigenschaften von einer Gruppe, sondern stellt deren Gleichrangigkeit mit in Frage, bzw. deren Existenzberechtigung.
    Bitte hör auf, diesen Schwachsinn weiter in die Welt zu blasen, das ist total peinlich.
    100% Fremdschämen.

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  3. Anonymous sagt:

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  4. Daniel sagt:

    Barack Obama: Erhielt den Friedensnobelpreis. Bis dahin hatte er nichts geleistet und, sind wir ehrlich, auch bis heute diese Verleihung nicht gerechtfertigt. Er wurde nicht nach seiner Politik bemessen, sondern nach seiner Hautfarbe: “Mit einem Schwarzen muss es ja besser werden”: positiver Rassismus.
    Praktisch jedem klassisch rassistischen Vorurteil, kann ein positives beigestellt werden. Zum Beispiel beim Namen. Der Name “Kevin” ist negativ vorbelastet: Asi! Umgekehrt gibt es dann andere Namen denen automatisch positive Eigenschaften wie gute schulische Leistungen oder ein ausgeprägtes Sozialverhalten. So geht das negativ rassistische Vorurteil mit dem positiven einher. Was logisch ist. Denn das Vorurteil an sich beinhaltet ja schon den Kontrast: Einer bestimmten (Volks-)Guppe wird eine negative Eigenschaft zugeordnet, was gleichzeitig dazu führt, dass ich die verbleibenden oder zumindest einem Teil der verbleibenden Gruppen die korellierende positive Eigenschaft zurechnen muss, oder umgekehrt: Schwarze können Basketball spielen und rappen. Der logische Rückschluss: Weiße können das nicht.
    Es ist also garnicht möglich, ein vermeintlich positives Vorurteil zu bilden, ohne dabei einer weiteren Gruppe die angesprochene Eigenschaft abzusprechen. Als dritte Variante muss man dann aber noch den neutralen (wertungsfreien) Rassismus beachten: Briten haben rote Haare, Deutsche tragen Lederhose. Hier kann das Vorurteil garnicht ohne weiteres in die Kategorie negativ oder positiv eingeteilt werden. Der Vorteil am neutralen Rassismus ist allerdings, dass hierbei auf die verbleibende Gruppe garkein Bezug genommen wird; anders als bei der Korrelanz des positiven und negativen Rassismus (die ja zusammen einhergehen und deshalb nur in Verbindung formuliert werden können). Behaupte ich, Briten haben rote Haare, treffe ich damit keine Aussage über die sonstige Weltbevölkerung. Es ist sowohl möglich dass keiner von ihnen, als auch alle rote Haare haben. Es bleibt aber die Aussage über den Briten. Zwar ist meine Aussage als solche über ihn wertneutral, jedoch beurteile ich ihn ausschließlich nach seiner Herkunft, was widerrum egal ob positiv, negativ oder neutral RASSISMUS bleibt. Es stimmt schlicht und einfach nicht. Natürlich gibt es rothaarige Briten. Möglicherweise gibt es sogar überdurchschnittlich viele rothaarige Briten, ABER es gibt auch blonde und brünette Briten. Ich habe ihm also auf Grund seiner Hekunft, Abstammung und Nation ein Attribut zugeordnet ohne zu überprüfen, ob es zutrifft, weil ich ihn nicht als Individuum bewertet habe. Das Gleiche ist es mit Polen (die klauen alle), Holländer (fahren Fahrrad und Campingwagen), alle Bayer können kein Hochdeutsch und alle Blondinen sind dumm. (Definitiv in allen Fällen: einige bestimmt, vielleicht auch viele, aber definitiv nicht alle)
    Fazit: Egal ob negativ, positiv oder neutral. Vorurteile werden dem Menschen als Individuum nicht gerecht. Es ist ein Denkprozess, der uns die Beurteilung neuer Informationen vereinfacht. Aber es ist riskant. Es gibt nur eine menschliche Rasse: den Menschen. Genetisch kaum voneinander zu unterscheiden. Lediglich das Aussehen variiert. Sowohl positive als auch negative Eigenschaften können keiner Nation zugeordnet werden.

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  5. […] Intention meines Tweets bewusst gewesen wäre, so basiert er ja letztendlich im weitesten Sinne auf exotisierender Diskriminierung. Weder haben alle Schwarzen Rhythmus im Blut noch sind alle Menschen einer sexuellen Minderheit […]

  6. Oliver S. sagt:

    Mann, was ein überflüssiges Thema.

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