Dossier: Antimuslimischer Rassismus

Die Rechtspopulisten von "Pro Deutschland" demonstrieren im August 2012 in Berlin (Bild: picture-alliance/dpa)

Die Rechtspopulisten von “Pro Deutschland” demonstrieren im August 2012 in Berlin (Bild: picture-alliance/dpa)

“Sarrazin hat Recht” findet “M. Halalfrei”, der sich online gerne über die vermeintliche “Islamisierung” Europas auslässt, PI-News liest und am Wochenende zur Demonstration gegen die neue Moschee im Viertel geht und danach bei Facebook Fotos von brennenden Moscheen postet: Unter dem Deckmantel der Islamkritik hetzen Islamfeind*innen in Foren, sozialen Netzwerken und auf Blogs gegen Muslim*innen. no-nazi.net erklärt, was es mit dieser Sonderform von Rassismus auf sich hat.
(mehr …)

Dienstagsvideotip: Riot Brigade – more to learn

Da wir uns derzeit intensiv mit problematischen Inhalten in Musik und Subkultur beschäftigen, wollen wir euch unbedingt auch zeigen, dass es viele Künstler*innen gibt, deren Musik nicht nur gut, sondern auch politisch ist! Letzte Woche haben wir bereits die Band Feine Sahne Fischfilet vorgestellt, die sich mit ihren Texten, Konzerten und politischem Engagement aktiv gegen Neonazis positioniert.

Auch die Punk-Band Riot Brigade wollen wir euch als Musik mit Message nicht vorenthalten! Danke für den Tipp bei Facebook, Christoph. Im Video zum Song “more to learn” setzen die Punks ein klares Zeichen gegen Stereotype und Vorurteile. Aber seht selbst:

Riot Brigade schauen auf 10 Jahre Bandgeschichte zurück: Inhaltlich wie musikalisch haben sie sich weiter entwickelt. Dennoch ging die Band stets offen mit ihrem politischen Anspruch um. Selten war Punk durchgehend so politisch! “Riot Brigade steht für Freiheit, Gleichberechtigung und spricht sich gegen Diskriminierung jeglicher Art aus” sagen sie in einem Interview mit dem Pogoradio. Und das sagen sie nicht nur, sie machen es auch praktisch: Nicht nur in Interviews oder auf ihrer Facebook Seite ist das Engagement gegen menschenverachtende Ideologien nicht zu übersehen, sie schreiben auch viele Texte über Geschichtsrevisionismus, Engagement gegen Neonazis, Rassismus und Nationalismus. Sie spielen Konzerte zu “Soli-Zwecken”, um lokale Initiativen und Strukturen zu unterstützen. Auch vor “Szene-Kritik” scheuen sie nicht: Grauzonen-Musik oder prolliges Verhalten, Homophobie und Sexismus im Hardcore/Punk werden problematisiert und angesprochen. In der Musik von Riot Brigade wird Kritik und Melodie, Pogo- Party und Politik wunderbar miteinander vereint.

Was für Musik hört ihr gerne? Welche Bands oder Musiker*innen machen tolle Mukke ohne rassistische oder sexistische Inhalte? Wir freuen uns über Mails oder Nachrichten an: nonazinet@amadeu-antonio-stiftung.de.

Anti- was? Z-I-G-A-N-I-S-M-U-S? Was ist denn das? 

Über die Feindschaft gegenüber Sinti und Roma

Der Begriff ANTIZIGANISMUS beinhaltet das Wort “Zigan”. Was sich nach”Zigeuner” anhört,  ist eine ausgrenzende und abwertende Fremdbezeichnung für Sinti und Roma.

Trotz des deut­schen Völ­ker­mor­des an Sinti und Roma im Nationalsozialismus, dem 500.000 Men­schen zum Opfer fie­len, ist die grundliegende Diskriminierungsform bis heute kaum bekannt. So präsent sie ist, so selten wird sie wiederum zum Thema: Auch engagierte Antirasst*innen und Politikwissenschaftler*innen haben diesen spezifischen Rassismus gegen Sinti und Roma selten auf dem Schirm.

Wie alltäglich Antiziganismus leider ist, wer denn diese Sinti und Roma sind, was dazu gehört und wie man sich dagegen engagieren kann, erfahrt ihr hier! (mehr …)

Dienstagsfilmtipp: “Gelbe Hand: Lass dich nicht täuschen!”

Dieses antirassistische Kurzvideo wurde von Auszubildenden der Stadtwerke Düsseldorf produziert. Mit diesem haben sie am Wettbewerb “Die Gelbe Hand” 2012/2013 des Kumpelvereinsteilgenommen. Der Verein wird aus verschiedenen Gewerkschaftsorganisationen gebildet und engagiert sich durch unterschiedliche Aktvitäten gegen Rassismus und Rechtsextremismus.

In dem Video werden verschiedene Situationen in einem Betrieb nachgestellt. Dabei tauchen stereotype Bilder unterschiedlicher Nationalitäten auf. Die negative Erwartung wird allerdings nicht bestätigt. Der zunächst als gefrässig dargestellte Amerikaner mit einem Haufen von Hamburgern auf seinem Tablett will diese natürlich nicht ganz alleine essen, sondern teilt sie am Ende mit seinen Kollegen.

Nach dem Motto “Lass dich nicht täuschen” soll klar gemacht werden, dass Vorurteile nicht der Realität entsprechen. Auch wenn man vielleicht auf den ersten Blick meint, ein Vorurteil bestätigt zu sehen, trifft es letztendlich dann doch nicht zu.

Die dargestellten Personen werden als “Der Araber”, “Der Deutsche”, “Der Amerikaner” oder “Der Pole” betitelt. Vermutlich soll dadurch verdeutlicht werden, wie diese Personen von Anderen so abgestempelt werden. Ob sie sich aber selbst einer anderen Nationalität zugehörig fühlen, ob sie einen deutschen Pass haben oder warum sie überhaupt als “nicht-deutsch” wahrgenommen werden, wissen wir nicht.
Ein bisschen unangenehm fiel uns der Begriff “fremde Kulturen” auf. Genau dagegen soll das Video doch angehen. Es geht doch eben nicht darum, die Welt zu bereisen, um “Fremdes” zu entdecken, sondern darum, alle Menschen, die hier leben, so anzunehmen wie sie sind.

Doch wie gefällt euch das Video? Was sagt ihr zu den dargestellten Stereotypen?  Sind euch die Vorurteile, die hier angedeutet werden, schon einmal begegnet?


Argumentieren gegen Rechts

“Ausländer sind kriminell”?! – nicht schon wieder so nen vorurteilsbelasteter Humbug!

Ihr erinnert euch vielleicht an die Hetzkampagne der NPD von letzter Woche (Artikel dazu auf netz-gegen-nazis.de). Da wurde der Übergriff auf einen 25jährigen aus Bremen dazu benutzt, um das stereotype Bild krimineller Ausländer*innen zu verfestigen. Die als nicht-deutsch wahrgenommenen Täter wurden von der NPD für ihr Vorurteil “krimineller Ausländer” in Szene gesetzt.

(mehr …)

Argumentieren gegen Rechts

Ein Beispiel zu rassistischen Vorurteilen und wie man inhaltlich dagegen vorgehen kann

“Natürlich nehmen uns Ausländer die Arbeit weg – wem denn sonst?” schreibt die NPD auf ihrer Homepage zu der Frage, warum sie “die multikulturelle Gesellschaft ablehnt”.

In dem Artikel Kein Platz für Nazi-Phrasen haben wir uns Möglichkeiten angeschaut, wie man auf diskriminierende Aussagen reagieren kann. Dabei war uns wichtig zu zeigen, dass man diese einfach ablehnen kann. Und das auch ohne sofort die schlagfertigsten Gegenargumenten parat zu haben.

Abwertende Vorurteile  können jedoch auch gezielt durch Gegenargumentation widerlegt werden. Deshalb haben wir uns das weit verbreitete Vorurteil “Die Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg” vorgeknöpft und geschaut wie man inhaltlich dagegen vorgehen kann.

(mehr …)

Kein Platz für Nazi-Phrasen!

Argumentieren gegen Rechts

Foto: kebox/fotolia

Was tun, wenn wir in Sozialen Netzwerken unterwegs sind und dabei auf diskriminierende Aussagen treffen? Neonazis, die über Kommentare rassistische Vourteile auspacken und eine Flut von vermeintlichen Argumentationen ausschütten?

Ignorieren? Und die dumpfen Aussagen einfach so stehen lassen!? Oder doch lieber darauf eingehen und versuchen dagegen zu argumentieren? Bringt das überhaupt was? Diskutieren mit Nazis? (mehr …)

“Positiver” Rassismus – was soll das heißen?

“Positiver Rassismus”. Dieser Ausdruck klingt recht verwirrend. Da wo Rassismus ist, werden Menschen diskriminiert. Und das ist immer negativ. Also kann Rassismus doch gar nicht “positiv” sein. Was ist also dann darunter zu verstehen?

(mehr …)

‎Der Norden schaut hin – die rechte Szene in Norddeutschland

Wir empfehlen euch sehr die Dokumentation, die am Mittwoch, den 30.1.2013 auf NDR gezeigt wurde. Für die Reihe “Der Norden schaut hin – Die rechte Szene in Norddeutschland” waren Reporter*innen ein halbes Jahr in der Region unterwegs und zeigen nun, was sie dort beobachtet haben: Hier geht’s zur Dokumentation.

Vorurteil 3: Sie können singen und tanzen, oder?!

Sie sind alle viel rhythmischer als “wir” Deutschen…
Letzte Woche haben wir euch Teil 1 gezeigt, hier nun Teil2:

@sidneyvlog zeigt in seinem youtube-Kanal einige rassistische Vorurteile auf, die POCs, also “People of Color” in Deutschland begegnen können.
Und wie immer interessiert uns, was euch zu diesem Video einfällt! Mailt uns an nonazinet@amadeu-antonio-stiftung.de oder kommentiert gleich hier :D

Vorurteil: “Sie können aber gut Deutsch”

Sprechen sie eigentlich “afrikanisch”?……Sie können aber gut “Deutsch”……….Sie sind doch alle miteinander verwandt.
@sidneyvlog zeigt in seinem youtube-Kanal einige rassistische Vorurteile auf, die POCs, also “People of Color” in Deutschland begegnen können. Wir stellen euch heute davon ein paar gängige Vorurteile vor:

Vielen Dank für diesen wichtigen Beitrag! Mehr davon! Und wie immer interessiert uns, was euch zu diesem Video einfällt! Mailt uns an nonazinet@amadeu-antonio-stiftung.de oder kommentiert gleich hier :D