Medien-Review zu Hate Speech im Internet

Ob in den Kommentarspalten von Online-Medien, in Foren, bei Twitter oder Facebook: Das Internet wird immer häufiger zur Plattform für Hass-Bekundungen, Drohungen und Beschimpfungen. Bisher gibt es in Deutschland kaum Untersuchungen, die sich mit diesen Netzphänomenen beschäftigen und noch weniger gibt es derzeit eine Praxis, um damit umzugehen oder gar gegenzusteuern.

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“Man wird ja wohl noch sagen dürfen…”, “Ich bin kein Nazi/Rassist/Antisemit, aber…”. So oder ähnlich finden sich hunderte und tausende an Kommentaren in sozialen Netzwerken oder den Kommentarspalten von Spiegel Online, Zeit, etc. Ebenso erreichen uns täglich entsprechende Mails, Briefe und Kommentare auf dem Blog. Da sich diese Kommentare stetig wiederholen und immer ähnlich sind, haben wir daraus ein Formular destilliert.

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Dossier: Geschichtsrevisionismus im Netz

“… und außerdem hat Hitler die Autobahn gebaut!” Wer kennt sie nicht, die halb unsicher, halb trotzig vorgebrachten “Argumente” der NS-Zeit-“Skeptiker*innen” on- und offline. Wer den Krieg wirklich angefangen hat, was Hitler wirklich wollte und ob es den Holocaust wirklich gegeben hat: All das sind Fragen, die von sogenannten “Geschichtsrevisionisten” vorgebracht werden. no-nazi.net erklärt euch, was es mit diesen Geschichtsrevisionist*innen auf sich hat, und für welche Zwecke sie mit der Geschichte Pingpong spielen.

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Dossier: Rassismus

“Es gibt eine natürliche Hierarchie zwischen schwarzen und weißen Völkern” – Dieser zutiefst rassistischen Aussage stimmten einer Studie der Universität Bielefeld  aus dem Jahr 2008 fast jede*r dritte Bundesbürger*in zu. Vielleicht stutzt ihr jetzt: Wie kann das sein? Warum sind rassistische Ideologien immer noch so ein fester Bestandteil der Gesellschaft? Und was können wir, on- und offline, dagegen tun? Im folgenden Dossier präsentieren wir euch die wichtigsten Artikel, Daten und Fakten zum Thema Rassismus.

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Internationale Wochen gegen Rassismus: Eure Erfahrungen mit Alltagsrassismus

Ein Transparent mit der Aufschrift "Rassismus tötet" hängt am 13.02.2013 an einem Häuserblock in Dresden (Quelle: picture-alliance/dpa, Foto: Arno Burg)

Ein Transparent mit der Aufschrift “Rassismus tötet” hängt am 13.02.2013 an einem Häuserblock in Dresden (Quelle: picture-alliance/dpa, Foto: Arno Burg)

Am 10. März haben die diesjährigen „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ begonnen. Anlass für uns, Euch zu fragen: Was sind Eure Erfahrungen mit Rassismus im Alltag?

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Internationale Wochen gegen Rassismus

Vom 10. bis zum 23. März 2014 finden die “Internationalen Wochen gegen Rassismus” statt. Die dazugehörige Onlinepräsenz liefert nicht nur interessantes Hintergrundmaterial rund um das Thema Rassismus sondern informiert auch über alle geplanten Veranstaltungen. Dieses Jahr beteiligen sich mehr als 70 Organisationen an der Aktion, die vom Interkulturellen Rat ausgerufen wird.

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Flüchtlingsleben in Greiz: “Ich habe Angst um meine Kinder”

ZahiraIm thüringischen Greiz wohnen 21.000 Einwohner*innen – und 60 Flüchtlinge. Gegen die machen rechtsextreme und rassistische Menschen im Internet und auch vor Ort mobil. Wie gehen die Flüchtlinge mit dieser Situation um? Ein Interview mit Zahira Alaya, Geflüchtete aus Syrien.

Von Marie Moeller

Es ist ein kalter Januartag, 13 Uhr, Schulschluss: Kleine Gruppen von Schülerinnen und Schülern schlendern über den Greizer Kirchplatz nach Hause, eine kurze Schneeballschlacht, lautes Lachen, dann ist es wieder still auf dem Platz, an dem gegenüber der Schule eine Kirche steht. „Greiz ist keine große Stadt, da kennt man sich“, erklärt die Bibliothekarin in dem Häuschen direkt neben der Kirche.

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Coole Anti-Rassismus-Aktion aus der Schweiz

2014-02-24-ohnedich-schweiz

 

Die Schweiz macht aktuell in Bezug auf Rassismus eher Negativschlagzeilen:  Eine Mehrheit von 50,9 Prozent der Schweizer*innen sprach sich am 09. Februar dafür aus, die Zuwanderung von EU-Bürger*innen zu begrenzen – auf eine Initiative “gegen Masseneinwanderung” der rechtspopulistischen SVP hin. Erst am Freitag urteilte der oberste Schweizer Gerichtshof, Beschimpfungen wie “Drecksasylant” oder “Sauausländer” seien nicht rassistisch. Kein Wunder also, dass nicht-rassistische Menschen in der Schweiz sich aktuell etwas unterrepräsentiert fühlen. Aber zum Glück gibt es sie dennoch – und auf der Website www.ohnedich.ch sind sie auch zu sehen. Mit Foto und kurzem Statement erklären Schweizer*innen hier, was ihnen ohne Zuwanderung fehlen würde. Tolle Aktion, die es Spaß macht, anzuschauen.

www.ohnedich.ch

 

Wenn “Panzertiger” schwarze Spieler aus der “Goodgames Empire”-Allianz wirft

Wer wohnt auf der Burg nebenan? Manchmal leider auch Rechtsextreme. Rechtsextremismus und Hate Speech gibt es auch in Onlinegames

Wer wohnt auf der Burg nebenan? Manchmal leider auch Rechtsextreme. Rechtsextremismus und Hate Speech gibt es auch in Onlinegames

Burgen bauen und zerstören, Zusammenschlüsse schmieden und Königreiche aufbauen – im Multiplayer-Strategiespiel “Goodgame Empire” wird man nur gemeinsam stark. Manchmal wundern sich die Spieler*innen allerdings, mit wem sie in Allianzen landen. „Die Spieler nennen sich JN88, Adlerhorst (wie Hitlers Berghof) oder Panzertiger. Ihre Burgen heißen Führer Burg oder NAZ“, schreibt ein besorgter Vater an netz-gegen-nazis.de. Rassismus und Rechtsextremismus machen auch vor Online-Games nicht halt.

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Flüchtlinge, Rassismus und die NPD- Ein Überblick #2

Die Meldungen der rassistischen Hetze gegen Flüchtlinge überhäufen sich: In mehreren (Klein-)Städten Deutschlands organisieren Bürger*innen zusammen mit Neonazis Proteste gegen Flüchtlingsheime. Das Internet und gerade das Soziale Netzwerk “facebook” spielt dabei eine wichtige Rolle. Auf selbst gegründeten Facebook- Seiten und Gruppen wird der Protest koordiniert und zur Mobilisierung genutzt. Die rassistische Hetze beschränkt sich dabei (leider) nicht nur auf verbale Ausgüsse im worldwideweb. In mehreren Städten wurden Brandanschläge und körperliche Angriffe gegen Flüchtlinge gemeldet. Die aktuelle Situation scheint ziemlich brisant, deshalb wollen wir euch mit den Artikeln “Flüchtlinge, Rassismus und die NPD- Ein Überblick #1&#2″ Informationen über die aktuelle Situation liefern. Der letzte Artikel #3 wird über nützliche Tipps und Anlaufstellen berichten, wenn ihr euch selber aktiv engagieren wollt.

Neonazis ködern besorgte Bürger*innen 

Allianz aus Bürger*innen und Neonazis ist enorm gefährlich (mehr …)

Flüchtlinge, Rassismus und die NPD- Ein Überblick #1

Die Meldungen der rassistischen Hetze gegen Flüchtlinge überhäufen sich: In mehreren (Klein-)Städten Deutschlands organisieren Bürger*innen zusammen mit Neonazis Proteste gegen Flüchtlingsheime. Das Internet und gerade das Soziale Netzwerk “facebook” spielt dabei eine wichtige Rolle. Auf selbst gegründeten Facebook- Seiten und Gruppen wird der Protest koordiniert und zur Mobilisierung genutzt. Die rassistische Hetze beschränkt sich dabei (leider) nicht nur auf verbale Ausgüsse im worldwideweb. In mehreren Städten wurden Brandanschläge und körperliche Angriffe gegen Flüchtlinge gemeldet. Die aktuelle Situation scheint ziemlich brisant, deshalb wollen wir euch mit den Artikeln “Flüchtlinge, Rassismus und die NPD- Ein Überblick #1&#2″ Informationen über die aktuelle Situation liefern. Der letzte Artikel #3 wird über nützliche Tipps und Anlaufstellen berichten, wenn ihr euch selber aktiv engagieren wollt.

Das Heim für Geflüchtete in Berlin- Hellersdorf

Unwissenheit kann zu rassistischen Vorurteilen führen (mehr …)

„Protecting our Race“: Rassismus in Videospielen

Videospiele gehören heute vor allem für junge Leute zum Alltag. Dabei verbreiten einige Spiele auch rassistische Aussagen – die oft erst auf den zweiten Blick auffallen. Ein paar Beispiele.

Knapp 26 Millionen Menschen in Deutschland spielen heute regelmäßig Videospiele. Die Branche verzeichnet immer neue Rekord-Umsätze. Immer mehr Spiele erscheinen mit immer neuen Geschichten. Virtuelle Spiele sind ein zunehmend wichtigeres Medium, mit dessen Hilfe auch politische Botschaften angesprochen und bestimmte Aussagen vermittelt werden – leider auch rassistische.

Thema: “Rassen”-Konflikt

„Protecting our Race“ – „Unsere Rasse schützen/behüten“

 

„Protecting our Race“ – „Unsere Rasse schützen“ (siehe Foto links), heißt es etwa an einigen Stellen des im März 2013 erschienenen First-Person-Shooters „Bioshock Infinite“. Der Spieler des neuen „Bioshock“ wird ins Jahr 1912 in die fiktive, über den Wolken schwebende Stadt „Columbia“ versetzt. Dort herrschen die „Gründerväter“, eine ultranationalistische, fundamentalistisch-religiöse und rassistische Gruppe unter einem selbsternannten Propheten. Menschen mit dunkler Hautfarbe gelten als minderwertig, sind Sklaven und werden wie Dreck behandel. Das gleiche gilt in dem Spiel auch für Iren. Die Unterdrückte Schwarze und irische Bevölkerung hat sich daher organisiert und kämpft gemeinsam mit weiteren auch hellhäutigen Menschen aus der Unterschicht unter dem Namen „Vox Populi“ gegen die rassistischen „Gründerväter“ – im Spiel gibt es bürgerkriegsähnliche Zustände und der Spieler gerät zwischen die Fronten. Dabei kämpft der Spieler zunächst auf Seiten der „Vox Populi“ – allerdings eher um sein eigenes Ziel, ein Mädchen aus der Stadt zu befreien, zu erreichen. Es kommt in dem Spiel zunehmend Kritik an den anti-rassistischen Rebellen, ihren Rache-Gelüsten und dem bewaffneten Kampf auf. So exekutiert die Anführerin der „Vox Populi“ in einer Szene vor den Augen des Spielers einen unbewaffneten Anhänger der „Gründerväter“ und versucht anschließend sogar dessen kleinen Sohn zu töten. Gegen Ende muss der Spieler in „Bioshok Infinite“ beide Seiten bekämpfen – der finale Kampf findet sogar allein gegen die „Vox Populi“ statt.

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