Dienstagsfilmtipp: Trailer ID-WITHOUTCOLORS

Heute, am 11. Juni 2013 findet die Filmpremiere der Dokumentation ID-Withoutcolors von Riccardo Valsecchi statt.

Präsentiert wird der Dokumentarfilm vom Migrationsrat Berlin – Brandenburg und die Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP). Die Premiere wird begleitet von einer Fotoausstellung. Wenn ihr euch die Filmpremiere anschauen wollt, findet ihr unten noch genauere Infos.

Wir zeigen euch heute den Trailer zum Film. Er thematisiert das Thema Racial Profiling in Deutschland.

ID–WITHOUTCOLORS – The Trailer from Riccardo Valsecchi on Vimeo. (mehr…)

600 Polizist*innen, 10 Tote, 80 Nebenkläger und 5 Angeklagte – Beobachtungen zum Prozessauftakt gegen den NSU

Screenshot aus der Tagesschau vom 06.05.2013

Es ist sehr ruhig im Gerichtsaal A101 in München als die Angeklagten im NSU- Prozess in den Saal geführt werden – nur das klicken der Kameraauslöser ist zu hören. Die internationale Presse schaut auf das Oberlandesgericht im München: hier hat heute mit dreiwöchiger Verspätung der Prozess gegen Beate Zschäpe und vier mutmaßliche Unterstützer des NSU begonnen. Der Prozess gilt bereits jetzt als einer der größten und spektakulärsten der deutschen Nachkriegsgeschichte. Etliche Livestreams und Ticker berichten vom Geschehen im Gericht – hier ein paar Eindrücke unsererseits!

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Zum pro­ble­ma­ti­schen Ge­brauch der Pa­ro­le A.C.A.B.

Das Bild zeigt die Vorderseite eines Flugblattes der Roten Hilfe. Die Rote Hilfe e.V.unterstützt Personen, die beispielsweise wegen einer Nazi-Blockade gegen rechtliche Auflagen verstoßen und  von der Polizei eine Anzeige bekommen haben. In diesem Flugblatt haben sie Kritik an der Parole A.C.A.B veröffentlicht. Das haben wir zum Anlass genommen, darüber auch auf no-nazi.net zu berichten.

 

Bestimmt hast du die Abkürzung A.C.A.B schon einmal gehört oder gesehen – auf Demos, in Liedtexten, an Hauswänden oder als T-Shirt-Druck. A.C.A.B. steht für die englischsprachige Parole „All Cops Are Bastards“ (wörtlich übersetzt „Alle Polizisten sind Bastarde“). (mehr…)

Diskriminierung im Alltag #2

Unser How to fight discrimination heute:

Was tun bei rassistischen Polizeikontrollen?

Derege Wevelsiep fährt mit seiner Frau und seinem Kind nach einem langen Arbeitstag nach Hause. Er besitzt eine Monatskarte und kann deshalb seine Frau und seinen Sohn, der erst 3 Jahre alt ist, kostenlos mitnehmen. Die Kontrolleure, die die kleine Familie auf ihrer Fahrt kontrollieren, haben deswegen auch nichts zu bemängeln. Auf dem Weg nach Hause merkt Hr. Wevelsiep, dass er etwas vergessen hat und trennt sich  in der Bahn von seiner Familie. Sie wollen sich später in der gemeinsamen Wohnung wieder treffen. Ein paar Minuten später ruft seine Verlobte an, da sie von Kontrolleuren beschuldigt werde, trotz der Monatskarte, schwarz gefahren zu sein. Sie bittet ihn deshalb schnell zu ihr zu kommen. Ein paar Minuten später befindet sich Herr Wevelsiep in der U-Bahn- Station, in der sich seine Frau und sein Sohn, umringt von vier Kontrolleuren, aufhalten. Diese verlangen 40€ von seiner Frau, da diese einen “anderen Afrikaner” mitgenommen habe, so die Kontrolleure. Das sei rechtswidrig. Außerdem sei man hier “nicht in Afrika”. Da seine Frau keine andere Person mitgenommen hat, wird für Wevelsiep sehr schnell deutlich, dass es hier garnicht um die Fahrkarten, sondern um die Schwarze Hautfarbe geht, die Derege Wevelsiep und seine Verlobte von den Weißen Kontrolleuren unterscheiden. Diese Vermutung äußert er auch laut vor den Kontrolleuren. Seine Verlobte schlägt vor die Polizei zu rufen…

Brutales Verhalten der Polizei (mehr…)