„Auschwitz, Papa. Erzähl mir von Auschwitz“ – der Comic mit der Maus.

Zweifellos gehört Maus. Die Geschichte eines Überlebenden zu den Meilensteinen des Genres der „Holocaust Comics“. Erstmals aufgetaucht sind die Mäuse von Art Spiegelman in der Underground-Comic Szene San Franciscos 1972/1973. Die zwei Maus Bücher wurden in rund 30 Sprachen übersetzt, hoch gelobt, viel rezipiert, international gefeiert, aber auch kontrovers diskutiert und kritisiert. Inzwischen bezeichnet man Maus als eines der besten, eindrucksvollsten Comics der letzten zwanzig Jahre. Kein Wunder also, dass mir Maus als erstes Comic beim Eintauchen in die faszinierende Bandbreite dieses Genres begegnet.

Aber kann die Bildsprache des Comics denn überhaupt ein Medium sein, um Geschichte zu vermitteln? Welches politische Potential hat die Maus? Und ist Spiegelmans metaphorische Darstellung nur plump und absurd oder ist es gerade diese Verfremdung von Jüdinnen und Juden als Mäuse und Katzen als Deutsche die die nötige Distanz schafft, um Geschichte lebendig zu machen?

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Jung gegen Rechts: Wie Mauerreste des Warschauer Ghettos lebendig werden

Gestern haben wir euch schon im Interview die Ideen der beiden Jungs von “Jung gegen Rechts” vorgestellt. Heute gibt es dazu das passende Video. Die beiden 15- und 17 Jährigen wollten ein Signal dafür setzen, dass Fußballbegeisterung einerseits und die Auseinandersetzung und Beschäftigung mit der deutschen Vergangenheit, mit Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus andererseits in Einklang zu bringen sind.

Max-Fabian über das Projekt ‘Jung gegen Rechts’:

“Nachdem wir Oświęcim und Krakau besucht hatten, waren wir auch in Warschau. Dort verbrachten wir viel Zeit im modernen Museum des Warschauer Aufstandes und waren auch am Mahnmal des Warschauer Ghettos, an dem Willy Brandt im Jahre 1970 niederkniete und das polnischen Volk um Vergebung für die deutschen Verbrechen bat. (mehr…)