no-nazi.net-Workshop im cassiopeia Berlin am 24. August 2013

Logo no-nazi.netAm 24. August 2013 von 16h bis 20h im cassiopeia Berlin! Seid ihr dabei? 

Soziale Medien sind heute für viele Menschen der Ort, um sich auszutauschen, sich zu informieren und Position zu beziehen. Auch Neonazis nutzen diese direkte Ansprachemöglichkeit gezielt. Sie wissen, dass hier die Hemmschwelle beim Kontakt niedriger ist und dass sie mit humoristisch formulierter Hetze, kernigen Diskussionsbeiträgen oder rechtsextremer Musik große Verbreitungserfolge erzielen können. Rechtsextreme lassen rassistische, antisemitische und demokratiefeindliche Positionen in politische oder gänzlich unpolitische Diskussionen einfließen, um sie als „legitime Meinungsäußerungen“ erscheinen zu lassen. Ihre Hauptzielgruppe sind dabei Menschen, die in ihrem Demokratieverständnis noch nicht gefestigt sind. Die Wortergreifung erfolgt auf verschiedenen Ebenen. Weil viele dieser Annäherungsversuche geschickt formuliert und nur im Kontext als rechtsextrem kenntlich sind, kann man ihnen häufig strafrechtlich nicht begegnen.

Im Workshop soll gemeinsam erarbeitet werden, wie man Neonazis in den Sozialen Netzwerken erkennt, was sie dort machen, welche Argumentationsstrategien von Rechtsextremen in den Sozialen Netzwerken zu finden sind, welche Verschwörungstheorien gerade populär sind und wie man darauf reagieren kann.

Wir geben einen Überblick zu Auftrittsformen, Zielen und Strategien, denn der erste Schritt zur Gegenwehr ist das Identifizieren und Erkennen menschenverachtender Inhalte. Dabei arbeiten wir mit aktuellen Beispielen und beziehen auch neuste Entwicklungen in der rechtsextremen Szene mit ein. Auch dort entstehen neue Kampagnen, WebTV-Sender und Gruppierungen, deren Auftritte immer professioneller und ansprechender aufbereitet werden. Weiter beschäftigt sich der Workshop mit rechtsextremen Kampagnen im Netz, über die Aufmerksamkeit und Zustimmung erzeugt werden sollen.

Und was kann jede*r von uns tun? Denkanstöße, Hinweise auf weiterführende Informationen sowie Argumentationshilfen runden das Seminar ab.

Am 24. August 2013 von 16h bis 20h! Seid ihr dabei? Dann meldet euch schnell an unter nonazinet@amadeu-antonio-stiftung.de. Der Workshop ist kostenfrei und für alle Interessierten, die sich bis zum 22. August angemeldet haben!

Wir verabschieden uns von SchülerVZ!

Gestern wurde SchülerVZ abgeschaltet! Wie alle anderen Gruppen und Profile gibt es jetzt auch die no-nazi-Gruppe nicht mehr. Das finden wir sehr schade! Denn wir hatten bis zum Schluss dort immer noch noch insgesamt 740 Mitglieder*innen, die uns unterstützten, um gegen rechtsextreme Inhalte bei SchülerVZ vorzugehen! Mal abgesehen, dass wir dort zu den Höchstzeiten bis zu 1.600 Unterstützer*innen hatten. Wir verabschieden uns also mit schwerem Herzen von unserem guten Kooperationspartner VZ Netzwerke!

Auch SchülerVZ selbst engagierte sich seit der Gründung 2005 gegen Rechtsextremismus. Seit 2008 kooperierte das Soziale Netzwerk mit „Netz gegen Nazis“ und von Anfang an auch mit no-nazi.net, also mit uns!

(mehr…)

Braune Erde von Daniel Höra

„Ich hörte ihre Schritte, ihren keuchenden Atem, ihre Versuche leise zu sein. Zwei Schatten schlichen um mein Versteck. Ich schloss die Augen und versuchte meine Angst ganz tief in meinen Kopf zu sperren. Ich wollte mir nicht ausmalen, was sie mit mir anstellen würden, wenn sie mich erwischten. Sie würden mich nicht schonen, das war mir klar. Ich wusste zu viel.“

Mit diesen Sätzen zieht Daniel Höra die Leser*innen seines neuen Romans „Braune Erde“ von Anfang an in den Bann. Auf knapp 300 Seiten entfaltet er ein erschreckendes Szenario: Eine ganze Dorfgemeinschaft wird – ohne es zu merken – von rechtsextremen Siedler*innen übernommen. Das Buch “Braune Erde” zeigt eindringlich, wie wichtig ein aufmerksames und kritisches Bewusstsein für unterschwelligen Rechtsextremismus ist.

Der 15-Jährige Ben wohnt bei seiner Tante in einem kleinen Dorf in Mecklenburg. (mehr…)