Dossier: Geschichtsrevisionismus im Netz

“… und außerdem hat Hitler die Autobahn gebaut!” Wer kennt sie nicht, die halb unsicher, halb trotzig vorgebrachten “Argumente” der NS-Zeit-”Skeptiker*innen” on- und offline. Wer den Krieg wirklich angefangen hat, was Hitler wirklich wollte und ob es den Holocaust wirklich gegeben hat: All das sind Fragen, die von sogenannten “Geschichtsrevisionisten” vorgebracht werden. no-nazi.net erklärt euch, was es mit diesen Geschichtsrevisionist*innen auf sich hat, und für welche Zwecke sie mit der Geschichte Pingpong spielen.

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Dienstagsvideo: “Bad Nenndorf, eine Stadt steht auf”

Das Video ist eine kurze Zusammenfassung der Dokumentation “Eine Stadt steht auf”, die nicht nur über den Hintergrund des alljährlichen Neonazi- Aufmarsches in Bad Nenndorf informiert, sondern auch die Gegenproteste der letzten Jahre vorstellt. Denn am kommenden Samstag, den 3. August, wollen wieder mehrere hundert Neonazis aus ganz Deutschland durch den beschaulichen Kurort im Landkreis Schaumburg ziehen.

Was haltet ihr von den Gegenprotesten der Bewohner*innen? Wie sieht eurer Meinung nach kreativer Protest gegen Neonazis aus?

Schreibt uns doch einen Kommentar oder eine Mail an nonazinet@amadeu-antonio-stiftung.de!

Hingehört! Ein Überblick zu Neonazis und Musik #2 Hip-Hop

In unserer neuen Artikel- Serie zum Thema “Hingehört! Ein Überblick zu Neonazis und Musik” geht es heute im 2. Teil um neonazistische HipHop- Musik. Im letzten Artikel haben wir die “NS- Black Metal”-Szene sowie das Genre “Rock against Communism” genauer unter die Lupe genommen.

Hip-Hop. Das fallen einem spontan erst einmal Ghettos in New York oder anderen US- amerikanischen Großstädten ein. Ihren Ursprung hat diese Musikszene nämlich auf den Straßen New Yorks der 70er Jahre. Sie war vor allem Sprachrohr der schwarzen afroamerikanischen und latino-amerikanischen Bewegung, die in dieser Zeit von extremen Rassismus und Armut betroffen war.

Neonazis oder rassistische Inhalte sind also wirklich nicht die erste Assosziation mit diesem Musikgenre. Aber es gibt sie tatsächlich: Neonazis, die die Rapmusik nutzen, um menschenverachtende Inhalte zu verbreiten. Wer macht denn sowas? Wir stellen euch hier mal ein paar dieser Nazi-Rapper*innen vor:

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Hingehört! Überblick zu Neonazis und Musik

Du hörst gerne Musik? Neonazis leider auch. Und nicht nur das, sie machen auch welche! Um euch zu zeigen, welche Bands und Musikrichtungen problematisch sind, wo man besser genau hinhören sollte und besser nicht mitnicken sollte, starten wir eine Reihe zu rechtsextremer Musik! Lies hier was dich erwarten wird:

Musik verbindet viele Menschen innerhalb einer Szene oder Subkultur. Bestimmte Inhalte können geteilt und Beats und Klänge gemeinsam erlebt werden. Auch in vielen rechtsextremen Kreisen spielt Musik eine ganz wesentliche Rolle.

Nicht nur, was allgemein als “Rechtsrock” bezeichnet wird, ist Teil der Musik innerhalb rechtsextremistischer Kreise. Es gibt auch viele andere Genres, die Neonazis für ihre rechte Ideologie benutzen. Rechtsextremer Hiphop? Nazis in der Techno-Szene? Ja! Auch das gibt es… (mehr …)

Clément Méric von Neonazis ermordet

Eine Woche ist es jetzt her, dass am 5. Juni 2013 der 19jährige Student Clément Méric in Paris von Neonazis ermordet wurde. Er war zusammen mit Freund*innen in der Nähe vom Bahnhof Haussmann – Saint-Lazare unterwegs, als er von 3 Neonazis angegriffen wurde. Clément Méric erlitt dabei so schwere Kopfverletzungen, dass er in der Nacht im Krankenhaus für “hirntot” erklärt wurde.

Eine Zeugin der Tat sprach davon, dass sie bei den Angreifer*innen eine Hakenkreuztätowierung sowie ein T-Shirt des rechtsextremen Organisation Front National gesehen habe. Es spricht viel dafür, dass der Mord einen politischen Hintergrund hat. Clément Méric war als Antifaschist bekannt, besuchte Veranstaltungen und Demonstrationen gegen Neonazis und Rassismus und war somit wohl ein bewusstes Angriffsziel der Neonazis.

In der vergangenen Woche gab es auch in Deutschland einige Demonstrationen und Kundgebungen um an Clément Méric zu erinnern und vor der Gefahr, die von Neonazis ausgeht, zu warnen. Auch in Berlin fand am 12. Juni eine Kundgebung vor der Pariser Botschaft statt. Der Mord von Clément Méric zeigt, dass es enorm wichtig ist, über die Gefahr von Neonazis und rechter Gewalt zu reden sowie an die Menschen zu gedenken, die von dieser Gewalt betroffen sind.

Nicht nur in Frankreich haben Antifaschist*innen, Menschen mit Migrationshintergrund oder Andersdenkende unter der Gewaltbereitschaft von Neonazis zu leiden. Auch in Deutschland werden Engagierte und Menschen die nicht in das Weltbild passen immer wieder zu Opfern, wenn die Ideologie der Nazis in praktische Gewalt umschlägt. Deshalb zeigt Mut gegen Rechte Gewalt.

Nazis und der 1.Mai: Warum?, Wo?, Wie?

Auch in diesem Jahr gibt es am 1. Mai viel zu tun. In Deutschland sind fünf Neonazi-Aufmärsche angemeldet. In den nächsten Tagen berichten wir über die verschiedenen Demonstrationsorte und geplanten Gegenproteste. Doch warum demonstrieren Neonazis eigentlich so gern am 1. Mai?

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Zum pro­ble­ma­ti­schen Ge­brauch der Pa­ro­le A.C.A.B.

Das Bild zeigt die Vorderseite eines Flugblattes der Roten Hilfe. Die Rote Hilfe e.V.unterstützt Personen, die beispielsweise wegen einer Nazi-Blockade gegen rechtliche Auflagen verstoßen und  von der Polizei eine Anzeige bekommen haben. In diesem Flugblatt haben sie Kritik an der Parole A.C.A.B veröffentlicht. Das haben wir zum Anlass genommen, darüber auch auf no-nazi.net zu berichten.

 

Bestimmt hast du die Abkürzung A.C.A.B schon einmal gehört oder gesehen – auf Demos, in Liedtexten, an Hauswänden oder als T-Shirt-Druck. A.C.A.B. steht für die englischsprachige Parole „All Cops Are Bastards“ (wörtlich übersetzt „Alle Polizisten sind Bastarde“). (mehr …)

Heute im Blogroll: blog.rechtesland.de

Atlas zur extremen Rechten und zur Nazi-Vergangenheit

Seit letzter Woche ist der Blog Rechtes Land online. Der Blog funktioniert ähnlich wie Google Maps: Eine Landkarte, in die man rein- und rauszoomen kann und auf der markierte Stellen mit Informationen zu sehen sind.

Allerdings geht es nicht um irgendwelche Straßen und Adressen – sondern um Orte der extremen Rechten und Orte, um sich an den Nationalsozialismus, dessen Verbrechen und an dessen Opfer zu erinnern. Der Atlas dient also als Informationsquelle und gleichzeitig zur Dokumentation.

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Dresden 2013: Frustrierte Neonazis und erfolgreiche Gegendemonstrant*innen

Am 13. Februar 2013 demonstrierten rund 3.000 Menschen erfolgreich  gegen einen Neonaziaufmarsch in Dresden. Denn auch in diesem Jahr versuchten Neonazis die Bombardierung Dresdens, die sich am 13. Februar 1945 ereignete, für ihre Ideologie zu missbrauchen.

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Was ist “Grauzone” und was hat die Band “Jennifer Rostock” damit zu tun?

Vor gut einer Woche postete die Band Jennifer Rostock einen Kommentar auf Facebook, der eine ziemlich große Debatte im Netz auslöste. Nach ihrem Konzert am 28. Januar in Hamburg  gab die Band bekannt, dass sie zukünftig keine Shirts von den “Böhsen Onkelz” oder “FreiWild” auf ihren Konzerten sehen möchte. Auf dieses Statement folgte ein Shitstorm mit fast 6.ooo Kommentaren und 8.000 Likes. Der Duden definiert einen Shitstorm als „Sturm der Entrüstung in einem Kommunikationsmedium des Internets, der zum Teil mit beleidigenden Äußerungen einhergeht“.

 

 

 

 

 

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Autonome Nationalisten: Modernes Auftreten trotz alter Inhalte

Bestimmt hast du schon einmal von “Autonomen Nationalist*innen” (“AN”)  gehört. Das ist eine Strömung innerhalb der Neonazi-Szene, die seit ein paar Jahren besteht. Immer wieder wird über diese spezielle Ausrichtung der Neonazis berichtet. Aber was steckt hinter dem Wort “Autonome Nationalist*innen”, wie treten sie auf und was propagieren diese Neonazis eigentlich?

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Magdeburg: Gegen Nazis auf die Straße

Am kommenden Samstag (12.01.13) wollen mehr als 1000 Neonazis durch Magdeburg marschieren. Es handelt sich damit um einen der größten Neonaziaufmärsche in Deutschland. Hier erfährst du warum Neonazis in Sachsen-Anhalt demonstrieren wollen und welche Aktionen am Samstag dagegen geplant sind.

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