“Ja, Nein, Doch, Wenn, Aber…”: Worum geht es eigentlich beim NPD-Verbot?

NPD-Plakat

(Bildquelle: ngn/sr)

Anfang Dezember wurde der Antrag für ein NPD-Verbot beim Bundesverfassungsgericht – nach Jahren der Diskussion. In dieser Debatte fielen immer wieder die gleichen Argumente: Verbote würden nichts bewirken, die NPD sei nicht das einzige Problem, eine Demokratie müsse rechtsextreme Parteien wie die NPD aushalten können. Wir haben für Euch die wichtigsten Argumente für und gegen ein NPD-Verbot zusammengestellt.

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Erneute Auflage der Broschüre “Liken. Teilen. Hetzen. Neonazi-Kampagnen in Sozialen Netzwerken”

Unsere Broschüre “Liken. Teilen. Hetzen. Neonazi-Kampagnen in Sozialen Netzwerken“, die bereits nach einem Monat komplett vergriffen war, ist endlich neu aufgelegt worden und kann nun auch wieder als Printexemplar gegen Erstattung der Portokosten bei uns bestellt werden unter nonazinet@amadeu-antonio-stiftung.de. Und steht hier auch als Einzelseiten zum Download bereit.

Clément Méric von Neonazis ermordet

Eine Woche ist es jetzt her, dass am 5. Juni 2013 der 19jährige Student Clément Méric in Paris von Neonazis ermordet wurde. Er war zusammen mit Freund*innen in der Nähe vom Bahnhof Haussmann – Saint-Lazare unterwegs, als er von 3 Neonazis angegriffen wurde. Clément Méric erlitt dabei so schwere Kopfverletzungen, dass er in der Nacht im Krankenhaus für “hirntot” erklärt wurde.

Eine Zeugin der Tat sprach davon, dass sie bei den Angreifer*innen eine Hakenkreuztätowierung sowie ein T-Shirt des rechtsextremen Organisation Front National gesehen habe. Es spricht viel dafür, dass der Mord einen politischen Hintergrund hat. Clément Méric war als Antifaschist bekannt, besuchte Veranstaltungen und Demonstrationen gegen Neonazis und Rassismus und war somit wohl ein bewusstes Angriffsziel der Neonazis.

In der vergangenen Woche gab es auch in Deutschland einige Demonstrationen und Kundgebungen um an Clément Méric zu erinnern und vor der Gefahr, die von Neonazis ausgeht, zu warnen. Auch in Berlin fand am 12. Juni eine Kundgebung vor der Pariser Botschaft statt. Der Mord von Clément Méric zeigt, dass es enorm wichtig ist, über die Gefahr von Neonazis und rechter Gewalt zu reden sowie an die Menschen zu gedenken, die von dieser Gewalt betroffen sind.

Nicht nur in Frankreich haben Antifaschist*innen, Menschen mit Migrationshintergrund oder Andersdenkende unter der Gewaltbereitschaft von Neonazis zu leiden. Auch in Deutschland werden Engagierte und Menschen die nicht in das Weltbild passen immer wieder zu Opfern, wenn die Ideologie der Nazis in praktische Gewalt umschlägt. Deshalb zeigt Mut gegen Rechte Gewalt.

“Nationale Solidarität”: Die NPD und die Hochwasser-Katastrophe

Facebook-Screenshot der sächsischen NPD-Fraktion: Es fällt auf, dass die Nazis sich bei der Fluthilfe nicht wirklich mit Sand beschmieren. Ob sie wirklich helfen, ist sehr zu hinterfragen!

Viele Teile Deutschlands sind zur Zeit von der Flutkatastrophe betroffen. Und was machen die Nazis? Nutzen genau diese Katastrophe für ihre menschenverachtende Propaganda! Also, VORSICHT!

Auch wenn Nazis behaupten, sie täten etwas gegen die Flut, sollte man genau hinsehen, wer da die Sandsäcke schleppt!

Was steckt eigentlich hinter den Aufrufen zur “nationalen Solidarität”? (mehr …)

Demobericht: Meine erste Nazi-Demo, glücklicherweise auf der Protestseite

+++++ Weitere Fotos von der NPD- Kundgebungen findet ihr hier.++++++++++

 

Potsdamer Platz. Berlin-Mitte.

Als wir gegen 13Uhr aus der S-Bahn steigen, fällt uns erstmal die starke Polizeipräsenz auf. Auch die Gitter weisen daraufhin, dass hier in den nächsten Minuten eine Kundgebung statt finden soll. Neben den zahlreichen Tourist*innen, die bei schönem Wetter über den Platz flanieren, fällt der einzige Neonazi, der anwesend ist, nicht recht auf. Daran ändert sich beruhigender Weise auch in der nächsten Stunde nichts. Selbst die angebliche  Tugend von der “deutschten Pünklichkeit” scheint nicht mehr weit verbreitet innerhalb der Neonazi- Szene. Erst um 14 Uhr, und damit eine Stunde später als auf ihrer Internetseite angekündigt, taucht ein (!) blauer VW-Bulli mit sieben (!) Neonazis auf. Woohoo, so sieht sie also aus die “deutsche Front”. 7 Neonazis?! Wir sind weiterhin beruhigt.

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Jedem Nazi seine Straße?

Über die vielen Straßen in Deutschland, die auch heute noch Namen von einflussreichen Nationalsozialist*innen tragen.

Text von Clara Freudenstein

Fast 70 Jahre nach Kriegsende gibt es immer noch viele Straßen und Plätze in Deutschland, die nach NS-Größen benannt wurden. Dazu gehören zahlreiche Straßen, die den Namen der Dichterin Agnes Miegel tragen.

Agnes Miegel – wer war das?

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Erster Mai, nicht Nazifrei – was war los in Berlin und Dortmund?

Letzte Woche haben wir über die generelle Bedeutung des 1.ten Mai berichtet (mehr dazu hier) und euch die geplanten Aktionen für den Tag vorgestellt: über die Naziaufmärsche in Frankfurt, Dortmund, Erfurt, Berlin und Würzburg informiert und uns die Aufrufe der Gegenproteste angeschaut. Heute, einen Tag danach, hoffen wir, dass ihr an erfolgreichen Protesten teilgenommen habt und alle unversehrt seid. Leider wurden beide Veranstaltungen nicht blockiert oder komplett verhindert, dennoch wurde sowohl in Berlin- Schöneweide als auch in Dortmund ein deutliches Zeichen gegen Nazis gesetzt! Wir haben euch mal einige Eindrücke von uns aus Berlin und Dortmund zusammengestellt, morgen werden wir außerdem noch über Frankfurt am Main berrichten!

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Aufruhr am Gymnasium – Antisemitismus, Verharmlosung oder einfach nur Spaß?

Frech und witzig sollen die kleinen Wortspiele mit den drei Buchstaben A, B, I sein. Jahre langes früh aufstehen, Schulbank drücken, über Klausuren schwitzen und sich mit Mitschüler*innen und Lehrer*innen rumschlagen ist nun zuende! So lange hat man auf diesen Abschluss mit aller Energie (mehr oder minder) hingearbeitet und genau das soll das Motto auch ausdrücken! Dass man jetzt die Schule so richtig hinter sich lässt, man ein Stück unabhängiger und erwachsener ist, man frei von Anwesenheitspflicht, Lernstress und Notendruck in die Welt ziehen kann!

Doch der Spaß kann auch in die Hose gehen! An einem Gymnasium in Bayern war das erst neulich der Fall. Antisemitische, sexistische oder rassistische Abimotto-Vorschläge kommen leider öfters auf. Warum Humor seine Grenzen hat und ein Abimotto hinterfragt werden sollte!

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Quiz: Tag und Nacht der Toleranz!

Wir sind heute unterwegs! Am Stand der Amadeu Antonio Stiftung beim “Tag und Nacht der Toleranz” in der Kalkscheune in Berlin, können die Besucher*innen ihr Wissen zur extremen Rechten, zur Stiftung und zum Rassismus in der Gesellschaft testen! Ihr könnt die selben Fragen hier bearbeiten und herausfinden wie fit ihr in den Themen seid!

Viel Spaß, wir sind gespannt wie ihr so abschneidet!

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„Auschwitz, Papa. Erzähl mir von Auschwitz“ – der Comic mit der Maus.

Zweifellos gehört Maus. Die Geschichte eines Überlebenden zu den Meilensteinen des Genres der „Holocaust Comics“. Erstmals aufgetaucht sind die Mäuse von Art Spiegelman in der Underground-Comic Szene San Franciscos 1972/1973. Die zwei Maus Bücher wurden in rund 30 Sprachen übersetzt, hoch gelobt, viel rezipiert, international gefeiert, aber auch kontrovers diskutiert und kritisiert. Inzwischen bezeichnet man Maus als eines der besten, eindrucksvollsten Comics der letzten zwanzig Jahre. Kein Wunder also, dass mir Maus als erstes Comic beim Eintauchen in die faszinierende Bandbreite dieses Genres begegnet.

Aber kann die Bildsprache des Comics denn überhaupt ein Medium sein, um Geschichte zu vermitteln? Welches politische Potential hat die Maus? Und ist Spiegelmans metaphorische Darstellung nur plump und absurd oder ist es gerade diese Verfremdung von Jüdinnen und Juden als Mäuse und Katzen als Deutsche die die nötige Distanz schafft, um Geschichte lebendig zu machen?

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Unsere neue Broschüre: “Liken. Teilen. Hetzen. Neonazi-Kampagnen in Sozialen Netzwerken

Nazi 2.0 – Wie Rechtsextreme die Sozialen Netzwerke nutzen: Die Hand zum Hitler-Gruß, im Hintergrund eine Hakenkreuz-Fahne und im Gesicht ein dumm-dreister Blick: Längst lassen sich Nazis nicht mehr so leicht erkennen!

Die Strategie der Rechtsextremen im Internet und dabei besonders in den Sozialen Netzwerken ist um einiges raffinierter geworden – und damit umso gefährlicher. Über ganz bestimmte Themen versuchen sie immer wieder, nicht-rechtsextreme User*innen anzusprechen, Anschluss zu finden und quasi durch die Hintertür ihre menschenverachtende Ideologie einzustreuen.

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‎Der Norden schaut hin – die rechte Szene in Norddeutschland

Wir empfehlen euch sehr die Dokumentation, die am Mittwoch, den 30.1.2013 auf NDR gezeigt wurde. Für die Reihe “Der Norden schaut hin – Die rechte Szene in Norddeutschland” waren Reporter*innen ein halbes Jahr in der Region unterwegs und zeigen nun, was sie dort beobachtet haben: Hier geht’s zur Dokumentation.