Dossier: Geschichtsrevisionismus im Netz

“… und außerdem hat Hitler die Autobahn gebaut!” Wer kennt sie nicht, die halb unsicher, halb trotzig vorgebrachten “Argumente” der NS-Zeit-”Skeptiker*innen” on- und offline. Wer den Krieg wirklich angefangen hat, was Hitler wirklich wollte und ob es den Holocaust wirklich gegeben hat: All das sind Fragen, die von sogenannten “Geschichtsrevisionisten” vorgebracht werden. no-nazi.net erklärt euch, was es mit diesen Geschichtsrevisionist*innen auf sich hat, und für welche Zwecke sie mit der Geschichte Pingpong spielen.

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“Das radikal Böse”: Wie passieren konnte, was nie hätte passieren dürfen

 

 

20140121_dasradikalboese_aFilmstill aus “Das radikal Böse”: Ballspiel als Entspannung vom Massenmord.Quelle: wfilm / Christoph Rau

Am 16. Januar ist der Essay-Film “Das radikal Böse” von Oscar-Gewinner Stefan Ruzowitzky in die deutschen Kinos (Aufführungstermine) gekommen. Die Film-Collage geht der Frage nach, wie aus normalen jungen Männern Massenmörder werden können. Regisseur Ruzowitzky wagt sich an eine psychologische Erklärung des “Vergessenen Holocausts” und schafft durch die ungewohnte Kombination verschiedener Erzähl-Ebenen außerdem einen beklemmenden Bezug zur Aktualität.

Von Jakob Rödl

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Anti- was? Z-I-G-A-N-I-S-M-U-S? Was ist denn das? 

Über die Feindschaft gegenüber Sinti und Roma

Der Begriff ANTIZIGANISMUS beinhaltet das Wort “Zigan”. Was sich nach”Zigeuner” anhört,  ist eine ausgrenzende und abwertende Fremdbezeichnung für Sinti und Roma.

Trotz des deut­schen Völ­ker­mor­des an Sinti und Roma im Nationalsozialismus, dem 500.000 Men­schen zum Opfer fie­len, ist die grundliegende Diskriminierungsform bis heute kaum bekannt. So präsent sie ist, so selten wird sie wiederum zum Thema: Auch engagierte Antirasst*innen und Politikwissenschaftler*innen haben diesen spezifischen Rassismus gegen Sinti und Roma selten auf dem Schirm.

Wie alltäglich Antiziganismus leider ist, wer denn diese Sinti und Roma sind, was dazu gehört und wie man sich dagegen engagieren kann, erfahrt ihr hier! (mehr …)

Muttertag – ein Feiertag!?

Auch die NPD-Niedersachsen
benutzte 2011 den Muttertag
für ihre Propaganda

Für viele Blumengeschäfte bedeutet der Muttertag wohl eines: nämlich einen enorm großen Umsatz zu machen. In vielen Schaufenstern wird mit Geschenkideen geworben. Vielleicht kennt ihr es auch selbst, an diesem Tag einen Blumenstrauß zu besorgen – einfach so aus Gewohnheit oder weil es schön ist.

Doch wir haben uns bei dem ganzen Brimborium gefragt: Wie ist der Muttertag eigentlich enstanden? Und welche Rolle hat er in der Vergangenheit gespielt? Und wieso müssen wir uns dabei mal wieder die Zeit des Nationalsozialismus ansehen? (mehr …)

Jedem Nazi seine Straße?

Über die vielen Straßen in Deutschland, die auch heute noch Namen von einflussreichen Nationalsozialist*innen tragen.

Text von Clara Freudenstein

Fast 70 Jahre nach Kriegsende gibt es immer noch viele Straßen und Plätze in Deutschland, die nach NS-Größen benannt wurden. Dazu gehören zahlreiche Straßen, die den Namen der Dichterin Agnes Miegel tragen.

Agnes Miegel – wer war das?

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Magdeburg: Gegen Nazis auf die Straße

Am kommenden Samstag (12.01.13) wollen mehr als 1000 Neonazis durch Magdeburg marschieren. Es handelt sich damit um einen der größten Neonaziaufmärsche in Deutschland. Hier erfährst du warum Neonazis in Sachsen-Anhalt demonstrieren wollen und welche Aktionen am Samstag dagegen geplant sind.

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Weihnachten in schwarz weiß rot

Leuchtende Tannenbäume, funkelnde Glaskugeln, glitzerndes Lametta, Schokolade, Zimt und Spekulatius – alles sichere Anzeichen dafür, dass Weihnachten vor der Tür steht! Und so liest man in den sozialen Netzwerken und auf Blogs ständig Botschaften, die uns eine besinnliche Zeit oder ein frohes Weihnachtsfest wünschen. Auch Frank Franz, Pressesprecher der NPD, wünscht dies seinen Leser*innen, aber er wünscht auch “eine gute Wintersonnenwende”.

Auf dem neonazistischen „Infoportal Schwaben“ wird am 17. Dezember von einem “Besinnlichen Julfest in Schwaben” berichtet. Mitglieder (ob auch Frauen dabei waren, wissen wir nicht) “freier Kameradschaften” aus Oberbayern, Franken und Schwaben trafen sich im Wald, um die “Wintersonnenwende” zu feiern. In dem Online-Artikel ist die Rede von “germanischen Menschen”, die das Julfest “heute wie einst” feiern.
Auf der Homepage des Ring Nationaler Frauen (Frauenorganisation der NPD) in Sachsen schreibt “Landesmutti Katrin” in ihrem Artikel vom 12.12.12 zum Julfest: “Das Julfest ist das germanische Fest der Wintersonnenwende(…)”. Am Ende einer langen Beschreibung über die Traditionen des Festes fragt sie dann: “Neugierig geworden und jetzt Lust auf ein ganz anders begangenes Weihnachtsfest bekommen? Einfach mal ausprobieren und so inneren Frieden und neue Kraft für das kommende Jahr finden.”

Doch was ist damit gemeint, wenn von einem “ganz anders begangenem Weihnachtsfest” die Rede ist? Wenn auf rechtsextremen Portalen nicht von Weihnachten, sondern vom Julfest gesprochen wird, das “heute wie einst” gefeiert wird?
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Wenn Neonazis von „Rassen“ sprechen

Bild 1

 

Häufig ist die Rede von verschiedenen „Hunderassen“ und „Rassezüchtungen“ bei Pflanzen, aber „Rassen“ im Bezug auf Menschen – was soll denn das? Wie kommt man denn auf so eine irrsinnige Idee? (mehr …)

8. Mai – Tag der Befreiung

Der 8. Mai wird als Tag der Befreiung gefeiert – doch was wurde denn da eigentlich befreit? Und warum?

Die Feierlichkeiten beziehen sich auf das Jahr 1945: Das Ende des zweiten Weltkriegs und das Ende des Nationalsozialismus. Am 8. Mai 1945 kapitulierte Deutschland bedingungslos. Die allierten Streitkräfte – ein Zusammenschluss der Sowjetunion, den USA, Großbritanniens und Frankreichs – hatten gewonnen.
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