Clément Méric von Neonazis ermordet

Eine Woche ist es jetzt her, dass am 5. Juni 2013 der 19jährige Student Clément Méric in Paris von Neonazis ermordet wurde. Er war zusammen mit Freund*innen in der Nähe vom Bahnhof Haussmann – Saint-Lazare unterwegs, als er von 3 Neonazis angegriffen wurde. Clément Méric erlitt dabei so schwere Kopfverletzungen, dass er in der Nacht im Krankenhaus für “hirntot” erklärt wurde.

Eine Zeugin der Tat sprach davon, dass sie bei den Angreifer*innen eine Hakenkreuztätowierung sowie ein T-Shirt des rechtsextremen Organisation Front National gesehen habe. Es spricht viel dafür, dass der Mord einen politischen Hintergrund hat. Clément Méric war als Antifaschist bekannt, besuchte Veranstaltungen und Demonstrationen gegen Neonazis und Rassismus und war somit wohl ein bewusstes Angriffsziel der Neonazis.

In der vergangenen Woche gab es auch in Deutschland einige Demonstrationen und Kundgebungen um an Clément Méric zu erinnern und vor der Gefahr, die von Neonazis ausgeht, zu warnen. Auch in Berlin fand am 12. Juni eine Kundgebung vor der Pariser Botschaft statt. Der Mord von Clément Méric zeigt, dass es enorm wichtig ist, über die Gefahr von Neonazis und rechter Gewalt zu reden sowie an die Menschen zu gedenken, die von dieser Gewalt betroffen sind.

Nicht nur in Frankreich haben Antifaschist*innen, Menschen mit Migrationshintergrund oder Andersdenkende unter der Gewaltbereitschaft von Neonazis zu leiden. Auch in Deutschland werden Engagierte und Menschen die nicht in das Weltbild passen immer wieder zu Opfern, wenn die Ideologie der Nazis in praktische Gewalt umschlägt. Deshalb zeigt Mut gegen Rechte Gewalt.

Erster Mai, nicht Nazifrei – was war los in Berlin und Dortmund?

Letzte Woche haben wir über die generelle Bedeutung des 1.ten Mai berichtet (mehr dazu hier) und euch die geplanten Aktionen für den Tag vorgestellt: über die Naziaufmärsche in Frankfurt, Dortmund, Erfurt, Berlin und Würzburg informiert und uns die Aufrufe der Gegenproteste angeschaut. Heute, einen Tag danach, hoffen wir, dass ihr an erfolgreichen Protesten teilgenommen habt und alle unversehrt seid. Leider wurden beide Veranstaltungen nicht blockiert oder komplett verhindert, dennoch wurde sowohl in Berlin- Schöneweide als auch in Dortmund ein deutliches Zeichen gegen Nazis gesetzt! Wir haben euch mal einige Eindrücke von uns aus Berlin und Dortmund zusammengestellt, morgen werden wir außerdem noch über Frankfurt am Main berrichten!

(mehr…)

Argumentieren gegen Rechts

Achtung! Hier kommt das nächste Beispiel für rassistische Vorurteile. Heute: „Die Ausländer liegen uns auf der Tasche!“

 

Bildquelle: Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg! – Von Jonas Lanig und Marion Schweizer – Verlag an der Ruhr, 2005

Immer noch flackert manchmal das vorurteilsbelastete Bild arbeitsfauler “Ausländer*innen” auf (Zum Begriff “Ausländer” – und warum er nicht so cool ist): “Ausländer*innen”, die angeblich nur nach Deutschland kommen, um Sozialleistungen in Anspruch zu nehmen.

Da wird zum Beispiel behauptet, „Sie“ nähmen „Uns“ die Arbeitsplätze weg. Gleichzeitig wird „Ausländer*innen“ vorgeworfen, sie würden ungerechterweise vom deutschen Sozialstaat profitieren. Hä?! Das passt ja mal voll nicht zusammen … aber logo, darum geht’s ja heute mal wieder: wie wir die Widersprüche rassistischer Vorurteile aufdecken können! (mehr…)

Let´s fetz gegen Rechts – Was geht am Wochenende? - 29. KW 2012

20. Juli 2012 in Mannheim: „Festival gegen Rechts“

Die Mannheimer Schüler gegen Rechts (MSGR) laden, wie jedes Jahr, zum Festival gegen Rechts ein und feiern im Jugendkulturzentrum  FORUM mit toller Musik.

Genauere Info gibt´s hier: http://mannheim.vvn-bda.de/termine/2012/20120720.html

 

20. Juli 2012 in Köln: Öffentliche  Gedenkveranstaltung

Anläßlich des 70. Jahrestages der Deportation und Ermordung von mindestens 1164 Menschen aus Köln und dem Kölner Umland findet am 20. Juli eine öffentliche Gedenkveranstaltung statt.

Mehr Informationen findet ihr auf der Homepage der mobilen Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus Köln: http://www.mbr-koeln.de/

 

20. Juli 2012 in Münster: „Antifa-Arbeit kennenlernen“ (der Reihe basics)

Die Reihe basics  wurde ins Leben gerufen um verschiedenen Menschen, die Interesse an antifaschistischer Arbeit haben die Möglichkeit zu geben, einen Einblick in die Arbeit von Antifagruppen zu bekommen.

Am Freitag geht es um die Frage: Wie kann praktische Intervention aussehen und was kann man gegen Nazis machen?

Mehr Info findet ihr hier: http://muenster.org/alternativ/event/basics-antifaarbeit-kennenlernen-2/

 

Habt ihr weitere Hinweise, Demoaufrufe, Aktionen? Schreibt uns doch einen Kommentar oder eine Mail an nonazinet@amadeu-antonio-stiftung.de.

Let´s fetz gegen Rechts – Was geht am Wochenende? – 28. KW 2012

Mach mit, bring dich ein, komm vorbei!

13. Juli 2012 in Bernau bei Berlin: Solikonzert – „Gemeinsam gegen Nazis!“

Am Freitag, den 13. Juli findet ein Antifaschistisches Solikonzert in Bernau statt – Hintergrund sind mehrere Angriffe durch Nazis auf den Stand des Jugendtreff DOSTO auf dem Bernauer Hussitenfest. Pressemitteilung des Jugendtreff DOSTO zu den Neonazi-Angriffen: http://dosto.dosto.de/node/1202

Freitag | 13.Juli | ab 15 Uhr | auf dem Platz am Steintor in Bernau

 

14.Juli 2012 – 11. August 2012 in Stralsund: Aktionstage gegen Rechts „Demokratie braucht Dich und keine Nazis!“

Insgesamt werden 7 Veranstaltungen und Straßenaktionen stattfinden, um auf das Thema Rechtsextremismus in der Region Vorpommern aufmerksam zu machen. Die Aktionstage werden sich in diesem Jahr auch besonders um Asylpolitik und die Pogrome von Rostock-Lichtenhagen 1992 drehen.

Die Initiative lädt alle Menschen aus dieser und anderen Regionen ein sich an den einzelnen Veranstaltungen zu beteiligen und sich gegen rechte Tendenzen zu engagieren!

Mehr Info zu den Aktionstagen findest du hier: http://rockgegenrechts.square7.ch/?p=1095

 

 13. bis 22. Juli 2012 Köln/Düsseldorf: No Border Camp 2012

Das “No Border Camp” ist ein Aktionscamp mit einem vielfältigen Programm: Workshops, Diskussionen, Aktionen, Vernetzung, Konzerte…

Es ist ein Raum um sich gemeinsam und in verschiedenen Formen mit (Sammel-)Abschiebungen, Frontex, Antiziganismus, Alltagsrassismus und rechten Diskursen zu beschäftigen und Widerstand zu leisten. Kommt zum Camp, kommt mit Workshops, Aktionen oder einfach nur so! No Borders – No Nations!

mehr Informationen, inhaltliche Texte, Programm und Termine findet ihr auf der Homepage zum Camp: http://noborder.antira.info/

Habt ihr weitere Hinweise, Demoaufrufe, Aktionen? Schreibt uns doch einen Kommentar oder eine Mail an nonazinet@amadeu-antonio-stiftung.de.