Was ist israelbezogener Antisemitismus?

Vor 1945 gab es sehr viele Menschen, die offen zu ihrem Antisemitismus (= Hass gegen Jüdinnen und Juden) standen. Sie gründeten Gruppierungen wie die „Antisemitenliga“, also Vereine, die sich sehr bewusst des Wortes Antisemitismus bedienten.  Nach dem Ende des Nationalsozialismus 1945 und der Ermordung von ca. sechs Millionen Jüdinnen und Juden – dem Holocaust – war es dagegen logischerweise gesellschaftlich geächtet als Antisemit*in aufzutreten. Allerdings gab und gibt es auch nach dem Holocaust noch Antisemitismus. Auch bei vielen Menschen, die sich eigentlich gegen Nazis engagieren.

Seit 1945 legen Antisemit*innen großen Wert darauf, nicht mehr als „Antisemit*innen“ erkannt zu werden, um ihren Hass gegen Jüdinnen und Juden ungeächtet weiter ausleben zu können. Daher versuchen sie ihren Antisemitismus zu tarnen. Eine der beliebten Formen der “Tarnung” ist es, Antisemitismus als „Kritik“ am jüdischen Staat Israel zu äußern. (mehr…)