Dienstagsvideotip: Riot Brigade – more to learn

Da wir uns derzeit intensiv mit problematischen Inhalten in Musik und Subkultur beschäftigen, wollen wir euch unbedingt auch zeigen, dass es viele Künstler*innen gibt, deren Musik nicht nur gut, sondern auch politisch ist! Letzte Woche haben wir bereits die Band Feine Sahne Fischfilet vorgestellt, die sich mit ihren Texten, Konzerten und politischem Engagement aktiv gegen Neonazis positioniert.

Auch die Punk-Band Riot Brigade wollen wir euch als Musik mit Message nicht vorenthalten! Danke für den Tipp bei Facebook, Christoph. Im Video zum Song “more to learn” setzen die Punks ein klares Zeichen gegen Stereotype und Vorurteile. Aber seht selbst:

Riot Brigade schauen auf 10 Jahre Bandgeschichte zurück: Inhaltlich wie musikalisch haben sie sich weiter entwickelt. Dennoch ging die Band stets offen mit ihrem politischen Anspruch um. Selten war Punk durchgehend so politisch! “Riot Brigade steht für Freiheit, Gleichberechtigung und spricht sich gegen Diskriminierung jeglicher Art aus” sagen sie in einem Interview mit dem Pogoradio. Und das sagen sie nicht nur, sie machen es auch praktisch: Nicht nur in Interviews oder auf ihrer Facebook Seite ist das Engagement gegen menschenverachtende Ideologien nicht zu übersehen, sie schreiben auch viele Texte über Geschichtsrevisionismus, Engagement gegen Neonazis, Rassismus und Nationalismus. Sie spielen Konzerte zu “Soli-Zwecken”, um lokale Initiativen und Strukturen zu unterstützen. Auch vor “Szene-Kritik” scheuen sie nicht: Grauzonen-Musik oder prolliges Verhalten, Homophobie und Sexismus im Hardcore/Punk werden problematisiert und angesprochen. In der Musik von Riot Brigade wird Kritik und Melodie, Pogo- Party und Politik wunderbar miteinander vereint.

Was für Musik hört ihr gerne? Welche Bands oder Musiker*innen machen tolle Mukke ohne rassistische oder sexistische Inhalte? Wir freuen uns über Mails oder Nachrichten an: nonazinet@amadeu-antonio-stiftung.de.

Bist du schwul oder was? warum Schwul kein Schimpfwort ist.

“Hey du Schwuchtel, lass mich durch!” schreit Marleen Markus an, als er ihr den Weg ins Klassenzimmer versperrt. Am 17. Mai, also heute, ist internationaler Tag gegen Homophobie, die Diskriminierung von Schwulen und Lesben ist leider an der Tagesordnung, deshalb nutzen wir den aktuellen Anlass dafür, das Thema noch einmal genauer unter die Lupe zu nehmen! Laut einer Studie der Humbolt Universität Berlin, verwenden 62 Prozent der Berliner Sechstklässler*innen die Begriffe „Schwuchtel“ und „schwul“ als Schimpfwort.

Ob Homo, Gay, Lesbe,Schwuchtel oder Schwul für Viele haben sich diese Wörter im alltäglichen Sprachgebrauch als Synonym für “Scheiße” oder “abnormal” eingebürgert. Jugendliche und auch Erwachsene verwenden die Begriffe im täglichen Sprachgebrauch als abwertende und negative Adjektive. 

Ganz schön Schlimm finden wir das! Wieso, weshalb, warum? erfahrt ihr hier!

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Dossier zum Thema “Homophobie”

Foto von der Gruenen Jugend

 

Am 17. Mai ist der Internationale Tag gegen Homophobie. Dieser wird jährlich seit 2005 begangen um die Rechte von Schwulen und Lesben einzufordern und ein Zeichen gegen Homophobie zu setzen.

Aber was ist eigentlich genau Homophobie und wie äußern sich Vorurteile gegen Schwule, Lesben und Bisexuelle? In der Vergangenheit haben wir einige Texte rund um das Thema verfasst, die wir euch hier noch einmal gebündelt präsentieren wollen – damit ihr morgen mit viel Wissen und genügend Hintergrundinformationen gegen Homophobie und Intoleranz aktiv werden könnt.

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Gleichberechtigung für Homosexuelle: Noch ein langer Weg (4)

In den letzten Artikeln zum Thema “Gleichberechtigung für Homosexuelle: Noch ein langer Weg” haben wir uns mit Homosexualität allgemein  und diskriminierenden Gesetzen in Deutschland beschäftigt (Teil 2 und  Teil3). In diesem letzten Teil unserer Serie wollen wir uns anschauen, mit welchen alltäglichen Diskriminierungen Schwule und Lesben konfrontiert werden.

Homophobie im Alltag

Schwule und Lesben haben nicht nur unter Gesetzen zu leiden, sondern auch unter Vorurteilen in der Gesellschaft. Homosexualität ist in unserer Gesellschaft zwar erlaubt, trotzdem werden Schwule und Lesben alltäglich mit menschenverachtenden Einstellungen konfrontiert.

Die Abwertung von Schwulen und Lesben nennt man Homophobie. Diese äußert sich in abfälligen Bemerkungen gegenüber gleichgeschlechtlichen Paare, die in der Öffentlichkeit Händchen halten oder sich Küssen. Aber auch in Schimpfwörtern, wie z.B „Schwuchtel“ oder “Kampflesbe”, die oftmals im Klassenzimmer oder auf dem Schulhof fallen. Sehr beliebt ist es auch, negative Dinge als „schwul“ zu bezeichnen.

Pro Homo!

Diese Wörter, die bei vielen Menschen im Wortschatz enthalten sind, sind für viele Menschen sehr verletztend. Auch wenn sie oft als „lustig“ oder „witzig“ empfunden werden, haben die betroffenden Personen kein Grund zu lachen. Denn die sexuelle Orientierung ist keine Sache wofür man sich entscheiden kann. Man kann Menschen auch nicht aufgrund ihrere sexuellen Orientierung bewerten.

Ob jemand heterosexuell, homosexuell oder bisexuell (das Begehren beider Geschlechter) ist, sagt nur etwas über die sexuelle Orientierung der Person aus – mehr nicht. Und eigentlich ist es doch total schön, wenn Menschen sich lieben. Und dabei ist es doch ganz egal, welches Geschlecht sie haben!

 

Gleichberechtigung für Homosexuelle: Noch ein langer Weg (3)

Schwule und Lesben erfahren Diskriminierung in Deutschland auf ganz unterschiedlicher Art und Weise. Diese geschieht nicht nur durch Wörter und Verhalten von Mitmenschen, sondern auch durch Gesetze. Letzte Woche haben wir uns angesehen welche Unterschiede zwischen einer heterosexuellen Ehe und einer “eingetragenen Lebenspartnerschaft” von homosexuellen Paaren bestehen. (Link zum Artikel) Heute wollen wir uns anschauen was es heißt, wenn homosexuelle Paare Kinder adoptieren wollen.

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Gleichberechtigung für Homosexuelle: Noch ein langer Weg (1)

Das Thema “Gleichberechtigung von Homosexuellen” wird noch nicht lange öffentlich besprochen. Erst seit 1969 ist der Sex zwischen zwei erwachsenen Männern nicht mehr strafbar.

Im Jahr 1990, also erst vor 22 Jahren, küsste sich das erste Mal ein schwules Pärchen im Fernsehen. Und auch wenn heutzutage in Deutschland Homosexualität nicht mehr strafbar ist, erfahren Lesben und Schwule dennoch häufig verschiedene Formen von Diskriminierung.

Vielleicht kennt ihr das auch? Würdet ihr euch bei jeder Gelegenheit und in jeder Situation trauen, zu zeigen, dass ihr in eure Freundin bzw euren Freund verliebt seid? Und wenn ihr euch eher als heterosexuell wahrnehmt – wie wäre es denn, wenn ihr in der Öffentlichkeit plötzlich mit eurer besten Freundin oder eurem besten Freund knutschen würdet? Mit welchen Reaktionen rechnet ihr?

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Gleichberechtigung für Homosexuelle: Noch ein langer Weg (2)

Die Diskriminierung von Schwulen und Lesben verläuft auf ganz unterschiedlichen Ebenen. Seit dem 1. August 2001 werden in Deutschland “gleichgeschlechtliche Partnerschaften”, also Partnerschaften zwischen Mann & Mann bzw. zwischen Frau & Frau rechtlich anerkannt. Diese Veränderung bedeutet einen wichtigen Schritt für viele Homosexuelle in Deutschland. Trotzdem besitzt  eine ” eingetragene gleichgeschlechtliche Partnerschaft” und die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau nicht die gleichen Rechte.

Homosexuelle Paare werden durch die Gesetzgebung in Deutschland benachteiligt

23.000 Paare haben sich seit der rechtlichen Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften im Jahr 2001 anerkennen lassen. Diese Paare haben sich dafür entschieden, weil sie sich lieben und das auch der Öffentlichkeit zeigen wollen. Trotzdem besitzt die offiziell eingetragene Lebenspartnerschaft (noch) nicht die gleichen Rechte wie eine heterosexuelle Ehe. Gerade im Bereich der Steuererleichterungen, die verheiratete Menschen besitzen, werden homosexuelle Paare benachteiligt. Denn diese müssen genauso viele Steuern zahlen wie Menschen, die alleine leben.

Was haben denn Steuern mit der Diskriminierung von Homosexuellen zu tun?

Menschen, die in Deutschland leben, werden in verschiedene Steuerklassen eingeteilt. Dabei entscheidet das Einkommen, das Vermögen und eben auch die privaten Lebensumstände, zu welcher Steuerklasse Personen gehören. Die verschiedene Steuerklasse entscheiden darüber wie viel Steuern Menschen im Jahr bezahlen müssen.  Verheiratete Menschen sind allein lebenden Personen gegenüber besser gestellt, das gilt auch für Menschen mit Kindern. Das Ziel dahinter: Viele Menschen sollen heiraten und Kinder bekommen, denn das wirke sich positiv auf Deutschland aus. Das steckt auch dahinter, wenn  konservative Politiker*innen oder die katholische Kirche sagen, das “die Ehe eine Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau sei”. Sie wollen die heterosexuelle Ehe “schützen”, denn nur diese könne den  “Fortbestand der deutschen Gesellschaft” sichern.

Folgen dieser Argumentation

Dieses Denken und die dazugehörigen Gesetze sind diskriminierend. Denn Menschen suchen sich ihre sexuelle Identität nicht aus. Dass die Liebe und die Zuneigung zwischen einem gleichgeschlechtlichen Paar genauso stark und schön ist, wie bei einem heterosexuellen Pärchen, wird dabei verdrängt. Und dies sollte doch im Vordergrund einer Beziehung stehen. Die Menschen werden also aufgrund ihrere sexuellen Identität unterschiedlich behandelt. Sie haben also unter Gesetzen zu leiden, die ihnen nicht die gleichen Rechte wie heterosexuellen Partnerschaften zu gestehen.  Damit wird Homosexualität auch gesetzlich  immer noch nicht als etwas “Normales” angesehen.

Nächste Woche geht es mit Teil 3 weiter.  Dort beschäftigen wir uns  mit welchen Diskriminierungen homosexuelle Paare konfrontiert werden, wenn sie Kinder adoptieren wollen. Also: Fortsetzung folgt!

Text von Olga Wendtke

Sternchen-Schreiber*innen

Habt ihr euch schon gefragt, warum in vielen Texten auf no-nazi.net ganz oft mitten im Wort ein Stern auftaucht? Dann ist euch aber sicherlich auch aufgefallen, dass es sich dabei um Wörter handelt, von denen es eine weibliche und eine männliche Schreibweise gibt.

Was hat der Stern nun aber genau zu bedeuten? Schauen wir uns mal an, was der Stern alles so kann! (mehr…)

NPD – Friede, Freude, Familienglück?!

Bei der NPD nimmt die „Familie“ eine wichtige Rolle in ihrer rechtsextremen Ideologie ein. Die Partei präsentiert sich kinder-und familienfreundlich und gibt vor, sich auch für Rechte von Frauen einzusetzen.

Dahinter steckt jedoch wie immer ihrer völkischen Ideologie und damit auch Rassismus, Sexismus und Homophobie! (mehr…)

17. Mai – Internationaler Tag gegen Homophobie

Der Begriff „Phobie“ bedeutet eine grundlose “Angst” oder “Furcht”, also bezeichnet „Homophobie“ die nicht-begründbare “Furcht vor Homosexualität”. Die Vorstellung, dass schwul oder oder lesbisch etwas Schlechtes oder „Unnatürliches“ sei, ist immer noch weit verbreitet. Doch warum?

Homosexualität ist nur eine der vielen verschiedenen Formen von Liebe.
Homosexuelle haben seltsamerweise immer noch nicht die gleichen Rechte und sind im Alltag oftmals von Diskriminierung betroffen.

Lange Zeit wurde Homosexualität auch in Deutschland als eine psychische Krankheit angesehen. Als einen Schritt gegen diese Homophobie strich am 17. Mai 1992 die Weltgesundheitsorganisation (Sonderorganisation der Vereinten Nationen) Homosexualität von der Liste psychischer Krankheiten.

Daraufhin wurde der 17. Mai zum Internationalen Tag gegen Homophobie ausgerufen.

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Auswertung: WELCHE ARTEN VON DISKRIMINIERUNG HAST DU SCHON IN DEINEM UMFELD ERLEBT?

Wir wollten von Euch wissen: Welche Arten von Diskriminierung sind Dir schon in Deinem Umfeld aufgefallen? (mehr…)