Internationale Wochen gegen Rassismus

Vom 10. bis zum 23. März 2014 finden die “Internationalen Wochen gegen Rassismus” statt. Die dazugehörige Onlinepräsenz liefert nicht nur interessantes Hintergrundmaterial rund um das Thema Rassismus sondern informiert auch über alle geplanten Veranstaltungen. Dieses Jahr beteiligen sich mehr als 70 Organisationen an der Aktion, die vom Interkulturellen Rat ausgerufen wird.

(mehr …)

Erneute Auflage der Broschüre “Liken. Teilen. Hetzen. Neonazi-Kampagnen in Sozialen Netzwerken”

Unsere Broschüre “Liken. Teilen. Hetzen. Neonazi-Kampagnen in Sozialen Netzwerken“, die bereits nach einem Monat komplett vergriffen war, ist endlich neu aufgelegt worden und kann nun auch wieder als Printexemplar gegen Erstattung der Portokosten bei uns bestellt werden unter nonazinet@amadeu-antonio-stiftung.de. Und steht hier auch als Einzelseiten zum Download bereit.

no-nazi.net-Workshop im cassiopeia Berlin am 24. August 2013

Logo no-nazi.netAm 24. August 2013 von 16h bis 20h im cassiopeia Berlin! Seid ihr dabei? 

Soziale Medien sind heute für viele Menschen der Ort, um sich auszutauschen, sich zu informieren und Position zu beziehen. Auch Neonazis nutzen diese direkte Ansprachemöglichkeit gezielt. Sie wissen, dass hier die Hemmschwelle beim Kontakt niedriger ist und dass sie mit humoristisch formulierter Hetze, kernigen Diskussionsbeiträgen oder rechtsextremer Musik große Verbreitungserfolge erzielen können. Rechtsextreme lassen rassistische, antisemitische und demokratiefeindliche Positionen in politische oder gänzlich unpolitische Diskussionen einfließen, um sie als „legitime Meinungsäußerungen“ erscheinen zu lassen. Ihre Hauptzielgruppe sind dabei Menschen, die in ihrem Demokratieverständnis noch nicht gefestigt sind. Die Wortergreifung erfolgt auf verschiedenen Ebenen. Weil viele dieser Annäherungsversuche geschickt formuliert und nur im Kontext als rechtsextrem kenntlich sind, kann man ihnen häufig strafrechtlich nicht begegnen.

Im Workshop soll gemeinsam erarbeitet werden, wie man Neonazis in den Sozialen Netzwerken erkennt, was sie dort machen, welche Argumentationsstrategien von Rechtsextremen in den Sozialen Netzwerken zu finden sind, welche Verschwörungstheorien gerade populär sind und wie man darauf reagieren kann.

Wir geben einen Überblick zu Auftrittsformen, Zielen und Strategien, denn der erste Schritt zur Gegenwehr ist das Identifizieren und Erkennen menschenverachtender Inhalte. Dabei arbeiten wir mit aktuellen Beispielen und beziehen auch neuste Entwicklungen in der rechtsextremen Szene mit ein. Auch dort entstehen neue Kampagnen, WebTV-Sender und Gruppierungen, deren Auftritte immer professioneller und ansprechender aufbereitet werden. Weiter beschäftigt sich der Workshop mit rechtsextremen Kampagnen im Netz, über die Aufmerksamkeit und Zustimmung erzeugt werden sollen.

Und was kann jede*r von uns tun? Denkanstöße, Hinweise auf weiterführende Informationen sowie Argumentationshilfen runden das Seminar ab.

Am 24. August 2013 von 16h bis 20h! Seid ihr dabei? Dann meldet euch schnell an unter nonazinet@amadeu-antonio-stiftung.de. Der Workshop ist kostenfrei und für alle Interessierten, die sich bis zum 22. August angemeldet haben!

Dienstagsfilmtipp: Spuck auf Rechts #14_Farbeon

Tataaa…! -Heute empfehlen wir euch wieder einmal ein Video aus der “Spuck auf Rechts”-Reihe! Im Lied #14  erteilt der Rapper Farbeon mit flowigen Beats und scharfen Reimen Neonazis und Rassismus eine Absage.

“Wir kämpfen für das Recht – Wir kämpfen gegen Rechts!” heißt es im Refrain:

Farbeon ist einer der einflussreichsten Stimmen in der Hip Hop Szene New York’s. Er ist Künstler, Lehrer, und ein „agent of change” („Agent der Veränderung“). So gibt er häufig Workshops, möchte die Geschichte des Hip Hop vermitteln, den Austausch und Dialog fördern und dadurch den Weg für zukünftige HipHop-Aktivist*innen ebnen. In der Auseinandersetzung mit der Hip Hop Kultur setzt er sich also auch für Gleichberechtigung ein und will Vorurteile und Unterdrückung aktiv bekämpfen.

Das Musik-Projekt “Spuck auf Rechts” wurde vom Künstler Gigoflow von der Gruppe Gitta Spitta Mitte November 2012 ins Leben gerufen. Gemeinsam mit vielen anderen Rapper*innen möchte er Musik gegen Rassismus produzieren.

Welchen Einfluss hat Musik (Musikszene, Musikkontexte) auf euch? Seid ihr auch der Meinung, dass die Auseinandersetzung mit Musik ein guter Weg ist um Vorurteile und Rassismus zu bekämpfen? Wir sind gespannt auf eure Mails! Schickt sie uns an: nonazinet@amadeu-antonio-stiftung.de!

LET’S FETZ GEGEN RECHTS – WAS GEHT DIESE WOCHE? – 27. KW 2013

MACH MIT, BRING DICH EIN, ODER KOMM VORBEI! In Gera, Berlin, Halle, Ludwigsburg, Hamburg, Bühl, Heilbronn, Nürnberg, Bielefeld… und auch in deiner Stadt!?

Wenn ihr weitere Hinweise, Demoaufrufe, Aktionen habt, dann schreibt uns doch einen Kommentar oder eine Mail an nonazinet@amadeu-antonio-stiftung.de!

(mehr …)

Dienstagsvideotip: Riot Brigade – more to learn

Da wir uns derzeit intensiv mit problematischen Inhalten in Musik und Subkultur beschäftigen, wollen wir euch unbedingt auch zeigen, dass es viele Künstler*innen gibt, deren Musik nicht nur gut, sondern auch politisch ist! Letzte Woche haben wir bereits die Band Feine Sahne Fischfilet vorgestellt, die sich mit ihren Texten, Konzerten und politischem Engagement aktiv gegen Neonazis positioniert.

Auch die Punk-Band Riot Brigade wollen wir euch als Musik mit Message nicht vorenthalten! Danke für den Tipp bei Facebook, Christoph. Im Video zum Song “more to learn” setzen die Punks ein klares Zeichen gegen Stereotype und Vorurteile. Aber seht selbst:

Riot Brigade schauen auf 10 Jahre Bandgeschichte zurück: Inhaltlich wie musikalisch haben sie sich weiter entwickelt. Dennoch ging die Band stets offen mit ihrem politischen Anspruch um. Selten war Punk durchgehend so politisch! “Riot Brigade steht für Freiheit, Gleichberechtigung und spricht sich gegen Diskriminierung jeglicher Art aus” sagen sie in einem Interview mit dem Pogoradio. Und das sagen sie nicht nur, sie machen es auch praktisch: Nicht nur in Interviews oder auf ihrer Facebook Seite ist das Engagement gegen menschenverachtende Ideologien nicht zu übersehen, sie schreiben auch viele Texte über Geschichtsrevisionismus, Engagement gegen Neonazis, Rassismus und Nationalismus. Sie spielen Konzerte zu “Soli-Zwecken”, um lokale Initiativen und Strukturen zu unterstützen. Auch vor “Szene-Kritik” scheuen sie nicht: Grauzonen-Musik oder prolliges Verhalten, Homophobie und Sexismus im Hardcore/Punk werden problematisiert und angesprochen. In der Musik von Riot Brigade wird Kritik und Melodie, Pogo- Party und Politik wunderbar miteinander vereint.

Was für Musik hört ihr gerne? Welche Bands oder Musiker*innen machen tolle Mukke ohne rassistische oder sexistische Inhalte? Wir freuen uns über Mails oder Nachrichten an: nonazinet@amadeu-antonio-stiftung.de.

Dienstagsvideotipp: Feine Sahne Fischfilet -Mit dir

Wir berichten viel über Neonazis, Rassismus und andere menschenverachtende Einstellungen. Es gibt aber zum Glück auch viele Menschen, die sich dagegen stellen – auch in der Musiklandschaft.

Feine Sahne Fischfilet, Punkband aus Mecklenburg-Vorpommern, gehört definitiv zu den Bands, die in ihrer Musik Neonazis eine klare Absage erteilen. Das Lied “Mit dir” finden wir besonders toll: Es geht um Liebe, Freundschaft und eine gute Zeit -und das ganz ohne Neonazis und Homophobie. Aber seht selbst:

Was für Musik hört ihr gerne? Welche Bands oder Musiker*innen machen tolle Mukke, ohne rassistische oder sexistische Inhalte? Wir freuen uns über Mails oder Nachrichten an: nonazinet@amadeu-antonio-stiftung.de.

Erster Mai, nicht Nazifrei – was war los in Berlin und Dortmund?

Letzte Woche haben wir über die generelle Bedeutung des 1.ten Mai berichtet (mehr dazu hier) und euch die geplanten Aktionen für den Tag vorgestellt: über die Naziaufmärsche in Frankfurt, Dortmund, Erfurt, Berlin und Würzburg informiert und uns die Aufrufe der Gegenproteste angeschaut. Heute, einen Tag danach, hoffen wir, dass ihr an erfolgreichen Protesten teilgenommen habt und alle unversehrt seid. Leider wurden beide Veranstaltungen nicht blockiert oder komplett verhindert, dennoch wurde sowohl in Berlin- Schöneweide als auch in Dortmund ein deutliches Zeichen gegen Nazis gesetzt! Wir haben euch mal einige Eindrücke von uns aus Berlin und Dortmund zusammengestellt, morgen werden wir außerdem noch über Frankfurt am Main berrichten!

(mehr …)