Dienstagsvideotipp: Feine Sahne Fischfilet -Mit dir

Wir berichten viel über Neonazis, Rassismus und andere menschenverachtende Einstellungen. Es gibt aber zum Glück auch viele Menschen, die sich dagegen stellen – auch in der Musiklandschaft.

Feine Sahne Fischfilet, Punkband aus Mecklenburg-Vorpommern, gehört definitiv zu den Bands, die in ihrer Musik Neonazis eine klare Absage erteilen. Das Lied “Mit dir” finden wir besonders toll: Es geht um Liebe, Freundschaft und eine gute Zeit -und das ganz ohne Neonazis und Homophobie. Aber seht selbst:

Was für Musik hört ihr gerne? Welche Bands oder Musiker*innen machen tolle Mukke, ohne rassistische oder sexistische Inhalte? Wir freuen uns über Mails oder Nachrichten an: nonazinet@amadeu-antonio-stiftung.de.

Gleichberechtigung für Homosexuelle: Noch ein langer Weg (1)

Das Thema “Gleichberechtigung von Homosexuellen” wird noch nicht lange öffentlich besprochen. Erst seit 1969 ist der Sex zwischen zwei erwachsenen Männern nicht mehr strafbar.

Im Jahr 1990, also erst vor 22 Jahren, küsste sich das erste Mal ein schwules Pärchen im Fernsehen. Und auch wenn heutzutage in Deutschland Homosexualität nicht mehr strafbar ist, erfahren Lesben und Schwule dennoch häufig verschiedene Formen von Diskriminierung.

Vielleicht kennt ihr das auch? Würdet ihr euch bei jeder Gelegenheit und in jeder Situation trauen, zu zeigen, dass ihr in eure Freundin bzw euren Freund verliebt seid? Und wenn ihr euch eher als heterosexuell wahrnehmt – wie wäre es denn, wenn ihr in der Öffentlichkeit plötzlich mit eurer besten Freundin oder eurem besten Freund knutschen würdet? Mit welchen Reaktionen rechnet ihr?

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Gleichberechtigung für Homosexuelle: Noch ein langer Weg (2)

Die Diskriminierung von Schwulen und Lesben verläuft auf ganz unterschiedlichen Ebenen. Seit dem 1. August 2001 werden in Deutschland “gleichgeschlechtliche Partnerschaften”, also Partnerschaften zwischen Mann & Mann bzw. zwischen Frau & Frau rechtlich anerkannt. Diese Veränderung bedeutet einen wichtigen Schritt für viele Homosexuelle in Deutschland. Trotzdem besitzt  eine ” eingetragene gleichgeschlechtliche Partnerschaft” und die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau nicht die gleichen Rechte.

Homosexuelle Paare werden durch die Gesetzgebung in Deutschland benachteiligt

23.000 Paare haben sich seit der rechtlichen Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften im Jahr 2001 anerkennen lassen. Diese Paare haben sich dafür entschieden, weil sie sich lieben und das auch der Öffentlichkeit zeigen wollen. Trotzdem besitzt die offiziell eingetragene Lebenspartnerschaft (noch) nicht die gleichen Rechte wie eine heterosexuelle Ehe. Gerade im Bereich der Steuererleichterungen, die verheiratete Menschen besitzen, werden homosexuelle Paare benachteiligt. Denn diese müssen genauso viele Steuern zahlen wie Menschen, die alleine leben.

Was haben denn Steuern mit der Diskriminierung von Homosexuellen zu tun?

Menschen, die in Deutschland leben, werden in verschiedene Steuerklassen eingeteilt. Dabei entscheidet das Einkommen, das Vermögen und eben auch die privaten Lebensumstände, zu welcher Steuerklasse Personen gehören. Die verschiedene Steuerklasse entscheiden darüber wie viel Steuern Menschen im Jahr bezahlen müssen.  Verheiratete Menschen sind allein lebenden Personen gegenüber besser gestellt, das gilt auch für Menschen mit Kindern. Das Ziel dahinter: Viele Menschen sollen heiraten und Kinder bekommen, denn das wirke sich positiv auf Deutschland aus. Das steckt auch dahinter, wenn  konservative Politiker*innen oder die katholische Kirche sagen, das “die Ehe eine Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau sei”. Sie wollen die heterosexuelle Ehe “schützen”, denn nur diese könne den  “Fortbestand der deutschen Gesellschaft” sichern.

Folgen dieser Argumentation

Dieses Denken und die dazugehörigen Gesetze sind diskriminierend. Denn Menschen suchen sich ihre sexuelle Identität nicht aus. Dass die Liebe und die Zuneigung zwischen einem gleichgeschlechtlichen Paar genauso stark und schön ist, wie bei einem heterosexuellen Pärchen, wird dabei verdrängt. Und dies sollte doch im Vordergrund einer Beziehung stehen. Die Menschen werden also aufgrund ihrere sexuellen Identität unterschiedlich behandelt. Sie haben also unter Gesetzen zu leiden, die ihnen nicht die gleichen Rechte wie heterosexuellen Partnerschaften zu gestehen.  Damit wird Homosexualität auch gesetzlich  immer noch nicht als etwas “Normales” angesehen.

Nächste Woche geht es mit Teil 3 weiter.  Dort beschäftigen wir uns  mit welchen Diskriminierungen homosexuelle Paare konfrontiert werden, wenn sie Kinder adoptieren wollen. Also: Fortsetzung folgt!

Text von Olga Wendtke

17. Mai – Internationaler Tag gegen Homophobie

Der Begriff „Phobie“ bedeutet eine grundlose “Angst” oder “Furcht”, also bezeichnet „Homophobie“ die nicht-begründbare “Furcht vor Homosexualität”. Die Vorstellung, dass schwul oder oder lesbisch etwas Schlechtes oder „Unnatürliches“ sei, ist immer noch weit verbreitet. Doch warum?

Homosexualität ist nur eine der vielen verschiedenen Formen von Liebe.
Homosexuelle haben seltsamerweise immer noch nicht die gleichen Rechte und sind im Alltag oftmals von Diskriminierung betroffen.

Lange Zeit wurde Homosexualität auch in Deutschland als eine psychische Krankheit angesehen. Als einen Schritt gegen diese Homophobie strich am 17. Mai 1992 die Weltgesundheitsorganisation (Sonderorganisation der Vereinten Nationen) Homosexualität von der Liste psychischer Krankheiten.

Daraufhin wurde der 17. Mai zum Internationalen Tag gegen Homophobie ausgerufen.

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