Bist du schwul oder was? warum Schwul kein Schimpfwort ist.

“Hey du Schwuchtel, lass mich durch!” schreit Marleen Markus an, als er ihr den Weg ins Klassenzimmer versperrt. Am 17. Mai, also heute, ist internationaler Tag gegen Homophobie, die Diskriminierung von Schwulen und Lesben ist leider an der Tagesordnung, deshalb nutzen wir den aktuellen Anlass dafür, das Thema noch einmal genauer unter die Lupe zu nehmen! Laut einer Studie der Humbolt Universität Berlin, verwenden 62 Prozent der Berliner Sechstklässler*innen die Begriffe „Schwuchtel“ und „schwul“ als Schimpfwort.

Ob Homo, Gay, Lesbe,Schwuchtel oder Schwul für Viele haben sich diese Wörter im alltäglichen Sprachgebrauch als Synonym für “Scheiße” oder “abnormal” eingebürgert. Jugendliche und auch Erwachsene verwenden die Begriffe im täglichen Sprachgebrauch als abwertende und negative Adjektive. 

Ganz schön Schlimm finden wir das! Wieso, weshalb, warum? erfahrt ihr hier!

(mehr…)

Erster Mai, nicht Nazifrei – was war los in Berlin und Dortmund?

Letzte Woche haben wir über die generelle Bedeutung des 1.ten Mai berichtet (mehr dazu hier) und euch die geplanten Aktionen für den Tag vorgestellt: über die Naziaufmärsche in Frankfurt, Dortmund, Erfurt, Berlin und Würzburg informiert und uns die Aufrufe der Gegenproteste angeschaut. Heute, einen Tag danach, hoffen wir, dass ihr an erfolgreichen Protesten teilgenommen habt und alle unversehrt seid. Leider wurden beide Veranstaltungen nicht blockiert oder komplett verhindert, dennoch wurde sowohl in Berlin- Schöneweide als auch in Dortmund ein deutliches Zeichen gegen Nazis gesetzt! Wir haben euch mal einige Eindrücke von uns aus Berlin und Dortmund zusammengestellt, morgen werden wir außerdem noch über Frankfurt am Main berrichten!

(mehr…)

Active voice!

Interview mit dem Netzwerk für Demokratie und Courage

Immer wieder stoßen wir auf rechtsextreme, rassistische, antisemitische, antiziganistische und weitere menschenfeindliche Inhalte. Puh. Das kann ganz schön ermüdend sein. Umso motivierender ist es zu sehen, dass auch viele Menschen dagegen sind und sich für ein respektvolles Miteinander einsetzen!

Es gibt viele verschiedene Organisationsarten und Formen der Vernetzung, um gegen menschenverachtende Einstellungen aktiv zu werden! Das gibt wieder Energie!

Nachdem wir bereits ein Interview mit  Amaro Foro e.V.   und der Naturfreundejugend Berlin geführt haben, setzen wir unserer Reihe mit einem Interview dem Netzwerk für Demokratie und Courage (NDC)  fort. 

(mehr…)

Kein Platz für Nazi-Phrasen!

Argumentieren gegen Rechts

Foto: kebox/fotolia

Was tun, wenn wir in Sozialen Netzwerken unterwegs sind und dabei auf diskriminierende Aussagen treffen? Neonazis, die über Kommentare rassistische Vourteile auspacken und eine Flut von vermeintlichen Argumentationen ausschütten?

Ignorieren? Und die dumpfen Aussagen einfach so stehen lassen!? Oder doch lieber darauf eingehen und versuchen dagegen zu argumentieren? Bringt das überhaupt was? Diskutieren mit Nazis? (mehr…)

Active voice!

Interview mit der Naturfreundejugend Berlin


Immer wieder stoßen wir auf rechtsextreme, rassistische, antisemitische, antiziganistische und weitere menschenfeindliche Inhalte. Puh. Das kann ganz schön ermüdend sein. Umso motivierender ist es zu sehen, dass auch viele Menschen dagegen sind und sich für ein respektvolles Miteinander einsetzen!

Es gibt viele verschiedene Organisationsarten und Formen der Vernetzung, um gegen menschenverachtende Einstellungen aktiv zu werden! Das gibt wieder Energie!

Nachdem wir bereits ein Interview mit Amaro Foro e.V.  geführt haben, setzen wir unserer Reihe mit einem Interview der Naturfreundejugend Berlin fort.  (mehr…)

Active voice!

Interview mit Regina vom Jugendverband Amaro Foro e.V. in Berlin 

 

 

 

 

Immer wieder stoßen wir auf rechtsextreme, rassistische, antisemitische, antiziganistische und weitere menschenfeindliche Inhalte. Puh. Das kann ganz schön ermüdend sein. Umso motivierender ist es zu sehen, dass auch viele Menschen dagegen sind und sich für ein respektvolles Miteinander einsetzen!

Es gibt viele verschiedene Organisationsarten und Formen der Vernetzung, um gegen menschenverachtende Einstellungen aktiv zu werden! Das gibt wieder Energie!

Und deshalb beginnen wir heute mit unserer Interview-Reihe! Regina von Amaro Foro stellt sich und ihre Aktivität beim Jugendverband vor und zeigt damit eine Möglichkeit auf, wie man aktiv werden kann!

Amaro Foro ist ein interkultureller Jugendverband von Roma und nicht-Roma. Durch Empowerment, Mobilisierung, Selbstorganisation und Partizipation soll gemeinsame Verantwortung in der Gesellschaft und gegenseitigen Respekt fördern.

(mehr…)

Gleichberechtigung für Homosexuelle: Noch ein langer Weg (1)

Das Thema “Gleichberechtigung von Homosexuellen” wird noch nicht lange öffentlich besprochen. Erst seit 1969 ist der Sex zwischen zwei erwachsenen Männern nicht mehr strafbar.

Im Jahr 1990, also erst vor 22 Jahren, küsste sich das erste Mal ein schwules Pärchen im Fernsehen. Und auch wenn heutzutage in Deutschland Homosexualität nicht mehr strafbar ist, erfahren Lesben und Schwule dennoch häufig verschiedene Formen von Diskriminierung.

Vielleicht kennt ihr das auch? Würdet ihr euch bei jeder Gelegenheit und in jeder Situation trauen, zu zeigen, dass ihr in eure Freundin bzw euren Freund verliebt seid? Und wenn ihr euch eher als heterosexuell wahrnehmt – wie wäre es denn, wenn ihr in der Öffentlichkeit plötzlich mit eurer besten Freundin oder eurem besten Freund knutschen würdet? Mit welchen Reaktionen rechnet ihr?

(mehr…)

Gleichberechtigung für Homosexuelle: Noch ein langer Weg (2)

Die Diskriminierung von Schwulen und Lesben verläuft auf ganz unterschiedlichen Ebenen. Seit dem 1. August 2001 werden in Deutschland “gleichgeschlechtliche Partnerschaften”, also Partnerschaften zwischen Mann & Mann bzw. zwischen Frau & Frau rechtlich anerkannt. Diese Veränderung bedeutet einen wichtigen Schritt für viele Homosexuelle in Deutschland. Trotzdem besitzt  eine ” eingetragene gleichgeschlechtliche Partnerschaft” und die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau nicht die gleichen Rechte.

Homosexuelle Paare werden durch die Gesetzgebung in Deutschland benachteiligt

23.000 Paare haben sich seit der rechtlichen Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften im Jahr 2001 anerkennen lassen. Diese Paare haben sich dafür entschieden, weil sie sich lieben und das auch der Öffentlichkeit zeigen wollen. Trotzdem besitzt die offiziell eingetragene Lebenspartnerschaft (noch) nicht die gleichen Rechte wie eine heterosexuelle Ehe. Gerade im Bereich der Steuererleichterungen, die verheiratete Menschen besitzen, werden homosexuelle Paare benachteiligt. Denn diese müssen genauso viele Steuern zahlen wie Menschen, die alleine leben.

Was haben denn Steuern mit der Diskriminierung von Homosexuellen zu tun?

Menschen, die in Deutschland leben, werden in verschiedene Steuerklassen eingeteilt. Dabei entscheidet das Einkommen, das Vermögen und eben auch die privaten Lebensumstände, zu welcher Steuerklasse Personen gehören. Die verschiedene Steuerklasse entscheiden darüber wie viel Steuern Menschen im Jahr bezahlen müssen.  Verheiratete Menschen sind allein lebenden Personen gegenüber besser gestellt, das gilt auch für Menschen mit Kindern. Das Ziel dahinter: Viele Menschen sollen heiraten und Kinder bekommen, denn das wirke sich positiv auf Deutschland aus. Das steckt auch dahinter, wenn  konservative Politiker*innen oder die katholische Kirche sagen, das “die Ehe eine Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau sei”. Sie wollen die heterosexuelle Ehe “schützen”, denn nur diese könne den  “Fortbestand der deutschen Gesellschaft” sichern.

Folgen dieser Argumentation

Dieses Denken und die dazugehörigen Gesetze sind diskriminierend. Denn Menschen suchen sich ihre sexuelle Identität nicht aus. Dass die Liebe und die Zuneigung zwischen einem gleichgeschlechtlichen Paar genauso stark und schön ist, wie bei einem heterosexuellen Pärchen, wird dabei verdrängt. Und dies sollte doch im Vordergrund einer Beziehung stehen. Die Menschen werden also aufgrund ihrere sexuellen Identität unterschiedlich behandelt. Sie haben also unter Gesetzen zu leiden, die ihnen nicht die gleichen Rechte wie heterosexuellen Partnerschaften zu gestehen.  Damit wird Homosexualität auch gesetzlich  immer noch nicht als etwas “Normales” angesehen.

Nächste Woche geht es mit Teil 3 weiter.  Dort beschäftigen wir uns  mit welchen Diskriminierungen homosexuelle Paare konfrontiert werden, wenn sie Kinder adoptieren wollen. Also: Fortsetzung folgt!

Text von Olga Wendtke

Frag nnn: „Flüchtlinge vor dem Brandenburger Tor – warum?“

Momentan harren mehrere Flüchtlinge in eisiger Kälte vor dem Brandenburger Tor aus. Ihren Hungerstreik haben sie vor einer Woche beendet, nachdem sie 9 Tage keine Nahrung zu sich genommen haben. Obwohl die Polizei den Geflüchteten Isomatten, Schlafsäcke und sogar Wärmflaschen weggenommen hat, bleiben sie vor dem wichtigsten Wahrzeichen Deutschlands. Sie protestieren auf dieser radikalen Art und Weise gegen das Asylrecht in Deutschland. Aber warum? Wie leben eigentlich Asylsuchende in Deutschland? (mehr…)

Die andere Seite der Medaille

Der WDR hat 2010 ein Seminar der EU dokumentiert, in dem 15 wichtige Entscheidungsträger*innen aus 10 verschiedenen Ländern der EU für 5 Tage lang so genannte “Ausländer auf Probe” wurden und sich im Rahmen des Seminars durch alle möglichen Stationen kämpfen mussten, die man als Einwander*in in Europa bewältigen muss, um überhaupt einwandern zu dürfen.

Während ebenjene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Ministerien, Polizei und Einwanderungsbehörden das Seminar für 5 Tage nur fiktiv durchführen mussten, zeigt die Dokumentation deutlich auf, wie man sich fühlt, wenn man diese Schikanen als Flüchtling oder Arbeitssuchende erleben muss und dem nicht entkommen kann. Solch ein Seminar sollte als obligatorische Fortbildungsmaßnahme für alle Entscheidungsträger*innen in den genannten Positionen etabliert werden, oder?! Was denkt ihr?

Teil 1

Teil 2

Teil 3

17. Mai – Internationaler Tag gegen Homophobie

Der Begriff „Phobie“ bedeutet eine grundlose “Angst” oder “Furcht”, also bezeichnet „Homophobie“ die nicht-begründbare “Furcht vor Homosexualität”. Die Vorstellung, dass schwul oder oder lesbisch etwas Schlechtes oder „Unnatürliches“ sei, ist immer noch weit verbreitet. Doch warum?

Homosexualität ist nur eine der vielen verschiedenen Formen von Liebe.
Homosexuelle haben seltsamerweise immer noch nicht die gleichen Rechte und sind im Alltag oftmals von Diskriminierung betroffen.

Lange Zeit wurde Homosexualität auch in Deutschland als eine psychische Krankheit angesehen. Als einen Schritt gegen diese Homophobie strich am 17. Mai 1992 die Weltgesundheitsorganisation (Sonderorganisation der Vereinten Nationen) Homosexualität von der Liste psychischer Krankheiten.

Daraufhin wurde der 17. Mai zum Internationalen Tag gegen Homophobie ausgerufen.

(mehr…)

Alle Nice, das ist heiß – Du weißt, dass ich auf deine Vorurteile sch*

Ein Schulprojekt Sozialkunde für “Gerechte Sache (2012)”. no-nazi.net wünscht viel Spaß mit diesem gelungenen Song!

Habt ihr auch so tolle Videos gedreht oder wolltet schon immer mal was zu Thema machen? Yeah, auf geht’s! Ran an die Kamera und schickt uns das Video an nonazinet@amadeu-antonio-stiftung.de.