Aktionswochen gegen Antisemitismus 2012

Auch in diesem Jahr finden wieder die bundesweiten Aktionswochen gegen Antisemitismus statt. Sie jähren sich bereits zum 10. Mal. Werdet Teil der Aktionswochen!

Was sind die Aktionswochen?

Die Aktionswochen gegen Antisemitismus sind die bundesweit größte Kampagne gegen Antisemitismus. Das Ziel dieser Initiative ist es, an vielen Orten gleichzeitig rund um den 9. November ein breites Spektrum von Veranstaltungen gegen Antisemitismus zu organisieren, zu vernetzen und Diskussionen über verschiedene Facetten des Problems zu initiieren.

Mach auch Du mit!

Die Aktionswochen leben von den vielen unterschiedlichen Initiativen und Veranstaltungen vor Ort. Hier findet ihr den bundesweiten Aktionskalender. Schaut schnell mal nach, was in eurer Nähe stattfindet! Und wenn nichts für euch dabei ist, beraten wir euch gern bei eurer eigenen Aktion für die nächsten Aktionswochen! Wer sich mit Veranstaltungen an den Aktionswochen beteiligen möchte, kann sich gerne mit uns in Verbindung setzen. Unsere Kolleginnen und Kollegen der Amadeu Antonio Stiftung freuen sich sehr, wenn interessierte Initiativen und/oder einzelne Menschen sich mit Veranstaltungen unterschiedlichster Art beteiligen und natürlich die stattfindenden Veranstaltungen besuchen und bewerben :)

Teil der Aktionswochen können nahezu alle Veranstaltungen zum Thema Antisemitismus werden, die im Zeitraum Ende Oktober bis Mitte Dezember stattfinden. Wir freuen uns auf euch!

Frag no-nazi.net: Was tun mit dem islamfeindlichen Video?

Keine Provokation ist den Rechtspopulist*innen von “Pro Deutschland” zu geschmacklos: Die rechtspopulistische Splitterpartei will den heftig umstrittenen Schmäh-Film “The innocence of Muslims” aus den USA über den Propheten Mohammed in Berlin zeigen. Das Video, in dem Mohammed als Mörder, Kinderschänder und Frauenheld dargestellt wird, hat eine Welle der Gewalt in der islamischen Welt ausgelöst. In Libyen wurden der US-Botschafter und drei weitere Amerikaner getötet (ZEIT online).

Kunst oder Hass? (mehr…)

Jung gegen Rechts: Wie Mauerreste des Warschauer Ghettos lebendig werden

Gestern haben wir euch schon im Interview die Ideen der beiden Jungs von “Jung gegen Rechts” vorgestellt. Heute gibt es dazu das passende Video. Die beiden 15- und 17 Jährigen wollten ein Signal dafür setzen, dass Fußballbegeisterung einerseits und die Auseinandersetzung und Beschäftigung mit der deutschen Vergangenheit, mit Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus andererseits in Einklang zu bringen sind.

Max-Fabian über das Projekt ‘Jung gegen Rechts’:

“Nachdem wir Oświęcim und Krakau besucht hatten, waren wir auch in Warschau. Dort verbrachten wir viel Zeit im modernen Museum des Warschauer Aufstandes und waren auch am Mahnmal des Warschauer Ghettos, an dem Willy Brandt im Jahre 1970 niederkniete und das polnischen Volk um Vergebung für die deutschen Verbrechen bat. (mehr…)

Was ist eigentlich Antisemitismus? – Der Rote Faden

Verschiedene Gesellschaftsformen in der Welt führten in der Vergangenheit und führen noch immer zu Ungerechtigkeiten. Noch immer haben nicht alle Menschen die gleichen Rechte und nicht alle die gleichen Freiheiten. So genannte Herschaftsstrukturen haben sich im Laufe der Geschichte  immer wieder verändert, sind häufig schwer nachzuvollziehen und zu verstehen.

Unter anderem deshalb erfanden Menschen schon fr��h absurde Weltanschauungen und angebliche Erklärungsversuche für (Macht-) Strukturen in der Welt. Antisemitismus ist eine Weltanschauung, die nicht auf Tatsachen basiert, sondern unter anderem aus diesem beschriebenen Muster heraus entstanden ist…

So widmet sich das folgende Video dem Thema “Was ist eigentlich Antisemitismus?”, wie Antisemitismus entstand und in welchen Formen er auftreten kann. Dieser Kurzfilm ist ein guter Einstieg, um sich mehr mit Antisemitismus auseinander zu setzen.

Hilfreich  ist auch das Handout zu Antisemitismus aus der Flyerserie der Amadeu Antonio Stiftung, die verschiedene Elemente Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit aufzeigt sowie auch die aktuelle Broschüre “Man wird ja wohl noch sagen dürfen…?! Über legitime Kritik, israelbezogenen Antisemitismus und pädagogische Interventionen”.

Was ist israelbezogener Antisemitismus?

Vor 1945 gab es sehr viele Menschen, die offen zu ihrem Antisemitismus (= Hass gegen Jüdinnen und Juden) standen. Sie gründeten Gruppierungen wie die „Antisemitenliga“, also Vereine, die sich sehr bewusst des Wortes Antisemitismus bedienten.  Nach dem Ende des Nationalsozialismus 1945 und der Ermordung von ca. sechs Millionen Jüdinnen und Juden – dem Holocaust – war es dagegen logischerweise gesellschaftlich geächtet als Antisemit*in aufzutreten. Allerdings gab und gibt es auch nach dem Holocaust noch Antisemitismus. Auch bei vielen Menschen, die sich eigentlich gegen Nazis engagieren.

Seit 1945 legen Antisemit*innen großen Wert darauf, nicht mehr als „Antisemit*innen“ erkannt zu werden, um ihren Hass gegen Jüdinnen und Juden ungeächtet weiter ausleben zu können. Daher versuchen sie ihren Antisemitismus zu tarnen. Eine der beliebten Formen der “Tarnung” ist es, Antisemitismus als „Kritik“ am jüdischen Staat Israel zu äußern. (mehr…)