“Das radikal Böse”: Wie passieren konnte, was nie hätte passieren dürfen

 

 

20140121_dasradikalboese_aFilmstill aus “Das radikal Böse”: Ballspiel als Entspannung vom Massenmord.Quelle: wfilm / Christoph Rau

Am 16. Januar ist der Essay-Film “Das radikal Böse” von Oscar-Gewinner Stefan Ruzowitzky in die deutschen Kinos (Aufführungstermine) gekommen. Die Film-Collage geht der Frage nach, wie aus normalen jungen Männern Massenmörder werden können. Regisseur Ruzowitzky wagt sich an eine psychologische Erklärung des “Vergessenen Holocausts” und schafft durch die ungewohnte Kombination verschiedener Erzähl-Ebenen außerdem einen beklemmenden Bezug zur Aktualität.

Von Jakob Rödl

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Dienstagsfilmtipp: Deutsch-Suedwas? Erinnerung an einen deutschen Völkermord

Heute zeigen wir euch dieses sehr informative Video zur deutschen Kolonial-Vergangenheit. Deutsch-Suedwas? – erschreckend vielen Leuten fällt es schwer Antworten zu geben, wenn man sie nach  deutschen Kolonial-Verbrechen fragt. Deutschland hatte eigene Kolonien?! Es gab einen Völkermord an den Nama und Herero in Namibia? Leider ja…

Auf sehr sensible Art und Weise erinnert der Film an die grauenvolle Vergangenheit und zeigt darüber hinaus wie der Schmerz auch heute noch da ist.  Aktuelle Missstände wie fehlendes Erinnern und fehlende Verantwortung der deutschen Regierung werden ebenso thematisiert. Denn bis heute hat die deutsche Bundesregierung die systematische Vernichtung der Nama und Herero in Namibia noch nicht anerkannt, ganz zu schweigen von Reparationszahlungen (Reparation = Wiedergutmachung).

Diese Dokumentation zeigt 37 Minuten, die man auf jeden Fall gesehen haben sollte: 

“Deutsch-Suedwas? Erinnerung an einen deutschen Völkermord” der Filmgruppe E from Frida Frei on Vimeo.

Hast du in dem Video Neues gelernt? Bist du der Meinung dass ihr in der der Schule das Thema Kolonialzeit ausreichend behandelt habt? Hast du weitere Ideen, wie man an die deutschen Kolonial-Verbrechen und vor allem an die Opfer erinnern kann?

Dienstagsfilmtipp: Trailer ID-WITHOUTCOLORS

Heute, am 11. Juni 2013 findet die Filmpremiere der Dokumentation ID-Withoutcolors von Riccardo Valsecchi statt.

Präsentiert wird der Dokumentarfilm vom Migrationsrat Berlin – Brandenburg und die Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP). Die Premiere wird begleitet von einer Fotoausstellung. Wenn ihr euch die Filmpremiere anschauen wollt, findet ihr unten noch genauere Infos.

Wir zeigen euch heute den Trailer zum Film. Er thematisiert das Thema Racial Profiling in Deutschland.

ID–WITHOUTCOLORS – The Trailer from Riccardo Valsecchi on Vimeo. (mehr…)

Dienstagsfilmtipp:

“Schmerzliche Heimat”


Schmerzliche Heimat from candoberlin on Vimeo.

Dieses Video handelt von Semiya Simsek und ihr Buch “Schmerzliche Heimat”. Semiya ist die Tochter des ersten Mordopfers der “NSU-Serie”.  Zur Zeit lebt sie in der Türkei, wo sie ein Team von candoberlin besucht und einen kurzen Film mit ihr gedreht hat.

In dem autobiografischen Buch schildert Simseks Tochter ihre Sicht des Geschehen. Sie schreibt von dem Tod ihres Vaters und wie elf Jahre später herauskam, dass er das erste Opfer einer terroristischen Neonazi-Mordserie war. Sie schreibt auch über ihre Kindheit, ihre Familie und möchte vor allem ihrem Vater ein Gesicht geben.

Semiya Simsek wird auch als Nebenklägerin bei den NSU-Prozessen in München teilnehmen, die am 17. April 2013 beginnen.

Zum Video: “Schmerzliche Heimat”

Wie finden das Video sehr berührend und vor allem gut, dass dadurch die Perspektive der Betroffenen in den Fokus gerückt wird. Was denkt ihr dazu? Wie hat das Video auf euch gewirkt?

 

‎Der Norden schaut hin – die rechte Szene in Norddeutschland

Wir empfehlen euch sehr die Dokumentation, die am Mittwoch, den 30.1.2013 auf NDR gezeigt wurde. Für die Reihe “Der Norden schaut hin – Die rechte Szene in Norddeutschland” waren Reporter*innen ein halbes Jahr in der Region unterwegs und zeigen nun, was sie dort beobachtet haben: Hier geht’s zur Dokumentation.

Publikative.org

Ihr lest gerade bei no-nazi.net und das finden wir super! Wie ihr ja wisst, wollen wir mit unserem Blog aufmerksam auf Propaganda und Gefahren von Neonazis und andere diskriminierende Einstellungen, die im Netz zu finden sind, machen.

Neben unserer Arbeit gibt es noch andere tolle  Blogs, die gute Aufklärungsarbeit machen und Diskriminierungen zur Sprache bringen!

Deshalb gibt es bei uns jetzt jede Woche einen “Blog-roll”, das heißt, wir stellen hier verschiedene Blogs vor, die ihr auch mal besuchen könnt :) (mehr…)

Unser heutiger Film-Tipp: The truth lies in Rostock

Eine sehr gute und deprimierende Dokumentation über die Ereignisse in Rostock-Lichtenhagen im August 1992.

Der von Mark Saunders und Siobhan Cleary produzierte Dokumentarfilm „The truth lies in Rostock” dokumentiert die Ereignisse. Er entstand 1993 unter maßgeblicher Beteiligung von Menschen, die sich zum Zeitpunkt der Geschehnisse im attackierten Wohnheim befanden. Deshalb zeichnet sich die Produktion nicht nur durch einen authentischen Charakter aus, sondern versteht sich auch Jahre danach als schonungslose Kritik an einer Grundstimmung in der bundesrepublikanischen Gesellschaft, die Pogrome gegen Migranten oder einfach nur „anders aussehende” überhaupt erst möglich macht.

Wie immer interessiert uns, was euch zu diesem Video einfällt! Mailt uns an nonazinet@amadeu-antonio-stiftung.de oder kommentiert gleich hier :D

Mit offenen Karten – Die Entstehung des Rassismus

Die Dokumentation “Mit offenen Karten – Die Entstehung des Rassismus” des Senders ARTE zeigt auf, woher Rassismus kommt, wieso Menschen ursprünglich mal auf die Idee gekommen sind, von “Menschen-Rassen” zu sprechen und warum die so genannten Rassentheorien völlig falsch sind. Vorsicht – *Trigger-Warnung*! Es werden viele rassistische Begriffe wiedergegeben, um sie anschließend zu zerlegen.