‎Der Norden schaut hin – die rechte Szene in Norddeutschland

Wir empfehlen euch sehr die Dokumentation, die am Mittwoch, den 30.1.2013 auf NDR gezeigt wurde. Für die Reihe “Der Norden schaut hin – Die rechte Szene in Norddeutschland” waren Reporter*innen ein halbes Jahr in der Region unterwegs und zeigen nun, was sie dort beobachtet haben: Hier geht’s zur Dokumentation.

Frag nnn: „Flüchtlinge vor dem Brandenburger Tor – warum?“

Momentan harren mehrere Flüchtlinge in eisiger Kälte vor dem Brandenburger Tor aus. Ihren Hungerstreik haben sie vor einer Woche beendet, nachdem sie 9 Tage keine Nahrung zu sich genommen haben. Obwohl die Polizei den Geflüchteten Isomatten, Schlafsäcke und sogar Wärmflaschen weggenommen hat, bleiben sie vor dem wichtigsten Wahrzeichen Deutschlands. Sie protestieren auf dieser radikalen Art und Weise gegen das Asylrecht in Deutschland. Aber warum? Wie leben eigentlich Asylsuchende in Deutschland? (mehr…)

Der Rote Faden erklärt: Was ist “Rassismus”?

Das heutige Video zeigt auf, wie Rassismus entstehen kann und welche historischen Voraussetzungen gegeben waren für die Manifestation von Rassismus. Weitere Texte und Grafiken zu dem Thema findet ihr unter dem Schlagwort Rassismus hier auf unserem Blog.

Vorurteil 3: Sie können singen und tanzen, oder?!

Sie sind alle viel rhythmischer als “wir” Deutschen…
Letzte Woche haben wir euch Teil 1 gezeigt, hier nun Teil2:

@sidneyvlog zeigt in seinem youtube-Kanal einige rassistische Vorurteile auf, die POCs, also “People of Color” in Deutschland begegnen können.
Und wie immer interessiert uns, was euch zu diesem Video einfällt! Mailt uns an nonazinet@amadeu-antonio-stiftung.de oder kommentiert gleich hier :D

Unser heutiger Film-Tipp: The truth lies in Rostock

Eine sehr gute und deprimierende Dokumentation über die Ereignisse in Rostock-Lichtenhagen im August 1992.

Der von Mark Saunders und Siobhan Cleary produzierte Dokumentarfilm „The truth lies in Rostock” dokumentiert die Ereignisse. Er entstand 1993 unter maßgeblicher Beteiligung von Menschen, die sich zum Zeitpunkt der Geschehnisse im attackierten Wohnheim befanden. Deshalb zeichnet sich die Produktion nicht nur durch einen authentischen Charakter aus, sondern versteht sich auch Jahre danach als schonungslose Kritik an einer Grundstimmung in der bundesrepublikanischen Gesellschaft, die Pogrome gegen Migranten oder einfach nur „anders aussehende” überhaupt erst möglich macht.

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Quiz: Ein Bilderrätsel

Da sich in dieser Woche die rassistischen Anschläge von Rostock-Lichtenhagen zum 20. Mal jähren, möchten wir uns auch in unserem heutigen Quiz mit dem Thema Rassismus im Alltag beschäftigen. Rassistisch handelt jemand, der/die zum Beispiel anhand äußerer Merkmale wie beispielsweise der Hautfarbe, andere Menschen abwertet. Rassistische Einstellungen drücken sich aber auch durch scheinbar wertfrei gemeinte Verallgemeinerungen und unbewusst ausgrenzende Beschreibungen aus. Wir haben mal ein Bild ausgewählt, bei dem ihr eure eigene Bewertung überprüfen könnt:

Schaut das Bild mit den zwei Männern genau an und versucht Euch vorzustellen was dort gerade passiert.

 

 

 

 

 

 

a)      Der Mann links im Bild verfolgt den Mann rechts im Bild, um ihn festzunehmen.

b)     Die Beiden sind Teilnehmer*innen eines großen Street-Jogging-Turniers, bei dem nicht nur auf der Straße gelaufen wird, sondern auch über Boardsteine, Mauern und Zäune gerannt werden muss.

c)      Beide Männer rennen einem anderen hinterher.

 

Kennst Du das Sonnenblumenhaus in Rostock-Lichtenhagen?

Was ist passiert?

Mit 200000 Einwohner*innen ist Rostock die größte Stadt in Mecklenburg-Vorpommern. Dort griffen vom 22. -26. August 1992 Teile der Bevölkerung zusammen mit organisierten Nazis die Unterkunft von Asylsuchenden im Stadtteil Lichtenhagen mit Steinen und Brandsätzen an.

Schon Tage im Voraus gab es immer wieder Ausschreitungen vor der Zentralen Aufnahmestelle für Asylsuchende (ZAST), weswegen diese geräumt und Ihre Bewohner*innen in Sicherheit gebracht werden mussten. In der Nacht vom 24. zum 25. August befanden sich jedoch noch mehr als 120 vietnamesische Vertragsarbeiter*innen, ein paar unterstützende Bewohner*innen Lichtenhagens und ein Fernsehteam des ZDF im benachbarten sogenannten Sonnenblumenhaus.

Leider waren es damals keine blumigen Zeiten für die Menschen in diesem Haus. (mehr…)

Vorurteil: “Sie können aber gut Deutsch”

Sprechen sie eigentlich “afrikanisch”?……Sie können aber gut “Deutsch”……….Sie sind doch alle miteinander verwandt.
@sidneyvlog zeigt in seinem youtube-Kanal einige rassistische Vorurteile auf, die POCs, also “People of Color” in Deutschland begegnen können. Wir stellen euch heute davon ein paar gängige Vorurteile vor:

Vielen Dank für diesen wichtigen Beitrag! Mehr davon! Und wie immer interessiert uns, was euch zu diesem Video einfällt! Mailt uns an nonazinet@amadeu-antonio-stiftung.de oder kommentiert gleich hier :D

Vorurteil: “DER TÜRKE KANN KEIN DEUTSCH, LAN!”

Tolga zeigt in seinem youtube-Kanal einige rassistische Vorurteile auf, die einem Menschen mit türkischem Migrationshintergrund in Deutschland begegnen können. Wir stellen euch heute ein gängiges Vorurteil vor:

Und wie immer interessiert uns, was euch zu diesem Video einfällt! Mailt uns an nonazinet@amadeu-antonio-stiftung.de oder kommentiert gleich hier :D

Die bösen Mädchen

Das Musikvideo zum Song “Ausländer” der Gruppe “Die Bösen Mädchen” gehörte 2009 zu den 10 Siegern des Videowettbewerbs „In bester Gesellschaft? Vorurteile und andere Nachteile” von respect.de.

Die Idee des Songs ist super. Allerdings bitten wir beim Zuschauen die häufige Verwendung des fremdenfeindlichen Ausdrucks “Ausländer” zu hinterfragen. Denn der Begriff, der klar rassistisch ist, bleibt trotz positiver Besetzung des Begriffs in diesem Song immer noch auf Grund der Rassismen problematisch.

Wir präsentieren euch heute dieses Musikvideo gegen Rassismus für Integration und friedliches Zusammenleben. Und sind wie immer gespannt auf eure Kommentare!

Frag nnn: Ist man NICHT selbst (wie ein) Nazi, wenn man Nazis kritisiert?

Im Kern ist es ganz einfach: Ein Nazi nimmt für sich in Anspruch – motiviert in verschiedenen Kombinationen von Rassismus, übersteigertem Nationalismus, völkischem Denken – mehr wert zu sein als andere Menschen, z.B. aus anderen Kulturkreisen, anderen Geschlechts, mit anderer sexueller Orientierung oder anderer politischer Meinung.

Dies denkt er oder sie allerdings leider nicht für sich allein im stillen Kämmerlein, sondern geht – wiederum je nach Typ in verschiedenen „Stärkegraden“ – gegen die Menschen vor, die der/die Nazi als weniger wert ansieht: Indem er oder sie ihnen Rechte gesellschaftlicher Teilhabe abspricht, sie gewalttätig angreift oder schlimmstenfalls sogar ermordet.

Wenn man das nun thematisiert und Nazis zum Beispiel bei Veranstaltungen oder aus Diskussionen ausschließt, um dort nicht mit ihren ausgrenzenden und/oder hetzenden Formulierungen und Äußerungen konfrontiert zu sein, schützt man die Menschen, die davon betroffen sein können und es sind.  Meinungsfreiheit für alle endet genau da, wo sie die Freiheiten anderer einschränkt. Deshalb ist man NICHT genau so schlimm wie die Nazis selbst, wenn ihre Ausgrenzungen anprangert und sich für ein Leben ohne Nazis engagiert, sondern im Gegenteil: Man schützt damit diejenigen, die von der Ausgrenzung, Gewalt und Bedrohung der Nazis betroffen sind.

(mehr…)

Der tägliche Rassismus

Semhar & Shane zeigen euch in diesem großartigen Video die rassistische Lebenswelt Schwarzer Deutscher: ”Shit White Germans say to Black Germans” (nur der Titel ist auf Englisch).

 Was fällt euch dazu ein? Wir sind gespannt: nonazinet@amadeu-antonio-stiftung.de.