Medien-Review zu Hate Speech im Internet

Ob in den Kommentarspalten von Online-Medien, in Foren, bei Twitter oder Facebook: Das Internet wird immer häufiger zur Plattform für Hass-Bekundungen, Drohungen und Beschimpfungen. Bisher gibt es in Deutschland kaum Untersuchungen, die sich mit diesen Netzphänomenen beschäftigen und noch weniger gibt es derzeit eine Praxis, um damit umzugehen oder gar gegenzusteuern.

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Facts of the Day

Im Oktober haben wir unter dem Titel Fact of the Day Grafiken zu Themen wie Antisemitismus, Heterosexismus, Todesopfer rechter Gewalt und antimuslimischen Rassismus erarbeitet und diese auf Facebook geteilt. Durch die grafische Aufarbeitung der bemerkenswerten Studienergebnisse zu gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit konnten wir insgesamt über 44.000 Menschen erreichen. (mehr …)

“Man wird ja wohl noch sagen dürfen…”, “Ich bin kein Nazi/Rassist/Antisemit, aber…”. So oder ähnlich finden sich hunderte und tausende an Kommentaren in sozialen Netzwerken oder den Kommentarspalten von Spiegel Online, Zeit, etc. Ebenso erreichen uns täglich entsprechende Mails, Briefe und Kommentare auf dem Blog. Da sich diese Kommentare stetig wiederholen und immer ähnlich sind, haben wir daraus ein Formular destilliert.

Klarstellungsformular (mehr …)

Dossier: Geschichtsrevisionismus im Netz

“… und außerdem hat Hitler die Autobahn gebaut!” Wer kennt sie nicht, die halb unsicher, halb trotzig vorgebrachten “Argumente” der NS-Zeit-“Skeptiker*innen” on- und offline. Wer den Krieg wirklich angefangen hat, was Hitler wirklich wollte und ob es den Holocaust wirklich gegeben hat: All das sind Fragen, die von sogenannten “Geschichtsrevisionisten” vorgebracht werden. no-nazi.net erklärt euch, was es mit diesen Geschichtsrevisionist*innen auf sich hat, und für welche Zwecke sie mit der Geschichte Pingpong spielen.

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no-nazi.net: Strategien gegen Antisemitismus in sozialen Netzwerken

 

Tastatur (Bild: Wikimedia Commons/CC-Lizenz/MichaelMaggs) mit Word Cloud (Montage: nnn)

Tastatur (Bild: Wikimedia Commons/CC-Lizenz/MichaelMaggs) mit Word Cloud (via Wordle, Montage: nnn)

Im Frühjahr 2013 erreichte das Projektteam von no-nazi.net ein Hilferuf aus Bayern: Schüler_innen eines Gymnasiums schrieben, dass in ihrem Jahrgang gerade die Wahl eines Abi-Mottos in einer eigenen Facebook-Gruppe diskutiert werde – mit teils erschreckend antisemitischen Vorschlägen. Diese reichten von „RA(b)bi – wir hams im Goldsäckchen“ bis hin zu „Abidolf Hitler – 13 Jahre Vollgas“. no-nazi.net veröffentlichte daraufhin auf dem projekteigenen Blog einen Beitrag über die Vorgänge, erklärte die antisemitischen Hintergründe und forderte zur Diskussion auf. Die Resonanz war groß: Zahlreiche User_innen äußerten Kopfschütteln über die geschmacklosen Vorschläge, andere aber sahen lediglich einen harmlosen Scherz. Auch die betroffenen Schüler_innen selbst nahmen an der Debatte teil und verteidigten sich zum Teil mit dem Argument, es sei doch nur „Spaß“ gewesen, was wiederum heftigen Protest anderer User_innen weckte.

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Hingehört! Rechtsextreme Musik #3: Liedermacher*innen

Teil 3 unserer Reihe zu rechtsextremer Musik, heute geht’s um rechtsextreme “Liedermacher*innen”.

“Wo ist der Mensch, der mich versteht, mit dem es sich in Freude lebt. Und dann seh ich sie von weitem stolz dort steh´n, als deutsches Mädel erhobenen hauptes geh´n (…) Denn deutsch ist ihr Wesen und deutsch ihre Art, Anmut und Tugend sich in ihr gepaart, denn deutsche Mädels find´st du heut in Deutschland kaum (…)”

(Auszug eines Liedtextes des rechtsextremen Liedermachers Frank Rennicke:)

 Voller Kitsch und Pathos: der rechtsextreme Liedermacher Rennicke in einem Youtube-Video

Au weia, so hört es sich also an wenn ein Nazi versucht, Liebeslieder zu schreiben… Kitschige Floskeln gepaart mit gruseliger Deutschtümelei. Hier wird von einer sich vorgestellten “deutschen Wesensart” geträumt und die Frau als “Mädel” nur im Bezug auf ihr angebliches “deutsch-sein” angeschmachtet.

Der bekannteste rechtsextreme Liedermacher Frank Rennicke, singt neben solch schnulzig völkischen Liebesliedern aber auch über andere Themen. Die “Liebe zum Vaterland” liegt ihm dabei aber immer besonders am Herzen. “Für Deutschland”, “Sehnsucht nach der Heimat” oder “Ich bin froh dass ich ein Deutscher bin” sind beispielsweise die Titel zahlreicher Lieder, in denen Rennicke seine neonazistichen Ansichten vertont. (mehr …)

Rechtspopulismus: Parolen, Akteur*innen, Medien #6:
Und was wollen die nun eigentlich mit Israel?

Kein seltener Anblick: Rechtspopulistische Parteien wie “Pro Deutschland” oder “Die Freiheit” demonstrieren gegen den Bau einer Moschee. Unter den zahlreichen Deutschlandfahnen lassen sich auch Israelfahnen erkennen. Warum schwingen Rechtspopulist*innen die Nationalfahne vom jüdischen Staat? Welche Argumention steckt dahinter?

6. Teil unserer Serie “Rechtspopulismus: Parolen, Akteur*innen, Medien”:

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Rechtspopulist*innen kritisieren die Europa-Krise – doch was steckt dahinter?

Screenshot:
Homepage “der Republikaner Hessen”

Diesen Samstag, am 22. Juni 2013, plant die rechtspopulistische Partei Die Republikaner aus Hessen zusammen mit dem Ring freiheitlicher Jugend Deutschlands (RFJ) eine Demonstration vor der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt a. M. Unter dem Motto “Gegen die EUro-Diktatur“ wollen sie dort gegen die „Ausbeutung der deutschen Bevölkerung“ protestieren.

Doch was verbirgt sich hinter dieser rechtspopulistischen Kritik im Bezug auf die Schulden-Krise in Europa? Warum sprechen die Republikaner von einer angeblichen “EU-Diktatur”? Und sind wirklich alle in Deutschland lebenden Menschen gemeint, wenn von “deutscher Bevölkerung” die Rede ist? (mehr …)

Die Deutsche Burschenschaft – kulturelles Erbe oder Sammelbecken der Rechten?

1908: Mensur Duell, Duellteilnehmer blutigem Schnitt im Gesicht

Quelle: Burns Archive

Ein gespenstisches Bild in Eisenach: Hunderte uniformierte, die das “Lied der Deutschen” in all seinen Strophen singen, dabei mit Fackeln marschieren. Vom 23. bis 26. Mai 2013 findet dort wieder der sogenannte Burschentag statt. Ein prächtiges Denkmal erinnert in Eisenach zum einen, an gefallene Burschenschaftler im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 und zum anderen an die Reichseinigung des deutschen Kaiserreichs 1871.

Die letzten Jahre sorgte dieses umstrittene Zusammentreffen des Dachverbandes der Deutschen Burschenschaft für viel Trubel und Protest. Auch dieses Wochenende kündigt sich antifaschistischer Protest an!

Was ist eine Burschenschaft überhaupt? Warum tragen sie so komische Klamotten? Was hat das alles mit Eisenach zu tun? Und warum dagegen protestieren?
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Nazis und der 1.Mai: Warum?, Wo?, Wie?

Auch in diesem Jahr gibt es am 1. Mai viel zu tun. In Deutschland sind fünf Neonazi-Aufmärsche angemeldet. In den nächsten Tagen berichten wir über die verschiedenen Demonstrationsorte und geplanten Gegenproteste. Doch warum demonstrieren Neonazis eigentlich so gern am 1. Mai?

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Aufruhr am Gymnasium – Antisemitismus, Verharmlosung oder einfach nur Spaß?

Frech und witzig sollen die kleinen Wortspiele mit den drei Buchstaben A, B, I sein. Jahre langes früh aufstehen, Schulbank drücken, über Klausuren schwitzen und sich mit Mitschüler*innen und Lehrer*innen rumschlagen ist nun zuende! So lange hat man auf diesen Abschluss mit aller Energie (mehr oder minder) hingearbeitet und genau das soll das Motto auch ausdrücken! Dass man jetzt die Schule so richtig hinter sich lässt, man ein Stück unabhängiger und erwachsener ist, man frei von Anwesenheitspflicht, Lernstress und Notendruck in die Welt ziehen kann!

Doch der Spaß kann auch in die Hose gehen! An einem Gymnasium in Bayern war das erst neulich der Fall. Antisemitische, sexistische oder rassistische Abimotto-Vorschläge kommen leider öfters auf. Warum Humor seine Grenzen hat und ein Abimotto hinterfragt werden sollte!

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