Dossier: Rechtsextreme Kampagnen

Grafisch aufwendig präsentiert sich die "Identitäre Bewegung" (Quelle: picture-alliance/dpa)

Grafisch aufwendig präsentiert sich die “Identitäre Bewegung(Foto: picture-alliance/dpa)

Von “Ausländer raus” über “Todesstrafe für Kinderschänder” bis hin zu “Schluss mit der Multi-Kulti-Diktatur”: Manchmal skandieren Neonazis leider wirklich diese typisch platten  Parolen oder leugnen einfach mal den Holocaust – doch nicht immer sind Neonazis an solch offenen Aussagen zu erkennen. Viele rechte Kampagnen wirken auf den ersten Blick recht harmlos und sogar seriös. Besonders im Netz zieht diese Strategie, da man oftmals nicht sofort erkennen kann, wer hinter einem Projekt, einer Gruppe, einem Forum oder einer Seite in sozialen Netzwerken steckt. no.nazi.net erklärt euch, wie ihr rechtsextreme Kampagnen erkennt und wie ihr darauf reagieren könnt! (mehr …)

Vorurteil: “DER TÜRKE KANN KEIN DEUTSCH, LAN!”

Tolga zeigt in seinem youtube-Kanal einige rassistische Vorurteile auf, die einem Menschen mit türkischem Migrationshintergrund in Deutschland begegnen können. Wir stellen euch heute ein gängiges Vorurteil vor:

Und wie immer interessiert uns, was euch zu diesem Video einfällt! Mailt uns an nonazinet@amadeu-antonio-stiftung.de oder kommentiert gleich hier :D

Die andere Seite der Medaille

Der WDR hat 2010 ein Seminar der EU dokumentiert, in dem 15 wichtige Entscheidungsträger*innen aus 10 verschiedenen Ländern der EU für 5 Tage lang so genannte “Ausländer auf Probe” wurden und sich im Rahmen des Seminars durch alle möglichen Stationen kämpfen mussten, die man als Einwander*in in Europa bewältigen muss, um überhaupt einwandern zu dürfen.

Während ebenjene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Ministerien, Polizei und Einwanderungsbehörden das Seminar für 5 Tage nur fiktiv durchführen mussten, zeigt die Dokumentation deutlich auf, wie man sich fühlt, wenn man diese Schikanen als Flüchtling oder Arbeitssuchende erleben muss und dem nicht entkommen kann. Solch ein Seminar sollte als obligatorische Fortbildungsmaßnahme für alle Entscheidungsträger*innen in den genannten Positionen etabliert werden, oder?! Was denkt ihr?

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Neonazi-Strategien in Sozialen Netzwerken (4): Propaganda-Spam

Neonazis nutzen soziale Netzwerke intensiv dazu, ihre Ideologie zu verbreiten. Sie wollen ihre rechtsradikalen Gedanken als „normal“ verkaufen oder wenigstens Andersdenkenden ein ungutes Gefühl vermitteln. Ein Weg, den sie dazu nutzen: Das Zumüllen (“Spammen”) von Seiten und Foren mit neonazistischer Propaganda. (mehr …)

Neonazi-Strategien in Sozialen Netzwerken (3): Demo-Aufrufe, Flashmobs, digitale Lichterketten

In Sozialen Netzwerken kann man super mit anderen Menschen in Kontakt kommen. Diese Möglichkeit wird auch von Neonazis benutzt:  Sie vernetzen sich aber nicht nur untereinander, sondern versuchen auch nicht-rechte User*innen oder Unentschlossene anzuwerben. Sie versuchen auf sich aufmerksam zu machen und sich möglichst aktiv zu zeigen. So wollen Neonazis User*innen von der Online- auch in die Offline-Nazi-Welt holen.

Im Sommer 2011 wollten Rechtsextreme in Berlin-Kreuzberg einen Aufmarsch veranstalten – und verabredeten sich dafür klammheimlich über die Sozialen Netzwerke. Der Plan flog allerdings auf. So konnte noch eine Gegendemonstration organisiert und der Aufmarsch dadurch verhindert werden.

Doch im Web 2.0. sind auch ganz offene Veranstaltungs-Aufrufe von Neonazis zu finden: Neonazi-Konzerte wie „Rock für Deutschland“ oder der „Tag der deutschen Zukunft“, eine jährlich stattfindende rechtsextreme Demonstration, haben eigene Seiten in Sozialen Netzwerken. (mehr …)

Neonazi-Strategien in Sozialen Netzwerken (2): (An-)Politisieren

In Sozialen Netzwerken versuchen Neonazis, mit nicht-rechten Menschen in Kontakt zu kommen. Sie benutzen verschiedene Themen, um User*innen zunächst einmal anzusprechen. Dazu versuchen sie auch unpolitische Diskussionen zu politisieren, also, so zu beeinflussen, dass sie dort ihre rechte Ideologie verbreiten können.

Im unten angezeigten Screenshot wird das Thema “Umweltschutz” benutzt, um eine völkische und rechte Ideologie zu verbreiten.


Die Nachrichten sind voll von Meldungen über die Finanzkrise, Umwälzungen in der arabischen Welt und dem Aufbegehren junger Menschen. Doch das Verständnis für die wirklichen Zusammenhänge – warum die Dinge wie passieren, warum die Finanzkrise noch immer nicht überwunden und welche Schwierigkeiten eine globalisierte Welt mit sich bringt – fehlt vielen.

Das Bedürfnis nach Antworten ist groß. Doch die Erklärungen sind oft kompliziert. Die Welt ist komplex. Wer scheinbar einfache “Lösungen” anbietet, hat daher gute Chancen, auf Zuspruch zu stoßen – auch wenn diese nicht stimmen. (mehr …)

Neonazi-Strategien in Sozialen Netzwerken (1): Bürgerlichkeit

Der aktuelle Pressesprecher der NPD, Frank Franz (Screenshot facebook).

Wenn Nazis unter sich kommunizieren, wetteifern sie um die krassesten Bilder und Einträge. Das ist meist zutiefst gruselig!

In Sozialen Netzwerken wie facebook, studiVZ oder google+ versuchen sie allerdings auch, mit nicht-rechten Menschen in Kontakt zu kommen, um sie von ihren Menschenfeindlichkeiten zu überzeugen. Um damit mehr Erfolg zu haben, geben sie sich häufig wie der nette “Bürger” von nebenan. Dass hinter der “netten” Fassade verachtende Einstellungen und rassistische Haltungen verborgen sind, erkennt man oft erst beim näheren Hinsehen. (mehr …)

Zwischen Propaganda und Mimikry – Neonazi-Strategien in Sozialen Netzwerken

Warum nehmen Nazis Bart Simpson als Profilbild in Sozialen Netzwerken – hassen die nicht Amerika, wo ja Bart und Cartoons an sich herkommen?   Warum geben so viele Rechtsextreme “Braveheart” als Lieblingsfilm an? Und gibt es wirklich Neonazis, die in Sozialen Netzwerken Schüler/innen anquatschen, um sie für Nazi-Ideologie zu begeistern?

Wo Nazis uns Rätsel aufgeben, haben wir – no-nazi.net und netz-gegen-nazis.de – Antworten gesucht. Ihr findet sie gebündelt in unserer neuen Broschüre: “Zwischen Propaganda und Mimikry – Neonazi-Strategien in Sozialen Netzwerken”. Ihr könnt sie – so lange der Vorrat reicht – bestellen unter netz@amadeu-antonio-stiftung.de. Oder einfach hier herunterladen! (mehr …)