Coole Anti-Rassismus-Aktion aus der Schweiz

2014-02-24-ohnedich-schweiz

 

Die Schweiz macht aktuell in Bezug auf Rassismus eher Negativschlagzeilen:  Eine Mehrheit von 50,9 Prozent der Schweizer*innen sprach sich am 09. Februar dafür aus, die Zuwanderung von EU-Bürger*innen zu begrenzen – auf eine Initiative “gegen Masseneinwanderung” der rechtspopulistischen SVP hin. Erst am Freitag urteilte der oberste Schweizer Gerichtshof, Beschimpfungen wie “Drecksasylant” oder “Sauausländer” seien nicht rassistisch. Kein Wunder also, dass nicht-rassistische Menschen in der Schweiz sich aktuell etwas unterrepräsentiert fühlen. Aber zum Glück gibt es sie dennoch – und auf der Website www.ohnedich.ch sind sie auch zu sehen. Mit Foto und kurzem Statement erklären Schweizer*innen hier, was ihnen ohne Zuwanderung fehlen würde. Tolle Aktion, die es Spaß macht, anzuschauen.

www.ohnedich.ch

 

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no-nazi.net: Strategien gegen Antisemitismus in sozialen Netzwerken

 

Tastatur (Bild: Wikimedia Commons/CC-Lizenz/MichaelMaggs) mit Word Cloud (Montage: nnn)

Tastatur (Bild: Wikimedia Commons/CC-Lizenz/MichaelMaggs) mit Word Cloud (via Wordle, Montage: nnn)

Im Frühjahr 2013 erreichte das Projektteam von no-nazi.net ein Hilferuf aus Bayern: Schüler_innen eines Gymnasiums schrieben, dass in ihrem Jahrgang gerade die Wahl eines Abi-Mottos in einer eigenen Facebook-Gruppe diskutiert werde – mit teils erschreckend antisemitischen Vorschlägen. Diese reichten von „RA(b)bi – wir hams im Goldsäckchen“ bis hin zu „Abidolf Hitler – 13 Jahre Vollgas“. no-nazi.net veröffentlichte daraufhin auf dem projekteigenen Blog einen Beitrag über die Vorgänge, erklärte die antisemitischen Hintergründe und forderte zur Diskussion auf. Die Resonanz war groß: Zahlreiche User_innen äußerten Kopfschütteln über die geschmacklosen Vorschläge, andere aber sahen lediglich einen harmlosen Scherz. Auch die betroffenen Schüler_innen selbst nahmen an der Debatte teil und verteidigten sich zum Teil mit dem Argument, es sei doch nur „Spaß“ gewesen, was wiederum heftigen Protest anderer User_innen weckte.

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Wenn “Panzertiger” schwarze Spieler aus der “Goodgames Empire”-Allianz wirft

Wer wohnt auf der Burg nebenan? Manchmal leider auch Rechtsextreme. Rechtsextremismus und Hate Speech gibt es auch in Onlinegames

Wer wohnt auf der Burg nebenan? Manchmal leider auch Rechtsextreme. Rechtsextremismus und Hate Speech gibt es auch in Onlinegames

Burgen bauen und zerstören, Zusammenschlüsse schmieden und Königreiche aufbauen – im Multiplayer-Strategiespiel “Goodgame Empire” wird man nur gemeinsam stark. Manchmal wundern sich die Spieler*innen allerdings, mit wem sie in Allianzen landen. „Die Spieler nennen sich JN88, Adlerhorst (wie Hitlers Berghof) oder Panzertiger. Ihre Burgen heißen Führer Burg oder NAZ“, schreibt ein besorgter Vater an netz-gegen-nazis.de. Rassismus und Rechtsextremismus machen auch vor Online-Games nicht halt.

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Dresden am 13. Februar: Ohne Nazis ganz entspannt

3.200 Menschen sprachen sich diesmal für eine Erinnerungskultur in Dresden aus, die mehr der Schuld deutscher Täter gedenkt, als sie als Opfer zu beklagen

3.200 Menschen sprachen sich diesmal für eine Erinnerungskultur in Dresden aus, die mehr der Schuld deutscher Täter gedenkt, als sie als Opfer zu beklagen (ngn/sr)

Wenn, wie am 13. Februar 2014, die Neonazis in Dresden zahlenmäßig nicht ins Gewicht fallen, lässt sich erfreut feststellen, dass die Erinnerungskultur in Dresden vielfältiger geworden ist. Am Donnerstag nahmen 3.200 Menschen am kritischen Erinnern des „Täterspuren“-Rundgang des Aktionsbündnisses „Dresden Nazifrei“ teil, 11.000 fanden sich zur Menschenkette in der Dresdner Innenstadt ein. Und die Nazis? Waren nur wenig unterwegs – und landeten doch einen kleinen Coup.

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Dresden: Nazis wollen am 12. und am 13. Februar “trauern”

Proteste gegen die Nazis in Dresden im Februar 2013 (Bild: ngn/al)

Proteste gegen die Nazis in Dresden im Februar 2013 (Bild: ngn/al)

Vor fünf Jahren fand im Februar in Dresden noch der größte Naziaufmarsch Europas statt. Der gespenstische Zug durch die Dresdener Innenstadt brachte 2009 allerdings viele Menschen in der Stadt endlich zum Umdenken: Es gab mehr und mehr Proteste verschiedenster Akteur*innen, die Stadt begann, ihre verwaltungstechnischen Mittel besser auszunutzen – und beständig wachsende Blockadebündnisse sorgten schließlich dafür, dass den Neonazis in Dresden gehörig der Spaß verdorben wurde. Diesmal sollte es am 13. Februar nur noch eine stationäre Kundgebung geben. Wo, ist allerdings noch unklar. Jetzt haben die Rechtsextremen außerdem eine Demonstration am 12. Februar angemeldet. Ein Überblick der Aktivitäten.

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