Roma: diskriminiert und ausgegrenzt

Bis heute halten sich rassistische Vorurteile gegenüber Sinti und Roma hartnäckig. Die Minderheit ist die am stärksten diskriminierte Gruppe in Europa. In vielen Ländern werden Roma verfolgt, sie müssen in menschenunwürdiger Armut ihr Dasein fristen und bleiben zum Großteil gesellschaftlich ausgegrenzt. Auch in Deutschland bestehen weiter die rassistischen Vorurteile. Immer wieder findet sich die Hetzte gegen Sinti und Roma in der rechten Propaganda und nicht selten schlagen die verbalen Attaken in reale Gewalt um.

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Medien-Review zu Hate Speech im Internet

Ob in den Kommentarspalten von Online-Medien, in Foren, bei Twitter oder Facebook: Das Internet wird immer häufiger zur Plattform für Hass-Bekundungen, Drohungen und Beschimpfungen. Bisher gibt es in Deutschland kaum Untersuchungen, die sich mit diesen Netzphänomenen beschäftigen und noch weniger gibt es derzeit eine Praxis, um damit umzugehen oder gar gegenzusteuern.

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Internationale Wochen gegen Rassismus

Vom 10. bis zum 23. März 2014 finden die “Internationalen Wochen gegen Rassismus” statt. Die dazugehörige Onlinepräsenz liefert nicht nur interessantes Hintergrundmaterial rund um das Thema Rassismus sondern informiert auch über alle geplanten Veranstaltungen. Dieses Jahr beteiligen sich mehr als 70 Organisationen an der Aktion, die vom Interkulturellen Rat ausgerufen wird.

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Flüchtlinge, Rassismus und die NPD- Ein Überblick #2

Die Meldungen der rassistischen Hetze gegen Flüchtlinge überhäufen sich: In mehreren (Klein-)Städten Deutschlands organisieren Bürger*innen zusammen mit Neonazis Proteste gegen Flüchtlingsheime. Das Internet und gerade das Soziale Netzwerk “facebook” spielt dabei eine wichtige Rolle. Auf selbst gegründeten Facebook- Seiten und Gruppen wird der Protest koordiniert und zur Mobilisierung genutzt. Die rassistische Hetze beschränkt sich dabei (leider) nicht nur auf verbale Ausgüsse im worldwideweb. In mehreren Städten wurden Brandanschläge und körperliche Angriffe gegen Flüchtlinge gemeldet. Die aktuelle Situation scheint ziemlich brisant, deshalb wollen wir euch mit den Artikeln “Flüchtlinge, Rassismus und die NPD- Ein Überblick #1&#2″ Informationen über die aktuelle Situation liefern. Der letzte Artikel #3 wird über nützliche Tipps und Anlaufstellen berichten, wenn ihr euch selber aktiv engagieren wollt.

Neonazis ködern besorgte Bürger*innen 

Allianz aus Bürger*innen und Neonazis ist enorm gefährlich (mehr …)

Erneute Auflage der Broschüre “Liken. Teilen. Hetzen. Neonazi-Kampagnen in Sozialen Netzwerken”

Unsere Broschüre “Liken. Teilen. Hetzen. Neonazi-Kampagnen in Sozialen Netzwerken“, die bereits nach einem Monat komplett vergriffen war, ist endlich neu aufgelegt worden und kann nun auch wieder als Printexemplar gegen Erstattung der Portokosten bei uns bestellt werden unter nonazinet@amadeu-antonio-stiftung.de. Und steht hier auch als Einzelseiten zum Download bereit.

„Protecting our Race“: Rassismus in Videospielen

Videospiele gehören heute vor allem für junge Leute zum Alltag. Dabei verbreiten einige Spiele auch rassistische Aussagen – die oft erst auf den zweiten Blick auffallen. Ein paar Beispiele.

Knapp 26 Millionen Menschen in Deutschland spielen heute regelmäßig Videospiele. Die Branche verzeichnet immer neue Rekord-Umsätze. Immer mehr Spiele erscheinen mit immer neuen Geschichten. Virtuelle Spiele sind ein zunehmend wichtigeres Medium, mit dessen Hilfe auch politische Botschaften angesprochen und bestimmte Aussagen vermittelt werden – leider auch rassistische.

Thema: “Rassen”-Konflikt

„Protecting our Race“ – „Unsere Rasse schützen/behüten“

 

„Protecting our Race“ – „Unsere Rasse schützen“ (siehe Foto links), heißt es etwa an einigen Stellen des im März 2013 erschienenen First-Person-Shooters „Bioshock Infinite“. Der Spieler des neuen „Bioshock“ wird ins Jahr 1912 in die fiktive, über den Wolken schwebende Stadt „Columbia“ versetzt. Dort herrschen die „Gründerväter“, eine ultranationalistische, fundamentalistisch-religiöse und rassistische Gruppe unter einem selbsternannten Propheten. Menschen mit dunkler Hautfarbe gelten als minderwertig, sind Sklaven und werden wie Dreck behandel. Das gleiche gilt in dem Spiel auch für Iren. Die Unterdrückte Schwarze und irische Bevölkerung hat sich daher organisiert und kämpft gemeinsam mit weiteren auch hellhäutigen Menschen aus der Unterschicht unter dem Namen „Vox Populi“ gegen die rassistischen „Gründerväter“ – im Spiel gibt es bürgerkriegsähnliche Zustände und der Spieler gerät zwischen die Fronten. Dabei kämpft der Spieler zunächst auf Seiten der „Vox Populi“ – allerdings eher um sein eigenes Ziel, ein Mädchen aus der Stadt zu befreien, zu erreichen. Es kommt in dem Spiel zunehmend Kritik an den anti-rassistischen Rebellen, ihren Rache-Gelüsten und dem bewaffneten Kampf auf. So exekutiert die Anführerin der „Vox Populi“ in einer Szene vor den Augen des Spielers einen unbewaffneten Anhänger der „Gründerväter“ und versucht anschließend sogar dessen kleinen Sohn zu töten. Gegen Ende muss der Spieler in „Bioshok Infinite“ beide Seiten bekämpfen – der finale Kampf findet sogar allein gegen die „Vox Populi“ statt.

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Hingehört! Ein Überblick zu Neonazis und Musik #2 Hip-Hop

In unserer neuen Artikel- Serie zum Thema “Hingehört! Ein Überblick zu Neonazis und Musik” geht es heute im 2. Teil um neonazistische HipHop- Musik. Im letzten Artikel haben wir die “NS- Black Metal”-Szene sowie das Genre “Rock against Communism” genauer unter die Lupe genommen.

Hip-Hop. Das fallen einem spontan erst einmal Ghettos in New York oder anderen US- amerikanischen Großstädten ein. Ihren Ursprung hat diese Musikszene nämlich auf den Straßen New Yorks der 70er Jahre. Sie war vor allem Sprachrohr der schwarzen afroamerikanischen und latino-amerikanischen Bewegung, die in dieser Zeit von extremen Rassismus und Armut betroffen war.

Neonazis oder rassistische Inhalte sind also wirklich nicht die erste Assosziation mit diesem Musikgenre. Aber es gibt sie tatsächlich: Neonazis, die die Rapmusik nutzen, um menschenverachtende Inhalte zu verbreiten. Wer macht denn sowas? Wir stellen euch hier mal ein paar dieser Nazi-Rapper*innen vor:

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Hingehört! Neonazis und Musik #1: NSBM & RAC

Musik hören viele Menschen sehr gerne: Egal ob in der Badewanne, auf der Party oder unterwegs. Musik verbindet, bringt Leute zusammen, löst Erinnerungen und Emotionen aus.  Gerade in Subkulturen und diversen Jugend-Szenen spielt Musik deshalb eine große Rolle. Leider auch im negativen Sinn, denn gerade Musik ist häufig der erste Zugang zur Neonazi-Szene.

Expert*innen gehen daher immer wieder auf die große Bedeutung von Rechtsrock- Konzerten und generell neonazistischer Musik ein. Rassistische und antisemitische Inhalte werden musikalisch untermalt und erreichen per Youtube- Klicks potenzielle Einsteiger*innen. Konzerte bringen Neonazis und interessierte Mitfeiernde zusammen, das gemeinsame Feiern von rassistischer Musik verbindet die Szene und vermittelt einen bestimmten rechtsextremen Lifestyle.

Deshalb nun unsere neue Reihe zu “Neonazis und Musik”, damit ihr eine Idee davon bekommt, zu welchen Klängen ihr das Kopfnicken lieber vermeidet sollte und an welcher Stelle vielleicht auch eure Freundinnen und Freunde mal ein bisschen genauer hinhören sollten, bevor sie einfach nur “die Musik” mögen.

Los geht es heute mit zwei verschiedenen Themengebieten:

Was versteckt sich hinter dem Begriff “Rock Against Communism” und wer oder was ist “National Socialist Black Metal”, das in der Black-Metal Szene vorzufinden ist.

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Rechtspopulismus: Parolen, Akteur*innen, Medien #6:
Und was wollen die nun eigentlich mit Israel?

Kein seltener Anblick: Rechtspopulistische Parteien wie “Pro Deutschland” oder “Die Freiheit” demonstrieren gegen den Bau einer Moschee. Unter den zahlreichen Deutschlandfahnen lassen sich auch Israelfahnen erkennen. Warum schwingen Rechtspopulist*innen die Nationalfahne vom jüdischen Staat? Welche Argumention steckt dahinter?

6. Teil unserer Serie “Rechtspopulismus: Parolen, Akteur*innen, Medien”:

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Rechtspopulismus: Parolen, Akteur*innen, Medien #5

Heute geht es mit unserem 5. Teil der Serie “Rechtspopulismus: Parolen, Akteur*innen, Medien” weiter. Unter Rechtspopulismus verstehen wir übrigens einen populistischen Politikstil, der mit rechten Inhalten zusammengebracht wird. Rechtspopulistische Politiker*innen nutzen die erhöhte Arbeitslosigkeit, die weltweite Wirtschaftskrise oder die Globalisierung aus, um Ängste zu schüren (weitere Informationen zu rechtspopulistischen Parolen, findet ihr hier). Wir haben uns schon mit rechtspopulistischen Parteien, wie “Pro Deutschland” oder der “Die Freiheit” beschäftigt. Außerdem haben wir uns angeschaut welche Medien rechtspopulistische Inhalte verbreiten. (Weitere Infos dazu, hier)

In diesem Teil soll es um eine relativ neue Erscheinung gehen, die teilweise der rechtspopulistischen Szene zugeordnet werden kann: Die Identitäre Bewegung.

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