no-nazi.net jetzt im praktischen Taschenformat

Mit der neuen App von no-nazi.net könnt ihr euch ab jetzt auch unterwegs auf dem Laufenden halten über die Aktivitäten von Nazis im Internet und welche Möglichkeiten es gibt, dem Hass im Netz zu begegnen. Aber was kann die neue App noch alles?

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Coole Anti-Rassismus-Aktion aus der Schweiz

2014-02-24-ohnedich-schweiz

 

Die Schweiz macht aktuell in Bezug auf Rassismus eher Negativschlagzeilen:  Eine Mehrheit von 50,9 Prozent der Schweizer*innen sprach sich am 09. Februar dafür aus, die Zuwanderung von EU-Bürger*innen zu begrenzen – auf eine Initiative “gegen Masseneinwanderung” der rechtspopulistischen SVP hin. Erst am Freitag urteilte der oberste Schweizer Gerichtshof, Beschimpfungen wie “Drecksasylant” oder “Sauausländer” seien nicht rassistisch. Kein Wunder also, dass nicht-rassistische Menschen in der Schweiz sich aktuell etwas unterrepräsentiert fühlen. Aber zum Glück gibt es sie dennoch – und auf der Website www.ohnedich.ch sind sie auch zu sehen. Mit Foto und kurzem Statement erklären Schweizer*innen hier, was ihnen ohne Zuwanderung fehlen würde. Tolle Aktion, die es Spaß macht, anzuschauen.

www.ohnedich.ch

 

Erneute Auflage der Broschüre “Liken. Teilen. Hetzen. Neonazi-Kampagnen in Sozialen Netzwerken”

Unsere Broschüre “Liken. Teilen. Hetzen. Neonazi-Kampagnen in Sozialen Netzwerken“, die bereits nach einem Monat komplett vergriffen war, ist endlich neu aufgelegt worden und kann nun auch wieder als Printexemplar gegen Erstattung der Portokosten bei uns bestellt werden unter nonazinet@amadeu-antonio-stiftung.de. Und steht hier auch als Einzelseiten zum Download bereit.

#SchauHin: Ein Aufschrei gegen Alltagsrassismus

Ein neuer Aufschrei geht durch die Netzgemeinde: Seit Freitag twittern die Nutzerinnen und Nutzer unter dem Hashtag #SchauHin ihre Erfahrungen mit Alltagsrassismus. Ob die Resonanz so groß wird wie bei der #Aufschrei-Debatte? Die Chancen stehen gut.

“Auf Ämtern geduzt zu werden, nur weil man einen türkischen Namen hat”. “Job: Ich rufe mit meinen Namen an, Job leider vergeben. Deutscher Freund ruft an, Job noch frei, Termin auch.” “Wenn die Oma den Enkel in der Wanne schrubbt, damit er bisschen heller wird”. “Wenn die Hausverwaltung sagt: Klar können sie selber Nachmieter suchen – diese dann aber ablehnt, sobald sie Ausländer sind”.

All das sind Twitter-Postings. All diese Postings beschreiben Alltagsrassismus. (mehr …)

no-nazi.net-Workshop im cassiopeia Berlin am 24. August 2013

Logo no-nazi.netAm 24. August 2013 von 16h bis 20h im cassiopeia Berlin! Seid ihr dabei? 

Soziale Medien sind heute für viele Menschen der Ort, um sich auszutauschen, sich zu informieren und Position zu beziehen. Auch Neonazis nutzen diese direkte Ansprachemöglichkeit gezielt. Sie wissen, dass hier die Hemmschwelle beim Kontakt niedriger ist und dass sie mit humoristisch formulierter Hetze, kernigen Diskussionsbeiträgen oder rechtsextremer Musik große Verbreitungserfolge erzielen können. Rechtsextreme lassen rassistische, antisemitische und demokratiefeindliche Positionen in politische oder gänzlich unpolitische Diskussionen einfließen, um sie als „legitime Meinungsäußerungen“ erscheinen zu lassen. Ihre Hauptzielgruppe sind dabei Menschen, die in ihrem Demokratieverständnis noch nicht gefestigt sind. Die Wortergreifung erfolgt auf verschiedenen Ebenen. Weil viele dieser Annäherungsversuche geschickt formuliert und nur im Kontext als rechtsextrem kenntlich sind, kann man ihnen häufig strafrechtlich nicht begegnen.

Im Workshop soll gemeinsam erarbeitet werden, wie man Neonazis in den Sozialen Netzwerken erkennt, was sie dort machen, welche Argumentationsstrategien von Rechtsextremen in den Sozialen Netzwerken zu finden sind, welche Verschwörungstheorien gerade populär sind und wie man darauf reagieren kann.

Wir geben einen Überblick zu Auftrittsformen, Zielen und Strategien, denn der erste Schritt zur Gegenwehr ist das Identifizieren und Erkennen menschenverachtender Inhalte. Dabei arbeiten wir mit aktuellen Beispielen und beziehen auch neuste Entwicklungen in der rechtsextremen Szene mit ein. Auch dort entstehen neue Kampagnen, WebTV-Sender und Gruppierungen, deren Auftritte immer professioneller und ansprechender aufbereitet werden. Weiter beschäftigt sich der Workshop mit rechtsextremen Kampagnen im Netz, über die Aufmerksamkeit und Zustimmung erzeugt werden sollen.

Und was kann jede*r von uns tun? Denkanstöße, Hinweise auf weiterführende Informationen sowie Argumentationshilfen runden das Seminar ab.

Am 24. August 2013 von 16h bis 20h! Seid ihr dabei? Dann meldet euch schnell an unter nonazinet@amadeu-antonio-stiftung.de. Der Workshop ist kostenfrei und für alle Interessierten, die sich bis zum 22. August angemeldet haben!

Rechtspopulismus: Parolen, Akteur*innen, Medien #6:
Und was wollen die nun eigentlich mit Israel?

Kein seltener Anblick: Rechtspopulistische Parteien wie “Pro Deutschland” oder “Die Freiheit” demonstrieren gegen den Bau einer Moschee. Unter den zahlreichen Deutschlandfahnen lassen sich auch Israelfahnen erkennen. Warum schwingen Rechtspopulist*innen die Nationalfahne vom jüdischen Staat? Welche Argumention steckt dahinter?

6. Teil unserer Serie “Rechtspopulismus: Parolen, Akteur*innen, Medien”:

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Rechtspopulismus: Parolen, Akteur*innen, Medien #5

Heute geht es mit unserem 5. Teil der Serie “Rechtspopulismus: Parolen, Akteur*innen, Medien” weiter. Unter Rechtspopulismus verstehen wir übrigens einen populistischen Politikstil, der mit rechten Inhalten zusammengebracht wird. Rechtspopulistische Politiker*innen nutzen die erhöhte Arbeitslosigkeit, die weltweite Wirtschaftskrise oder die Globalisierung aus, um Ängste zu schüren (weitere Informationen zu rechtspopulistischen Parolen, findet ihr hier). Wir haben uns schon mit rechtspopulistischen Parteien, wie “Pro Deutschland” oder der “Die Freiheit” beschäftigt. Außerdem haben wir uns angeschaut welche Medien rechtspopulistische Inhalte verbreiten. (Weitere Infos dazu, hier)

In diesem Teil soll es um eine relativ neue Erscheinung gehen, die teilweise der rechtspopulistischen Szene zugeordnet werden kann: Die Identitäre Bewegung.

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Rechtspopulismus: Parolen, Akteur*innen, Medien #4

Unter Rechtspopulismus verstehen wir einen Politikstil, der komplexe Sachverhalte auf einfache, plumpe und rassistische Parolen reduziert. Rechtspopulistische Politiker*innen nutzen die erhöhte Arbeitslosigkeit, die weltweite Wirtschaftskrise oder die Globalisierung aus, um Ängste zu schüren (weitere Informationen zu rechtspopulistischen Parolen, findet ihr hier). Letzte Woche haben wir uns mit rechtspopulistischen Parteien, wie “Pro Deutschland” oder “Die Freiheit” beschäftigt.

Heute wollen wir euch Medien vorstellen, die zwar nicht als die einzigen Plattformen der rechtspopulistischen Szene einzuordnen sind, aber dennoch Überschneidungen mit rechtspopulistischen Themen aufweisen. Wir stellen euch im folgenden Text die Zeitung “Junge Freiheit”sowie das Jugendmagazin “Blaue Narzisse” vor.

Diese beiden Zeitungen sind in das Feld der “Neuen Rechten” einzuordnen, einer uneinheitliche, rechtsgerichtete Strömung. Diese Szene grenzt sich von der “Neuen Linken” ab, kann jedoch nicht mit der extremen Rechten, wie Kameradschaften oder der NPD gleich gesetzt werden. Trotzdem gibt es innerhalb dieser Szene schwierige Tendenzen, da sie sich einerseits den Kampf gegen die 68er Generation auf die Fahnen geschrieben haben und andererseits den Islam als Bedrohung für die “deutsche Identität” ansehen.

Der Politblog “Politically Incorrect” (PI-News) ist ein weiteres Sprachrohr rechtspopulistischer Inhalte. “PI-News” gehört zu den bedeutendsten Medien dieser Strömung und leider, leider, leider zu den Top Ten der deutschsprachigen Blogcharts.

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Rechtspopulismus: Parolen, Themen, Akteur*innen #1

“Die Kirche im Dorf lassen- den Orient in Istanbul”, “Asylbetrug bedeutet Heimatflug” oder “Deutsch statt Multikulti” sind Parolen, die der rechtspopulistischen Strömung zuzuordnen sind. Aber was genau ist Rechtspopulismus, wie kennzeichnet sich diese politische Richtung aus? Was unterscheidet Rechtspopulismus zu Neonazis und welche Parteien und Medien versuchen diese rassistische Bewegung zu verbreiten?

Genau diesen Fragen wollen wir uns mit unserer neuen Artikelserie “Rechtspopulismus: Parolen, Akteur*innen, Medien”widmen und schauen uns als erstes an, was eigentlich unter “Rechtspopulismus” verstanden wird.

Populismus instrumentalisiert Ängste

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Von den ewigen Hilflosen und der sexy Kampfmaschine – Frauenbilder in Games.

Tropes-vs-videogames

Immernoch ist das Gaming eine Männerdomäne. Obwohl mittlerweile fast die Hälfte der Spielenden weiblich ist, wirken Frauenrollen in Computerspielen ganz schön Oldschool. Ob es die hilflose Schönheit ist, die von dem männlichen Held der Story gerettet werden muss oder die vollbusige, leichtbekleidete Kampfmaschine – beide Frauenbilder sind ganz schön übel und fernab jeglicher Realität.

Wieso, weshalb, warum?

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