Rechtsextremes Mord-Trio erschüttert die Republik

Vermutlich habt ihr in den Nachrichten schon etwas gehört von der Mordserie, die unter dem rassistischen Ausdruck “Döner-Morde” bekannt geworden ist. Viele, viele Details dieser Geschichte erscheinen sehr verwirrend und seltsam. Bisher scheint auch niemand erklären zu können, wieso die Täterinnen und Täter 13 Jahre lang untertauchen und weiter morden konnten ohne dass Polizei und Verfassungsschutz davon Wind bekommen haben sollten.

All dies ändert nicht an dem Fakt, dass die Täterinnen und Täter (Uwe Mundlos, Uwe Bönhardt und Beate Zschäpe) eindeutig aus der Nazi-Szene kamen. Ihre Taten waren rassistisch begründet. In der Wohnung, in der zwei der Täter gemeinsam wohnten, wurden zynisch gestaltete DVDs gefunden, auf denen sich die drei Neonazis als eine Gruppierung namens “Nationalsozialistischer Untergrund” bezeichnen, die weitere Neonazis schulen will. Auf den Videos präsentieren sie ihre Taten: Dazu gehört nicht nur der Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter 2007, sondern auch neun Morde aus den Jahren 2000 bis 2006, über die damals in der Presse als “Döner-Morde” berichtet wurde, weil mehrere der türkisch- und griechischstämmigen Opfer Döner-Läden betrieben hatten. Es handelt sich um rassistisch-motivierte, eiskalt geplante Taten des Neonazi-Trios.  Dies stellt – in Planung, Kaltblütigkeit, Brutalität und Masse der bundesweit verübten Taten – eine neue Qualität rechtsextremer Gewalt dar, die als Rechtsterrorismus bezeichnet werden kann. Zumal die Uwes und Beate auch im Verdacht stehen, noch für weitere bisher unaufgeklärte Anschläge in Frage zu kommen.

Die gruseligen Morde des rechtsmilitanten Trios:

9. September 2000
Blumenhändler Enver Simsek in Nürnberg

13. Juni 2001
Schneider Abdurrahim Özüdogru in Nürnberg

27. Juni 2001
Gemüsehändler Süleyman Tasköprü in Hamburg

29. August 2001
Gemüsehändler Habil Kilic in München

25. Februar 2004
Dönerverkäufer Yunus Turgut in Rostock

9. Juni 2005
Dönerbudenbesitzer Ismail Yasar in Nürnberg

15. Juni 2005
Theodoros Boulgarides, Mitinhaber eines Schlüsseldienstes, in München

4. April 2006
Kioskbesitzer Mehmet Kubasik in Dortmund

6. April 2006
Halit Yozgat, Betreiber eines Internetcafés, in Kassel

25. April 2007
Polizistin Michèle Kiesewetter in Heilbronn

Die Banküberfälle:

Zwischen 1999 und 2011:

3 Überfälle in Zwickau

7 Überfälle in der Region Chemnitz

2 Überfälle in Stralsund

1 Überfall in Arndstadt

1 Überfall in Eisenach

Weitere Taten, für die die Zwickauer Zelle verdächtigt wird:

- Dezember 1998: Sprengstoffanschlag auf das Grab Heinz Galinskis in Berlin

- März 1999: Sprengstoffanschlag auf Wehrmachtsausstellung in Saarbrücken

- Juli 2000: Sprengstoffanschlag auf jüdische Aussiedler in Düsseldorf

- März 2002: Sprengstoffanschlag auf den Jüdischen Friedhof in Berlin

- Juni 2004: Anschlag mit Nagelbombe in Köln

Mehr dazu könnt ihr auch in unserer Zusammenfassung auf netz-gegen-nazis.de nachlesen.

Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass solche rassistischen Taten nie wieder passieren! no-nazi.net! Nicht nur für Soziale Netzwerke ohne Nazis, sondern auch für eine Welt, in der alle Menschen gemeinsam leben können ohne Angst vor Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und anderen Menschenfeindlichkeiten haben zu müssen!

Bei Jappy empfehlen

Hinterlasse einen Kommentar


− 1 = null