“Ja, Nein, Doch, Wenn, Aber…”: Worum geht es eigentlich beim NPD-Verbot?

NPD-Plakat

(Bildquelle: ngn/sr)

Anfang Dezember wurde der Antrag für ein NPD-Verbot beim Bundesverfassungsgericht – nach Jahren der Diskussion. In dieser Debatte fielen immer wieder die gleichen Argumente: Verbote würden nichts bewirken, die NPD sei nicht das einzige Problem, eine Demokratie müsse rechtsextreme Parteien wie die NPD aushalten können. Wir haben für Euch die wichtigsten Argumente für und gegen ein NPD-Verbot zusammengestellt.

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Flüchtlinge, Rassismus und die NPD- Ein Überblick #2

Die Meldungen der rassistischen Hetze gegen Flüchtlinge überhäufen sich: In mehreren (Klein-)Städten Deutschlands organisieren Bürger*innen zusammen mit Neonazis Proteste gegen Flüchtlingsheime. Das Internet und gerade das Soziale Netzwerk “facebook” spielt dabei eine wichtige Rolle. Auf selbst gegründeten Facebook- Seiten und Gruppen wird der Protest koordiniert und zur Mobilisierung genutzt. Die rassistische Hetze beschränkt sich dabei (leider) nicht nur auf verbale Ausgüsse im worldwideweb. In mehreren Städten wurden Brandanschläge und körperliche Angriffe gegen Flüchtlinge gemeldet. Die aktuelle Situation scheint ziemlich brisant, deshalb wollen wir euch mit den Artikeln “Flüchtlinge, Rassismus und die NPD- Ein Überblick #1&#2″ Informationen über die aktuelle Situation liefern. Der letzte Artikel #3 wird über nützliche Tipps und Anlaufstellen berichten, wenn ihr euch selber aktiv engagieren wollt.

Neonazis ködern besorgte Bürger*innen 

Allianz aus Bürger*innen und Neonazis ist enorm gefährlich (mehr…)

Flüchtlinge, Rassismus und die NPD- Ein Überblick #1

Die Meldungen der rassistischen Hetze gegen Flüchtlinge überhäufen sich: In mehreren (Klein-)Städten Deutschlands organisieren Bürger*innen zusammen mit Neonazis Proteste gegen Flüchtlingsheime. Das Internet und gerade das Soziale Netzwerk “facebook” spielt dabei eine wichtige Rolle. Auf selbst gegründeten Facebook- Seiten und Gruppen wird der Protest koordiniert und zur Mobilisierung genutzt. Die rassistische Hetze beschränkt sich dabei (leider) nicht nur auf verbale Ausgüsse im worldwideweb. In mehreren Städten wurden Brandanschläge und körperliche Angriffe gegen Flüchtlinge gemeldet. Die aktuelle Situation scheint ziemlich brisant, deshalb wollen wir euch mit den Artikeln “Flüchtlinge, Rassismus und die NPD- Ein Überblick #1&#2″ Informationen über die aktuelle Situation liefern. Der letzte Artikel #3 wird über nützliche Tipps und Anlaufstellen berichten, wenn ihr euch selber aktiv engagieren wollt.

Das Heim für Geflüchtete in Berlin- Hellersdorf

Unwissenheit kann zu rassistischen Vorurteilen führen (mehr…)

Erneute Auflage der Broschüre “Liken. Teilen. Hetzen. Neonazi-Kampagnen in Sozialen Netzwerken”

Unsere Broschüre ”Liken. Teilen. Hetzen. Neonazi-Kampagnen in Sozialen Netzwerken“, die bereits nach einem Monat komplett vergriffen war, ist endlich neu aufgelegt worden und kann nun auch wieder als Printexemplar gegen Erstattung der Portokosten bei uns bestellt werden unter nonazinet@amadeu-antonio-stiftung.de. Und steht hier auch als Einzelseiten zum Download bereit.

#SchauHin: Ein Aufschrei gegen Alltagsrassismus

Ein neuer Aufschrei geht durch die Netzgemeinde: Seit Freitag twittern die Nutzerinnen und Nutzer unter dem Hashtag #SchauHin ihre Erfahrungen mit Alltagsrassismus. Ob die Resonanz so groß wird wie bei der #Aufschrei-Debatte? Die Chancen stehen gut.

“Auf Ämtern geduzt zu werden, nur weil man einen türkischen Namen hat”. “Job: Ich rufe mit meinen Namen an, Job leider vergeben. Deutscher Freund ruft an, Job noch frei, Termin auch.” “Wenn die Oma den Enkel in der Wanne schrubbt, damit er bisschen heller wird”. “Wenn die Hausverwaltung sagt: Klar können sie selber Nachmieter suchen – diese dann aber ablehnt, sobald sie Ausländer sind”.

All das sind Twitter-Postings. All diese Postings beschreiben Alltagsrassismus. (mehr…)

no-nazi.net-Workshop im cassiopeia Berlin am 24. August 2013

Logo no-nazi.netAm 24. August 2013 von 16h bis 20h im cassiopeia Berlin! Seid ihr dabei? 

Soziale Medien sind heute für viele Menschen der Ort, um sich auszutauschen, sich zu informieren und Position zu beziehen. Auch Neonazis nutzen diese direkte Ansprachemöglichkeit gezielt. Sie wissen, dass hier die Hemmschwelle beim Kontakt niedriger ist und dass sie mit humoristisch formulierter Hetze, kernigen Diskussionsbeiträgen oder rechtsextremer Musik große Verbreitungserfolge erzielen können. Rechtsextreme lassen rassistische, antisemitische und demokratiefeindliche Positionen in politische oder gänzlich unpolitische Diskussionen einfließen, um sie als „legitime Meinungsäußerungen“ erscheinen zu lassen. Ihre Hauptzielgruppe sind dabei Menschen, die in ihrem Demokratieverständnis noch nicht gefestigt sind. Die Wortergreifung erfolgt auf verschiedenen Ebenen. Weil viele dieser Annäherungsversuche geschickt formuliert und nur im Kontext als rechtsextrem kenntlich sind, kann man ihnen häufig strafrechtlich nicht begegnen.

Im Workshop soll gemeinsam erarbeitet werden, wie man Neonazis in den Sozialen Netzwerken erkennt, was sie dort machen, welche Argumentationsstrategien von Rechtsextremen in den Sozialen Netzwerken zu finden sind, welche Verschwörungstheorien gerade populär sind und wie man darauf reagieren kann.

Wir geben einen Überblick zu Auftrittsformen, Zielen und Strategien, denn der erste Schritt zur Gegenwehr ist das Identifizieren und Erkennen menschenverachtender Inhalte. Dabei arbeiten wir mit aktuellen Beispielen und beziehen auch neuste Entwicklungen in der rechtsextremen Szene mit ein. Auch dort entstehen neue Kampagnen, WebTV-Sender und Gruppierungen, deren Auftritte immer professioneller und ansprechender aufbereitet werden. Weiter beschäftigt sich der Workshop mit rechtsextremen Kampagnen im Netz, über die Aufmerksamkeit und Zustimmung erzeugt werden sollen.

Und was kann jede*r von uns tun? Denkanstöße, Hinweise auf weiterführende Informationen sowie Argumentationshilfen runden das Seminar ab.

Am 24. August 2013 von 16h bis 20h! Seid ihr dabei? Dann meldet euch schnell an unter nonazinet@amadeu-antonio-stiftung.de. Der Workshop ist kostenfrei und für alle Interessierten, die sich bis zum 22. August angemeldet haben!

Dienstagsvideo: “Bad Nenndorf, eine Stadt steht auf”

Das Video ist eine kurze Zusammenfassung der Dokumentation “Eine Stadt steht auf”, die nicht nur über den Hintergrund des alljährlichen Neonazi- Aufmarsches in Bad Nenndorf informiert, sondern auch die Gegenproteste der letzten Jahre vorstellt. Denn am kommenden Samstag, den 3. August, wollen wieder mehrere hundert Neonazis aus ganz Deutschland durch den beschaulichen Kurort im Landkreis Schaumburg ziehen.

Was haltet ihr von den Gegenprotesten der Bewohner*innen? Wie sieht eurer Meinung nach kreativer Protest gegen Neonazis aus?

Schreibt uns doch einen Kommentar oder eine Mail an nonazinet@amadeu-antonio-stiftung.de!

Hingehört! Rechtsextreme Musik #3: Liedermacher*innen

Teil 3 unserer Reihe zu rechtsextremer Musik, heute geht’s um rechtsextreme “Liedermacher*innen”.

“Wo ist der Mensch, der mich versteht, mit dem es sich in Freude lebt. Und dann seh ich sie von weitem stolz dort steh´n, als deutsches Mädel erhobenen hauptes geh´n (…) Denn deutsch ist ihr Wesen und deutsch ihre Art, Anmut und Tugend sich in ihr gepaart, denn deutsche Mädels find´st du heut in Deutschland kaum (…)”

(Auszug eines Liedtextes des rechtsextremen Liedermachers Frank Rennicke:)

 Voller Kitsch und Pathos: der rechtsextreme Liedermacher Rennicke in einem Youtube-Video

Au weia, so hört es sich also an wenn ein Nazi versucht, Liebeslieder zu schreiben… Kitschige Floskeln gepaart mit gruseliger Deutschtümelei. Hier wird von einer sich vorgestellten “deutschen Wesensart” geträumt und die Frau als “Mädel” nur im Bezug auf ihr angebliches “deutsch-sein” angeschmachtet.

Der bekannteste rechtsextreme Liedermacher Frank Rennicke, singt neben solch schnulzig völkischen Liebesliedern aber auch über andere Themen. Die “Liebe zum Vaterland” liegt ihm dabei aber immer besonders am Herzen. “Für Deutschland”, “Sehnsucht nach der Heimat” oder “Ich bin froh dass ich ein Deutscher bin” sind beispielsweise die Titel zahlreicher Lieder, in denen Rennicke seine neonazistichen Ansichten vertont. (mehr…)

Hingehört! Ein Überblick zu Neonazis und Musik #2 Hip-Hop

In unserer neuen Artikel- Serie zum Thema “Hingehört! Ein Überblick zu Neonazis und Musik” geht es heute im 2. Teil um neonazistische HipHop- Musik. Im letzten Artikel haben wir die “NS- Black Metal”-Szene sowie das Genre “Rock against Communism” genauer unter die Lupe genommen.

Hip-Hop. Das fallen einem spontan erst einmal Ghettos in New York oder anderen US- amerikanischen Großstädten ein. Ihren Ursprung hat diese Musikszene nämlich auf den Straßen New Yorks der 70er Jahre. Sie war vor allem Sprachrohr der schwarzen afroamerikanischen und latino-amerikanischen Bewegung, die in dieser Zeit von extremen Rassismus und Armut betroffen war.

Neonazis oder rassistische Inhalte sind also wirklich nicht die erste Assosziation mit diesem Musikgenre. Aber es gibt sie tatsächlich: Neonazis, die die Rapmusik nutzen, um menschenverachtende Inhalte zu verbreiten. Wer macht denn sowas? Wir stellen euch hier mal ein paar dieser Nazi-Rapper*innen vor:

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LET’S FETZ GEGEN RECHTS – WAS GEHT DIESE WOCHE? – 28. KW 2013

MACH MIT, BRING DICH EIN, ODER KOMM VORBEI! In Köln, Dresden, Berlin, Heidelberg… und auch in deiner Stadt!?

Wenn ihr weitere Hinweise, Demoaufrufe, Aktionen habt, dann schreibt uns doch einen Kommentar oder eine Mail an nonazinet@amadeu-antonio-stiftung.de!

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Hingehört! Neonazis und Musik #1: NSBM & RAC

Musik hören viele Menschen sehr gerne: Egal ob in der Badewanne, auf der Party oder unterwegs. Musik verbindet, bringt Leute zusammen, löst Erinnerungen und Emotionen aus.  Gerade in Subkulturen und diversen Jugend-Szenen spielt Musik deshalb eine große Rolle. Leider auch im negativen Sinn, denn gerade Musik ist häufig der erste Zugang zur Neonazi-Szene.

Expert*innen gehen daher immer wieder auf die große Bedeutung von Rechtsrock- Konzerten und generell neonazistischer Musik ein. Rassistische und antisemitische Inhalte werden musikalisch untermalt und erreichen per Youtube- Klicks potenzielle Einsteiger*innen. Konzerte bringen Neonazis und interessierte Mitfeiernde zusammen, das gemeinsame Feiern von rassistischer Musik verbindet die Szene und vermittelt einen bestimmten rechtsextremen Lifestyle.

Deshalb nun unsere neue Reihe zu “Neonazis und Musik”, damit ihr eine Idee davon bekommt, zu welchen Klängen ihr das Kopfnicken lieber vermeidet sollte und an welcher Stelle vielleicht auch eure Freundinnen und Freunde mal ein bisschen genauer hinhören sollten, bevor sie einfach nur “die Musik” mögen.

Los geht es heute mit zwei verschiedenen Themengebieten:

Was versteckt sich hinter dem Begriff “Rock Against Communism” und wer oder was ist “National Socialist Black Metal”, das in der Black-Metal Szene vorzufinden ist.

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Rechtspopulismus: Parolen, Akteur*innen, Medien #6:
Und was wollen die nun eigentlich mit Israel?

Kein seltener Anblick: Rechtspopulistische Parteien wie “Pro Deutschland” oder “Die Freiheit” demonstrieren gegen den Bau einer Moschee. Unter den zahlreichen Deutschlandfahnen lassen sich auch Israelfahnen erkennen. Warum schwingen Rechtspopulist*innen die Nationalfahne vom jüdischen Staat? Welche Argumention steckt dahinter?

6. Teil unserer Serie “Rechtspopulismus: Parolen, Akteur*innen, Medien”:

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