Rechte und Rassistische Gewalt in Deutschland

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Immer wieder kommt es in Deutschland zu rechten und rassistischen Gewalttaten.  Diese richtet sich meistens gegen Menschen, die als Nicht- Deutsch wahrgenommen werden oder gegen Personen  die mit einer Behinderung leben. Aber auch Obdachlose, Sinti und Roma sowie Homosexuelle sind von menschenverachtender Gewalt betroffen.

Rechter und Rassistischer Alltag

Rechte und Rassistische Gewalt kann sich in abwertenden Sprüchen, Bedrohungen  und körperlichen Gewalttaten  äußern. Leider sterben auch immer wieder Menschen in Deutschland durch rechte und rassistische Gewalt.  Seit dem Jahr 1990 hat die Amadeu- Antonio- Stiftung eine Chronik von 182 Todesopfern erstellt, die aus rechten, rassistische oder homophoben Motiven umgebracht wurden. Dabei dürfte die Dunkelziffer viel höher liegen, denn oftmals ermittelt die Polizei nicht nach einer  rassistischen oder rechten Einstellung der Täter*innen. Diese folgenschwere Ermittlungspraxis der Behörden ist zuletzt durch die Mordserie des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ öffentlich geworden.  10 Menschen mit einer  türkischen oder  griechischen Zuwanderungsgeschichten  sowie eine deutsche Polizistin wurden durch den „NSU“ umgebracht. Die Behörden ermittelten jedoch in den Familien der Opfer, da diese die Gründe für die Mordserie in der  „Mafia- und Schutzgelderpressung“ vermuteten.

Gewalttaten gegen Schwarze Deutsche, Flüchtlinge oder Frauen mit Kopftuch ereignen sich an öffentlichen Plätzen. Egal ob in der Bahn, der Schule oder in der Disco. Die Täter*innen sind nicht immer Neonazis mit einem geschlossenen rechtsextremen Weltbild. Oftmals äußert sich ein alltäglicher Rassismus in den Gewalttaten, wenn „normale“ Männer oder Frauen andere Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe oder politische Einstellung beschimpfen, anspucken oder schlagen.

Was kann ich tun?

Ganz wichtig, wenn du rechte oder rassistische Gewalt mitbekommst: Schau nicht weg, sondern misch dich ein! Hol dir Hilfe bei anderen Zeug*innen, die von der Tat mitbekommen und ruf die Polizei! Solidarisiere dich mit dem Opfer!

Falls du selber in deinem Alltag von rechter oder rassistischer Gewalt betroffen sein solltest, kannst du dich an die Beratungsstellen für Opfer rechter und rassistscher Gewalt wenden. Diese beraten dich kostenlos und anonym, kümmern sich um psychologische Betreuung und begleiten dich zur Polizei oder zu Gerichtsprozessen. Die Kontaktadressen zu den Beratungsstellen in Deutschland bekommst du hier.

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