Flüchtlinge, Rassismus und die NPD- Ein Überblick #1

Die Meldungen der rassistischen Hetze gegen Flüchtlinge überhäufen sich: In mehreren (Klein-)Städten Deutschlands organisieren Bürger*innen zusammen mit Neonazis Proteste gegen Flüchtlingsheime. Das Internet und gerade das Soziale Netzwerk “facebook” spielt dabei eine wichtige Rolle. Auf selbst gegründeten Facebook- Seiten und Gruppen wird der Protest koordiniert und zur Mobilisierung genutzt. Die rassistische Hetze beschränkt sich dabei (leider) nicht nur auf verbale Ausgüsse im worldwideweb. In mehreren Städten wurden Brandanschläge und körperliche Angriffe gegen Flüchtlinge gemeldet. Die aktuelle Situation scheint ziemlich brisant, deshalb wollen wir euch mit den Artikeln “Flüchtlinge, Rassismus und die NPD- Ein Überblick #1&#2″ Informationen über die aktuelle Situation liefern. Der letzte Artikel #3 wird über nützliche Tipps und Anlaufstellen berichten, wenn ihr euch selber aktiv engagieren wollt.

Das Heim für Geflüchtete in Berlin- Hellersdorf

Unwissenheit kann zu rassistischen Vorurteilen führen

Viele rassistische Vorurteile und Einstellungen entstehen schlichtweg aus einer Unwissenheit über die Situation von Flüchtlingen in Deutschland. Daher ist es wichtig zu wissen, wie eigentlich geflüchtete Menschen in der Bundesrepublik leben und welche Rechte sie (nicht haben). Auf der Internetseite der Initiative “Hellersdorf hilft” unter der Rubrik “Häufig gestellte Fragen” findet ihr Fragen&Antworten rund um die Themen Asylsuchende, Asylgesetze sowie Anlaufstellen, wenn ich euch selber für die Rechte von Flüchtlingen einsetzen wollt. Die Initiative hat sich im Rahmen der Proteste gegen die Unterkünft in Berlin- Hellersdorf gegründet und solidarisiert sich mit den Bewohner*innen des Heims in der Carola- Neher- Straße. Sie leisten also nicht nur im Internet eine tolle Arbeit. We like!

Harte Fakten gegen rassistische Vorurteile

Wenn ihr mehr über die Lebenssituation von Flüchtlingen in Deutschland erfahren wollte, lohnt es sich auch unseren Text zum Thema “Flüchtlinge vor dem Brandenburger Tor- Warum?” zu lesen. Der Text nimmt den Hungerstreik von Asylsuchenden im November 2012 vor dem Brandenburger Tor in Berlin zum Anlass um über die Rechte und Forderungen der Flüchtlinge zu berichten. Der Artikel “Wie Rassismus auch tötet- Suizid in Eisenhüttenstadt” von Martha Grau handelt von dem Selbstmord eines Asylsuchenden in dem Heim in Eisenhüttenstadt in Brandenburg. In dem Text wird die unmenschliche Situation von Asylsuchenden beleuchtet, darüber hinaus werden wichtige Begiffe wie Drittstattenregelung, Dublin II- Verordnung und Residenzpflicht erläutert. Außerdem gelangt ihr über den Link auf den Kurzfilm “Tod nach Abschiebung”, der über die Lebensgeschichte des Flüchtlings Wadim berichtet.

Neonazis nutzen rassistische Vorurteile

Diese Vorurteile, über Menschen, die in Deutschland Schutz vor Verfolgung und Diskriminierung suchen, entwickeln sich derzeit in einigen Städten Deutschland zu einer schwierigen Situation. Neonazis inszenieren Proteste gegen Flüchtlingsheime und können Bürger*innen mobilisieren, die rassistische Ressentiments besitzen. Die Allianz aus organisieren Neonazis und rassistischen Bürger*innen ist enorm gefährlich: Für die Betroffen, die Flüchtlinge in den Heimen, entsteht eine Atmosphäre der Angst und des Misstrauen. Nicht selten mündet die verbale Gewalt im Internet oder auf der Straße in Gewalt gegen geflüchtete Menschen oder ihre Unterkünfte. Im nächsten Artikel “Flüchtlinge, Rassismus und die NPD- Ein Überblick #2″, der morgen erscheint, erfahrt ihr mehr, wie Neonazis das Thema für ihre Propaganda nutzen.

Fotos und Text von Olga Wendtke

 

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