Kameradschaft Aachener Land (KAL)

Die “Kameradschaft Aachener Land” wurde vermutlich am 1. Januar 2002 gegründet. Die Palette der Strafen reicht von antisemitischen Sprühaktionen bis hin zu Morddrohungen und Besitz von Sprengstoff. Die KAL ist keine gesetzlich definierte Organisation, wie eine Partei oder ein eingetragener Verein. Trotzdem entstand sie aus dem Umfeld des NPS-Kreisverbandes Aachen und unterhielt immer einen engen Kontakt zu diesem. Sie gehört zu der ältesten und auch aktivsten Kameradschaft in NRW.  Ca. 20 Personen sind fester Bestandteil der Gruppierung, die Kontakt zu anderen Kameradschaften aus dem Umland und auch deutschlandweit haben. Sie hatten auch Verbindungen zu der Hooligan-Szene und anderen Nazigruppen in Europa.

Im Focus der KAL standen vor allem politische Gegner*innen, die durch Gewalt- und Sachbeschädigungen eingeschüchtert werden sollten. So wurde bspw. das Auto des Veranstalters eines „Rock gegen rechts“-Konzertes von Anhängern der Kameradschaft angezündet und sein Name samt Hinweis auf seine Adresse auf ihrer Homepage veröffentlicht. Auch Körperverletzungen wie Reizgasattacken und brutale Schläge gehörten zu ihrem Vorgehen.

Der sogenannte „Kameradschaftsführer“ René Laube war bis Mitte 2010 stellvertretender Vorsitzender des NPD-Kreisverbandes Düren und Vorsitzender des Ortsverbandes im Rhein-Erftkreis. Wie viele seiner Kameraden wurde er wegen Volksverhetzung, Sachbeschädigung, Falschaussage und Körperverletzung angezeigt.

Weiterhin gehören dem Vorstrafenregister der Kameradschaftsmitglieder Morddrohungen, Verwendung verfassungsfeindlicher Kennzeichen, uneidliche Falschaussagen und Körperverletzungen an. Auch der Besitz von Sprengmittel auf einer Versammlung, mit dem sie politische Gegner*innen oder Polizist*innen hätten verletzen können, wurde ihnen nachgewiesen. Zudem besaßen die Kameradschaftsmitglieder ein weitgefächertes Repertoire an gefährlichen Waffen und eine Vielzahl an rechtem Propagandamaterial.

Gewalt ist ein zentrales Mittel ihrer kriminellen Energie. Das Regime des Nationalsozialismus verherrlichen sie durch Geburtstagsgrüße an Adolf Hitler auf ihrer Homepage. Mit scheinbar „politischen“ Aktionen versuchten sie auf sich aufmerksam zu machen. Dazu gehörten regionale Veranstaltungen wie Liederabende, Konzerte, Fußballturniere und Demonstrationen. Auch an anderen Nazi-Aufmärschen beteiligten sie sich.

Ein Verbot dieser gewalttätigen, brutalen und menschenverachtenden Nazi-Gruppierung ist wichtig, um Gewaltverherrlichung und Verfassungsfeindlichkeit entgegentreten und weitere brutale Übergriffe verhindern zu können!

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