Let’s fetz gegen Rechts – Was geht am Wochenende? – 47. KW 2012

Mach mit, bring dich ein, komm vorbei in Berlin, Hessen, Schleswig-Holstein… !

23. November in Mölln: Veranstaltung zum Gedenken an den rassistischen Anschlag im Jahr 1993

Am 23. November jährt sich zum 20. Mal der Tag, an dem bei einem rassistischen Brandanschlag drei Menschen in unserer Stadt ermordet wurden und zahlreiche weitere Mitbürger/ innen türkischer Herkunft teilweise schwere Verletzungen erlitten. Am kommenden Freitag veranstaltet der “Freundeskreis in Gedenken an den rassistischen Brandanschlag von Mölln 1992″ zusammen mit der Stadt Mölln eine Gedenkveranstaltung.
Die Daten: Mölln – 23.11.2012
Mehr zum Programm unter: gedenkenmoelln1992.wordpress.com

23. November in Wiesbaden: Nazi – Terror unter den Augen des Staates Vortrag und Diskussion mit Paul Wellsow

Zehn Morde, mehrere Sprengstoffanschläge und zahlreiche Banküberfälle gehen auf das Konto des »Nationalsozialistischen Untergrundes«. Die Täter waren keine isolierte Zelle, sondern fest in organisierte Strukturen der Neonazi-Szene eingebettet. Der Staat hat bei der Bekämpfung dieser Strukturen versagt – war er auf dem rechten Auge blind? 13 Jahre hat die polizeibekannte Neonazi-Gruppe aus dem Untergrund Morde begangen. Sie agierte vor dem Hintergrund rassistischer Einstellungen in der Gesellschaft und entstand in den 1990er Jahren in einer Hochphase der neonazistischen Straßenmobilisierung und des Strukturaufbaus. Unter den Augen der Behörden, zum Teil mit deren Duldung und Förderung, konnten Neonazis Netzwerke aufbauen, die bis heute wirken. Trotz Fahndung konnten die rassistischen Mörder unerkannt bleiben. Stattdessen wurden die Täter im Umfeld der Opfer oder in der organisierten Kriminalität gesucht.Im April 2006 ermordete der NSU Halit Yozgat in Kassel. Nur Zufall oder eher das Ergebnis langjähriger und enger Kontakte zwischen Neonazis aus Hessen und Thüringen? Etwa ein Jahr nach dem eher zufälligen Bekanntwerden des NSU stellt sich die Frage nach einem Zwischenfazit.“
Die Daten: 23.11.2012 – Infoladen Wiesbaden
Mehr Informationen: DGB Jugend Südhessen

24. November in Berlin: “Silvio Meier Gedenk-Demo”

“Zwanzig Jahre ist es her, dass Silvio Meier in Friedrichshain von Neonazis ermordet wurde. Unmittelbar nach dem Tod Silvio Meiers wurde eine Mahnwache am Tatort eingerichtet, einen Tag später fanden sich mehrere Tausend Menschen zu einem Schweigemarsch durch Friedrichshain und Prenzlauer Berg zusammen. Diesen Samstag soll Silvio Meier erneut gedacht werden. Dann findet zum 20. Mal die alljährliche Silvio-Meier-Demonstration statt. “Silvio Meier ist gestorben, weil er Gesicht gezeigt hat gegen rechts”, sagt Lars Laumeyer vom Silvio-Meier-Bündnis, das die Demo organisiert. Der Tag beginnt aber schon viel früher. Um 13 Uhr hat die NPD eine Demonstration an der Rudower Spinne in Neukölln angemeldet. Das Silvio-Meier-Bündnis ruft dazu auf, sich den Nazis in den Weg zu stellen. Auch findet ab 11 Uhr ein Putzspaziergang durch Johannisthal statt, bei dem Nazisticker und -plakate entfernt werden sollen. Initiator der Aktion ist die Gruppe Uffmucken, die sich in Schöneweide gegen Neonazis engagiert.”
Die Daten:24.11.12 – 15.00 Uhr – U-Bahnhof Samariter Straße, Berlin
Weitere Infos unter: http://www.taz.de/

24. November in Berlin: “Naziaufmarsch in Rudow”

Seit einigen Tagen mobilisiert die Berliner NPD für den 24. November 2012 zu einem Aufmarsch durch den südlichen Neuköllner Ortsteil Rudow. Der Aufmarsch richtet sich gegen eine geplante provisorische Unterkunft für Flüchtlinge, die für zwei Jahre in Containern auf einer Brachfläche in der August-Fröhlich-Straße/Kanalstraße untergebracht werden sollen. Es ist eine Gegenkundgebung angemeldet.
Die Daten: 24.11.12 – 12:00 Uhr – U Bahnhof Rudow
Weitere Infos unter: mbr-berlin.de

Habt ihr weitere Hinweise, Demoaufrufe, Aktionen? Schreibt uns doch einen Kommentar oder eine Mail an nonazinet@amadeu-antonio-stiftung.de.

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