Let’s fetz gegen Rechts – Was geht am Wochenende? – 11. KW 2013

Mach mit, bring dich ein, komm vorbei in Berlin, Mecklenburg- Vorpommern, Hamburg, Niedersachsen und NRW!

Ab dem 22. März in Berlin: Ausstellung “Die ganze Wahrheit”

Rabbiner Shmuel Rabinowitz beim Reinigen der Westmauer

Mit der Ausstellung »Die ganze Wahrheit« stellt sich das Jüdische Museum Berlin diversen Fragen rund um das Judentum: den FAQs, den schwierigen, den lustigen, den klugen und denen, die man eigentlich nicht beantworten kann. Manche Fragen sind unbequem für den Fragenden, manche politisch nicht korrekt, andere verraten etwas über den, der sie gestellt hat. Wie wird man Jude? Was bin ich, wenn meine Mutter Christin ist und mein Vater Jude? Wie stehen die Juden zu Jesus und Mohammed? Sind die Juden auserwählt?

Mit Witz und Gelassenheit werden Fragen in außergewöhnliche Ausstellungsstücken aus Religion, Alltagswelt und zeitgenössischer Kunst übersetzt. Literarische Stimmen äußern sich zu jüdischer Identität heute, Filme und Interviews beantworten Fragen zum Umgang mit religiösen Gesetzen im Alltag. Dabei greift »Die ganze Wahrheit« kontroverse gesellschaftliche Debatten auf, stellt Gegenfragen und sensibilisiert nicht zuletzt für stereotype Bilder und Denkmuster.
Und ab und zu wird eine Frage auch einfach beantwortet.

Weitere Infos:  22. März 2013 bis 1. September 2013// Jüdisches Museum Berlin //  Altbau, 1. OG Eintritt mit dem Museumsticket: 7 Euro, erm. 3,50 Euro

 

Freitag, den 22. März in Hamburg: Filmvorstellung “Blut muss fließen”

Der Sänger grölt Gewaltparolen, die Skinheads toben und die Arme gehen hoch zum Hitlergruß: Als Thomas Kuban zum ersten Mal ein Neonazi – Konzert mit versteckter Kamera dreht, ermöglicht er Einblicke in eine Jugendszene, in die sich kaum ein Außenstehender hineinwagt. Sechs Jahre später hat er rund vierzig Undercover-Drehs hinter sich, auch in Ländern jenseits deutscher Grenzen. Ein Lied begegnet ihm auf seiner „Konzerttournee“ immer wieder: „Blut muss fließen knüppelhageldick, wir scheißen auf die Freiheit dieser Judenrepublik…“. Hochbrisant ist das Material, das Thomas Kuban im Lauf der Jahre zusammengetragen hat – einzigartig in Europa, wahrscheinlich sogar weltweit.
Mit Rechtsrock junge Menschen zu ködern und zu radikalisieren – diese „Masche“ zieht: Laut einer Studie ist der Rechtsextremismus in Deutschland zur größten Jugendbewegung geworden. Längst hat sich rund um die Musikveranstaltungen auch ein blühender Markt entwickelt: CD’s der einschlägigen Bands werden in Eigenregie produziert und in Szeneläden oder über das Internet verkauft. Mit rechtsextremen Merchandising – Artikeln ist das nicht anders. Auf diese Weise wird zugleich Geld für die Expansion der „Bewegung“ generiert.
Der Autor Peter Ohlendorf hat Thomas Kuban auf seiner Reise mit der Kamera begleitet. Diesen Beobachtungen sind Sequenzen des Undercover-Materials gegenübergestellt. In den Dokumentarfilm sind quasi fiktionale Elemente integriert, die sich aus Sicherheitsgründen ergeben: Der Protagonist des Films muss unerkannt bleiben, sein Name ist folglich ein Pseudonym. Die eigenwillige Verkleidung dient nicht nur seinem Schutz, sondern thematisiert in ihrer Überpointierung zugleich die Rezeption seiner Person durch die Gesellschaft. Auch die Stimme von Thomas Kuban wird unkenntlich gemacht. Die Sprachebene ist analog zur Verkleidung frei entwickelt, sie orientiert sich aber an seiner realen Identität und hält sich streng an Fakten. Und sie versuchen Antworten zu finden auf die Fragen: Warum kann auf der rechtsextremen Partymeile über alle Grenzen hinweg gefeiert werden und wie lässt sich das verhindern?

Mehr Infos:  22.03.2013 // 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr // Kino 3001, Hamburg // Mit Peter Ohlendorf, Autor und Produzent

 

Samstag, den 23. März in Güstrow: Naziaufmarsch stoppen!

Für den 23. März 2013 ruft der Landesverband der NPD in Mecklenburg-Vorpommern auf, unter dem Motto “Einmal Deutschland und zurück – Kein Asylantenheim in Dettmannsdorf und Anderswo” durch Güstrow zu marschieren. In Güstrow, wie auch in anderen Städten, wollen die Nazis an diesem Tag ihre menschenverachtende Propaganda gegen Flüchtlinge, MigrantInnen und die Entstehung eines neuen Flüchtlingsheims in Güstrow-Dettmansdorf auf die Straße tragen.  Kommt  am 23. März 2013 nach Güstrow, um den Nazis und Rassisten  entgegenzutreten! Menschenverachtende hat auch in Güstrow nichts zu suchen! Achtet auf Ankündigungen, sagt es weiter, bringt Freunde und Freundinnen, Verwandte und Bekannte mit.

Mehr Infos: 23. März 2013 // Güstrow // Weitere Infos sind dem Blog http://rassistenstoppen.blogsport.eu/ zu entnehmen.

 

Samstag dem 23. März in Berlin: Refugees’ Revolution Demo

 

 

 

 

 

Die Flüchtlinge vom Oranienplatz in Berlin- Kreuzberg kämpfen immer noch für bessere Lebensbedingungen. Mit einer Demonstration am kommenden Samstag wollen sie erneut ihre Forderungen auf die Straße tragen: Sie kämpfen gegen die Residenzpflicht und für die Schließung aller Abschiebelager. Kommt zu Demonstration und unterstützt ihr notwendiges Anliegen!

Mehr Infos:  Samstag  23. März // 14 Uhr //  Oranienplatz, Berlin – Kreuzberg

 

Samstag dem 23. März in Berlin: INPUT Veranstaltung

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Menschen werden aufgrund von körperlichen Merkmalen diskriminiert. Diese Form der Kategorisierungen von Menschen, über “Behinderungen” nennt man “Ableism”. Aber was ist das überhaupt? Woher kommt es und wie funktioniert es? Wer schreibt eigentlich zu, dass ein Körper als „behindert“ oder „nicht-behindert“ gilt und was hat das alles mit Gesellschaft und Kapitalismus zu tun? Wer beschäftigt sich wie mit dem Thema und welche Hürden – etwa auf institutioneller Ebene – gibt es, zusätzlich zu der Treppe vor der Kneipe oder dem viel zu schmalen Türeingang? Und wie könnte umfassende Barrierefreiheit aussehen? Neben einer einführenden Klärung der Begriffs Ableism werden wir uns die Konstruktion von Behinderung auf verschiedenen gesellschaftlichen Ebenen anschauen und eine geschichtliche Kontextualisierung vornehmen.
Es handelt sich um eine Einführungsveranstaltung, die keinerlei Vorwissen voraussetzt. Der Veranstaltungsort ist barrierefrei.

Teamer_innen: Mondkalb – Zeitschrift für das organisierte Gebrechen.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe: what makes us sick – schön, gesund, leistungsstark: total normal?!

Weitere Infos: Samstag 23. März 2013 // 18 Uhr // Schreinerstr. 47, Berlin-Friedrichshain

 

Samstag dem 23. März in Berlin: Veranstaltung- Antiziganistische Zustände 2

Vor kurzem ist der Sammelband “Antiziganistische Zustände 2: Kritische Positionen gegen gewaltvolle Verhältnisse” erschienen.  Mit dieser Veröffentlichungsveranstaltung wird das Buch ausführlich vorgestellt, in verschiedenen Inputvortägen, Workshops und Podiumsdiskussionen wird sich gemeinsam mit den Autor*innen noch einmal einer zentralen Fragen gewidmet, die im Rahmen der Erstellung des Sammelbandes erneut aufkamen: Wer darf, wer sollte, wer kann Antiziganismuskritik betreiben? Welche Position muss dabei denjenigen zukommen, die Antiziganismus erfahren? Welche Rolle sollten, können dabei jene einnehmen, die nicht von Antiziganismus betroffen sind?

Die Veranstaltung soll dazu beitragen, bestehende Debatten kritisch zu hinterfragen, ihnen eine neue Stoßrichtung oder Tiefe zu verleihen, sie zu verwerfen oder sie voran zu bringen. Die Veranstaltung will damit einen Beitrag zu einer kritischen Reflexion des Antiziganismus leisten.

Mehr Infos: Samstag 23. März // 14-22 Uhr //Tagungshaus Alte Feuerwache // Axel-Springer-Straße 40-41, Berlin-Kreuzberg

 

Samstag dem 23. März in Hamburg: Keine rassistische Hetze in Hamburg- Horn

 Seit Wochen mobilisiert Stephan Buschendorff, Funktionär der rassistischen „Bürgerbewegung Pro-Deutschland“, zu einer Kundgebung am 23. März in Hamburg gegen die geplante Eröffnung einer Moschee im Stadtteil Horn. Buschendorff wurde in Schleswig-Holstein als Spitzenkandidat von Pro Deutschland zur Bundestagswahl 2013 nominiert. Die Kleinst-Partei und ihre Ableger sind in den letzten Jahren vor allem durch islam-feindliche Wahlkämpfe in Nordrhein-Westfalen und Berlin aufgefallen. Momentan will sie sich bundesweit aufstellen. “Pro Deutschland” gilt als eine rechtsextreme Partei.

 Im antimuslimischen Rassismus kehrt der altbekannte völkische Fremdenhass im
neuen Gewand zurück. Die Bekämpfung von Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Rechtsextremismus und Rassismus ist eine
zentrale Aufgabe der Gesellschaft. Kommt zur antirassistischen Protest-Kundgebung!

Mehr Infos: Kundgebung Samstag 23. März // 13.00 Uhr // Horner Weg, Sievekingsallee //Hamburg – Horn

 

Samstag, den 23. März in Mettmann: Festival gegen Rassimus

Zum Abschluss der diesjährigen „internationalen Wochen gegen Rassismus“ möchten die Veranstalter*innen  mit einer kultur-politischen Veranstaltung in Form eines Festivals auf das Problem Rassismus aufmerksam machen. Dieser Ort soll dazu genutzt werden sich zu treffen, auszutauschen, zu diskutieren, zu informieren und natürlich Spaß zu haben. Neben einem Line-up von 7 Bands, wird das Festival mit Begrüßungsworten der Unterstützer eröffnet. Den krönenden Abschluss des Festivals gestalten die beiden Headliner-Bands THE PORTERS und VENOM IN VEINS. Des Weiteren wird es auf dem Festivalgelände einen Infostand geben, an dem man sich an themenbezogenen Input bereichern kann. Auch für das leibliche Wohl wird gesorgt. Das Festival gegen Rassismus ist ein „Umsonst & Draußen“-Festival, somit für alle Besucher_innen kostenlos, und wird neben finanziellen Zuschüssen der Unterstützer vom Getränkeverkauf (re)finanziert.

Sagt euren Freunden Bescheid, macht auf allen Kanälen auf das “Festival gegen Rassismus” aufmerksam und kommt zahlreich!

Mehr Infos: Samstag 23. März // 14 UHR // Markt Mettmann (Düsseldorf/Wuppertal)

 

Samstag, 23. März: Antifasistsche Demonstration gegen den Agnes-Miegel-Kult

 

https://linksunten.indymedia.org/image/79094.jpgAgnes  Miegel  war eine nationalsozialistische Dichterin, die Hitler und sein Regime durch literarische Texte unterstützte. Auch im späteren Verlauf ihres Lebens  distanzierte sie sich nie von der Ideologie der Nazis. Auch heute noch ist Miegel Ehrenbürgerin ihrer Geburtsstadt Bad Nenndorf und es wurde sowohl eine Straße als auch ein Platz nach ihr benannt.  Die ortsansässige Agnes-Miegel-Gesellschaft fördert die Verklärung der überzeugten Nationalsozialistin durch Relativierung und Entpolitisierung. Die Stadt tut das Ihrige und lässt das Andenken an sie durch öffentliche Denkmäler fortleben.  Am 22. und 23. März soll im Rahmen der „Agnes-Miegel-Tagen“  der Dichterin gedacht werden.  Aus diesem Grund ruft die Antifa zum Protest auf. Sie wollen eine geistig-moralische Wende in der Kommune und ein Ende der städtischen Unterstützung im Sinne der Agnes-Miegel-Gesellschaft. Des Weiteren fordern sie eine Umbenennung der Agnes-Miegel-Straße und des gleichnamigen Platzes sowie eine Entfernung ihrer Statue aus dem Stadtpark.

Mehr Infos: 23.März // 12:30 Uhr// Bahnhofsvorplatz, Bad Nenndorf

Habt ihr weitere Hinweise, Demoaufrufe, Aktionen? Schreibt uns doch einen Kommentar oder eine Mail an nonazinet@amadeu-antonio-stift

 

 

 

 

 

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