Let’s fetz gegen Rechts – Was geht am Wochenende? – 05. KW 2013

Mach mit, bring dich ein, komm vorbei in MV und Sachsen und Österreich…!

1. Februar in Dresden: Tanz auf den Blockaden aka Nazis wegraven

Am 13. Februar wollen wieder Neonazis einen “Fackelmarsch” in Dresden durchführen. Ähnlich wie in Magdeburg wollen die Neonazis  geschichtsrevisionistischen Inhalte in Dresden verbreiten. Das Bündnis “Dresden Nazifrei” ruft neben einem Täterspurenrundgang am Nachmittag auch wieder zu Massenblockaden auf. Die Vorbereitung für diesen Tag kostet viel Geld, deshalb veranstaltet das Bündnis am kommenden Freitag, den 1. Februar, eine Soliparty. Also kommt vorbei und tanzt gegen Nazis und für eine gute Sache!

Mehr Infos:

Soliparty: Nazis wegraven mit Art des Houses, Johannes Fröhlich / kurz & schmal & Krause Duo / Musik Krause        Eintritt 8 EUR/ In der Chemiefabrik, Petrikirchstr.5 in Dresden

 

1. Februar in Wien: Mahnwache gegen den Akademikerball in Wien

Am Freitag, den 1. Februar veranstaltet die FPÖ (Freiheitliche Partei Österreichs, eine rechtspopulistische Partei) den sog. Akademikerball, auch WKR-Ball genannt. Unter neuem Namen findet in der Hofburg abermals die Vernetzung von internationalen Rechtsextremen und HolocaustleugnerInnen statt. Darüber hinaus hat die FPÖ für den 1. Februar eine Kundgebung auf dem Heldenplatz angemeldet.
Wir dürfen den Heldenplatz, 75 Jahre nach dem Aufmarsch der Nazis im Jahr 1938, nicht wieder der extremen Rechten überlassen! Aus diesem Grund veranstaltet das Bündnis “Jetzt Zeichen Setzen” als zivilgesellschaftlichen Protest eine antifaschistische Mahnwache mit Lesung. Am Freitag, den 1. Februar werden ab 19.00 Uhr Personen des öffentlichen Lebens Widerstandstexte und antirassistische Texte am Heldenplatz verlesen.

Mehr Infos: Wien, Heldenplatz/ Ab 19Uhr

2.Februar in Rostock: Podiumsdiskussion – Dimensionen einer neonazistischen Mordserie

Am 25. Februar 2004 wurde Mehmet Turgut in Rostock von Mitgliedern des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) erschossen. Er war das fünfte von zehn Opfern einer neonazistischen Mordserie, deren Ausmaße auch über ein Jahr nach Bekanntwerden nicht vollends abzusehen sind. Das betrifft nicht nur den Tatumfang wie die Mittäter- und Mitwisserschaft durch weitere Unterstützer aus der neonazistischen Szene, sondern auch die Verschleierung dieser Taten durch deutsche Behörden. Die unzureichende Veröffentlichung bisheriger Ermittlungsergebnisse – auch über das Unterstützungsnetzwerk – lassen die Zweifel an einem vollständigen Aufklärungswillen der Behörden wachsen. Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass es in Mecklenburg Vorpommern keinen parlamentarischen
Untersuchungsausschuss (UA) geben wird, der das Versagen der Ermittlungsbehörden prüft. Während die Stadt Rostock noch über die Form des Gedenkens diskutiert, wartet die Öffentlichkeit auf eine lückenlose Aufklärung dieser
Verbrechen. Wie kann eine würdevolle Erinnerung aussehen? Welchen Beitrag hätte ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss in Mecklenburg-Vorpommern zur Aufklärung leisten können? Wie kann die Aufarbeitung behördlichen Versagens ohne einen UA aussehen?

Darüber diskutieren auf dem Podium:

Hikmat Al­-Sabty Die Linke / MdL MV / Mitglied des Migrantenrats
Imam-Jonas Dogesch, Mitglied des Migrantenrats
Johannes Saalfeld Bündnis 90/Die Grünen / MdL MV
Christoph Schützler, Soziale Bildung e.V., Antirassistische Initiative Rostock
Thorsten Sohn Bunt statt Braun
Steffen Trostorff Die Linke/Thüringen
Wolfgang Wielandt Bündnis 90/Die Grünen / MdB

Mehr Infos:  Samstag, 2. Februar 2013 // 18:00 // Peter-Weiss-Haus, Rostock

 

Habt ihr weitere Hinweise, Demoaufrufe, Aktionen? Schreibt uns doch einen Kommentar oder eine Mail an nonazinet@amadeu-antonio-stiftung.de.

Bei Jappy empfehlen