Drei Schulworkshops in Hamburg: Was das no-nazi.net-Team dabei lernt

Im Rahmen der Aktion “Hamburg steht auf!” zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus (12. bis 25.03.2012) war das Team von no-nazi.net in drei Schulen in Hamburg unterwegs, um über Neonazis in Sozialen Netzwerken aufzuklären. Dabei waren wir in der neunten Klasse eines Gymnasiums und in zwei neunten Klassen einer Stadtteilschule (Haupt- und Realschule) zu Gast. Da haben wir einiges gelernt.

Das Tolle an Schulworkshops ist: Dabei lernen alle etwas. Die Jugendlichen hoffentlich von uns – und wir auf alle Fälle von den Jugendlichen.

In Hamburg ist Rechtsextremismus nicht das Hauptproblem der Menschen – und auch nicht der Schülerinnen und Schüler. Trotzdem spannend:  Zwei Klassen gaben an, sie hätten nichts mit Rechtsextremismus zu tun. Die dritte allerdings hatte eine Menge Beispiele praktischer Auseinandersetzung (mit und ohne Gewalt) selbst oder im Umfeld erlebt. So unterschiedlich funktioniert schon einmal die Wahrnehmung.

Wir reden bei Schulworkshops nie nur über Rechtsextremismus, sondern immer auch über demokratische Kultur, Mobbing, Gleichwertigkeit, Ausgrenzung und respektvollen Umgang miteinander.

Diesmal konnten wir feststellen, dass die Jugendlichen auch interessierte:

- Rechtsextremismus und aggressiver Nationalismus in anderen Ländern und ethnischen Communities (z.B. Graue Wölfe) 

- Wie funktioniert demokratische Problemlösung?

- Warum werden Leute überhaupt rechtsextrem, rassistisch oder schließen sich einer extremen, gewalttätigen Gruppe an?

- Warum ist es in Deutschland so schwer eine Partei wie die NPD zu verbieten?

Wir haben angeregt diskutiert und nehmen die Anregung auf alle Fälle auf – auch hier im Blog.

Liebe Leserinnen und Leser, vielleicht gibt es ja auch Themen, die Ihr besonders interessant findet und die wir mal bearbeiten sollten? Dann bitte in die Kommentarspalte schreiben!

Simone

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