“Positiver” Rassismus – was soll das heißen?

“Positiver Rassismus”. Dieser Ausdruck klingt recht verwirrend. Da wo Rassismus ist, werden Menschen diskriminiert. Und das ist immer negativ. Also kann Rassismus doch gar nicht “positiv” sein. Was ist also dann darunter zu verstehen?

(mehr…)

Publikative.org

Ihr lest gerade bei no-nazi.net und das finden wir super! Wie ihr ja wisst, wollen wir mit unserem Blog aufmerksam auf Propaganda und Gefahren von Neonazis und andere diskriminierende Einstellungen, die im Netz zu finden sind, machen.

Neben unserer Arbeit gibt es noch andere tolle  Blogs, die gute Aufklärungsarbeit machen und Diskriminierungen zur Sprache bringen!

Deshalb gibt es bei uns jetzt jede Woche einen “Blog-roll”, das heißt, wir stellen hier verschiedene Blogs vor, die ihr auch mal besuchen könnt :) (mehr…)

Gedenken an Oury Jallouh

Gestern war der 8.Todestag von Oury Jallouh, der 2005 in einer Gefängniszelle in Dessau gestorben ist. Am 07. Januar  wurde Oury Jallouh festgenommen und im Polizeigewahrsam in eine Zelle gesperrt. In der Gefängniszelle brach ein Brand aus und Oury Jallouh, der mit Füßen und Händen an eine Matratze gefesselt war, verbrannte qualvoll.

(mehr…)

Weihnachten in schwarz weiß rot

Leuchtende Tannenbäume, funkelnde Glaskugeln, glitzerndes Lametta, Schokolade, Zimt und Spekulatius – alles sichere Anzeichen dafür, dass Weihnachten vor der Tür steht! Und so liest man in den sozialen Netzwerken und auf Blogs ständig Botschaften, die uns eine besinnliche Zeit oder ein frohes Weihnachtsfest wünschen. Auch Frank Franz, Pressesprecher der NPD, wünscht dies seinen Leser*innen, aber er wünscht auch “eine gute Wintersonnenwende”.

Auf dem neonazistischen „Infoportal Schwaben“ wird am 17. Dezember von einem “Besinnlichen Julfest in Schwaben” berichtet. Mitglieder (ob auch Frauen dabei waren, wissen wir nicht) “freier Kameradschaften” aus Oberbayern, Franken und Schwaben trafen sich im Wald, um die “Wintersonnenwende” zu feiern. In dem Online-Artikel ist die Rede von “germanischen Menschen”, die das Julfest “heute wie einst” feiern.
Auf der Homepage des Ring Nationaler Frauen (Frauenorganisation der NPD) in Sachsen schreibt “Landesmutti Katrin” in ihrem Artikel vom 12.12.12 zum Julfest: “Das Julfest ist das germanische Fest der Wintersonnenwende(…)”. Am Ende einer langen Beschreibung über die Traditionen des Festes fragt sie dann: “Neugierig geworden und jetzt Lust auf ein ganz anders begangenes Weihnachtsfest bekommen? Einfach mal ausprobieren und so inneren Frieden und neue Kraft für das kommende Jahr finden.”

Doch was ist damit gemeint, wenn von einem “ganz anders begangenem Weihnachtsfest” die Rede ist? Wenn auf rechtsextremen Portalen nicht von Weihnachten, sondern vom Julfest gesprochen wird, das “heute wie einst” gefeiert wird?
(mehr…)

Braune Erde von Daniel Höra

„Ich hörte ihre Schritte, ihren keuchenden Atem, ihre Versuche leise zu sein. Zwei Schatten schlichen um mein Versteck. Ich schloss die Augen und versuchte meine Angst ganz tief in meinen Kopf zu sperren. Ich wollte mir nicht ausmalen, was sie mit mir anstellen würden, wenn sie mich erwischten. Sie würden mich nicht schonen, das war mir klar. Ich wusste zu viel.“

Mit diesen Sätzen zieht Daniel Höra die Leser*innen seines neuen Romans „Braune Erde“ von Anfang an in den Bann. Auf knapp 300 Seiten entfaltet er ein erschreckendes Szenario: Eine ganze Dorfgemeinschaft wird – ohne es zu merken – von rechtsextremen Siedler*innen übernommen. Das Buch “Braune Erde” zeigt eindringlich, wie wichtig ein aufmerksames und kritisches Bewusstsein für unterschwelligen Rechtsextremismus ist.

Der 15-Jährige Ben wohnt bei seiner Tante in einem kleinen Dorf in Mecklenburg. (mehr…)

Der Rote Faden erklärt: Was ist “Rassismus”?

Das heutige Video zeigt auf, wie Rassismus entstehen kann und welche historischen Voraussetzungen gegeben waren für die Manifestation von Rassismus. Weitere Texte und Grafiken zu dem Thema findet ihr unter dem Schlagwort Rassismus hier auf unserem Blog.

Als Flüchtling im “Land der Frühaufsteher”

Eine Stunde aus der Disko durch den Wald nach Hause laufen, weil man keine Bahn bezahlen kann. Keine Privatsphäre zu Hause – und misstrauische Blicke, sobald man das unheimatliche Heim verlässt. Die Berliner Illustratorin Paula Bulling hat ein halbes Jahr in Heimen für Asylsuchende in Sachsen-Anhalt recherchiert, wie sich das Leben in Deutschland anfühlt, wenn man als politischer Flüchtling hier ankommt. Das Ergebnis ist die Graphic Novel “Im Land der Frühaufsteher”. (mehr…)

Vorurteil: “DER TÜRKE KANN KEIN DEUTSCH, LAN!”

Tolga zeigt in seinem youtube-Kanal einige rassistische Vorurteile auf, die einem Menschen mit türkischem Migrationshintergrund in Deutschland begegnen können. Wir stellen euch heute ein gängiges Vorurteil vor:

Und wie immer interessiert uns, was euch zu diesem Video einfällt! Mailt uns an nonazinet@amadeu-antonio-stiftung.de oder kommentiert gleich hier :D

Die andere Seite der Medaille

Der WDR hat 2010 ein Seminar der EU dokumentiert, in dem 15 wichtige Entscheidungsträger*innen aus 10 verschiedenen Ländern der EU für 5 Tage lang so genannte “Ausländer auf Probe” wurden und sich im Rahmen des Seminars durch alle möglichen Stationen kämpfen mussten, die man als Einwander*in in Europa bewältigen muss, um überhaupt einwandern zu dürfen.

Während ebenjene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Ministerien, Polizei und Einwanderungsbehörden das Seminar für 5 Tage nur fiktiv durchführen mussten, zeigt die Dokumentation deutlich auf, wie man sich fühlt, wenn man diese Schikanen als Flüchtling oder Arbeitssuchende erleben muss und dem nicht entkommen kann. Solch ein Seminar sollte als obligatorische Fortbildungsmaßnahme für alle Entscheidungsträger*innen in den genannten Positionen etabliert werden, oder?! Was denkt ihr?

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Drei Schulworkshops in Hamburg: Was das no-nazi.net-Team dabei lernt

Im Rahmen der Aktion “Hamburg steht auf!” zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus (12. bis 25.03.2012) war das Team von no-nazi.net in drei Schulen in Hamburg unterwegs, um über Neonazis in Sozialen Netzwerken aufzuklären. Dabei waren wir in der neunten Klasse eines Gymnasiums und in zwei neunten Klassen einer Stadtteilschule (Haupt- und Realschule) zu Gast. Da haben wir einiges gelernt. (mehr…)

Aktion: Nach dem Gedenken der Alltag: Was wir alle tun können!

Ihr fragt öfter, was wir einzelnen tun können gegen Rechtsextremismus. Nun, ich finde: Eine ganze Menge. Lasst uns doch mal Ideen sammeln.

Gestern wurde deutschlandweit der Todesopfer rechtsextremer Gewalt gedacht. Die aber entspringt der rechtsextremen Ideologie, die Menschen abwertet, weil sie als “anders” gesehen werden – aus Rassismus, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit, Antiziganismus, Homophobie, Obdachlosenfeindlichkeit, Sexismus, Nationalismus, Behindertenfeindlichkeit (Was ist das alles? Infos hier). Und das alles begegnet uns nicht nur bei Nazis, sondern auch jeden Tag im Alltag, überall. Bei Arbeitskolleg/innen oder Mitschüler/innen, in der Familie, unter Nachbarn, in sozialen Netzwerken und Kommentarspalten, sogar bei Freundinnen und Freunden.

Deshalb möchte ich hier einmal gute Ideen oder wenigsten “gute Vorsätze” sammeln: Was machst Du ganz konkret gegen Menschenfeindlichkeit, im Alltag? Ich meine die großen und kleinen Dinge, die im Endeffekt einen Unterschied ausmachen!