Internationale Wochen gegen Rassismus: Eure Erfahrungen mit Alltagsrassismus

Ein Transparent mit der Aufschrift "Rassismus tötet" hängt am 13.02.2013 an einem Häuserblock in Dresden (Quelle: picture-alliance/dpa, Foto: Arno Burg)

Ein Transparent mit der Aufschrift “Rassismus tötet” hängt am 13.02.2013 an einem Häuserblock in Dresden (Quelle: picture-alliance/dpa, Foto: Arno Burg)

Am 10. März haben die diesjährigen „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ begonnen. Anlass für uns, Euch zu fragen: Was sind Eure Erfahrungen mit Rassismus im Alltag?

„Wir wollen keine neuen Asylanten mehr ES REICHT“ „Raus mit denne nach hause  das pack will ihr keiner haben.“ „Ey es reicht doch langsam echt..wenn ich schon das Wort Flüchtlinge höre kriege ich plack..ist doch echt eine mega veraschung.“ (alle Fehler im Original)

Rassistische Hetze bei Facebook und in anderen sozialen Netzwerken ist oft nur einen Klick entfernt – wenn es um vermeintliche Ausländerkriminalität, angebliche Deutschenfeindlichkeit oder seit neuestem vor allem Flüchtlinge geht, dauert es oft nicht lange, bis sich ein menschenverachtender Kommentar an den nächsten reiht.

Rassismus kann on- wie offline jeden treffen – das zeigte sich nicht zuletzt, als im September vergangenen Jahres ein neuer Aufschrei durch die Netzgemeinde ging. Unter dem Hashtag #SchauHin twitterten Nutzerinnen und Nutzer ihre Erfahrungen mit Alltagsrassismus:

“Auf Ämtern geduzt zu werden, nur weil man einen türkischen Namen hat”. “Job: Ich rufe mit meinen Namen an, Job leider vergeben. Deutscher Freund ruft an, Job noch frei, Termin auch.” “Wenn die Oma den Enkel in der Wanne schrubbt, damit er bisschen heller wird”. “Wenn die Hausverwaltung sagt: Klar können sie selber Nachmieter suchen – diese dann aber ablehnt, sobald sie Ausländer sind”.

Mit #SchauHin kann sich jeder und jede bei Twitter ein Bild davon machen, wie sich Alltagsrassismus in Deutschland anfühlt. Es ist kein schöner Anblick – aber wie es der Hashtag schon sagt: Schau Hin! Vom Ignorieren und Wegsehen wird das Problem nicht kleiner. Und: Beteiligt Euch! Das ist nicht nur bei Twitter möglich, denn wir wollen von Euch wissen: Was sind Eure Erfahrungen mit Alltagsrassismus? Und was kann man Eurer Meinung nach dagegen tun? Wir sind gespannt auf Eure Beiträge!

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