Dienstagsfilmtipp: Trailer ID-WITHOUTCOLORS

Heute, am 11. Juni 2013 findet die Filmpremiere der Dokumentation ID-Withoutcolors von Riccardo Valsecchi statt.

Präsentiert wird der Dokumentarfilm vom Migrationsrat Berlin – Brandenburg und die Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP). Die Premiere wird begleitet von einer Fotoausstellung. Wenn ihr euch die Filmpremiere anschauen wollt, findet ihr unten noch genauere Infos.

Wir zeigen euch heute den Trailer zum Film. Er thematisiert das Thema Racial Profiling in Deutschland.

ID–WITHOUTCOLORS – The Trailer from Riccardo Valsecchi on Vimeo.

Racial Profiling beschreibt eine bestimmte Praxis von Behörden, wie beispielsweise der Polizei, die Menschen nach äußeren Merkmalen in Profile einordnen. So werden zum Beispiel Menschen, die als “nicht-deutsch” abgestempelt werden, viel häufiger von Polizei o.ä. kontrolliert und von vorneherein unter  Verdacht gestellt. Racial Profiling ist Teil des institutionellen Rassismus in Deutschland.

Der Dokumentarfilm zeigt Interviews mit direkt Betroffenen, Aktivist*innen, Anwält*innen, Politiker*innen, Wissenschaftler*innen sowie mit offiziellen Sprecher*innen der Polizei um auf Racial Profiling in Deutschland aufmerksam zu machen.

Filmpremiere: ID-WITHOUTCOLORS

Wann: 11.06.2013 – 19 Uhr
Wo: Werkstatt der Kulturen
Wissmannstr. 32, 12049 Berlin

Der Eintritt ist frei! Im Anschluss wird es die Möglichkeit eines Gesprächs mit dem
Filmemacher Riccardo Valsecchi und einigen Protagonist_innen des Films
geben.

Ankündigungstext:
Am 27. Februar 2012 entschied das Verwaltungsgericht Koblenz, dass die
Bundespolizei Zugreisende auf bestimmten Strecken ohne konkreten

Verdacht kontrollieren und nach ihrer Hautfarbe auswählen darf. Das
Urteil sorgte fürbundesweite Aufmerksamkeit und löste eine längst
überfällige Debatte über Racial Profiling in Deutschland aus.

Auch in Berlin gehört Racial Profiling zur Tagesordnung. Aus aller Welt
kommen Menschen in die deutsche Hauptstadt, um die künstlerische und
kulturelle Atmosphäre der Stadt zu genießen. „Berlin ist multikulti“ ist
das Image, das sich die Hauptstadt auf die Fahne geschrieben hat. Die
Realität ist komplizierter.

Seit 2002 wurden in einer berlinweiten Chronik über 150 Fälle
rassistischer Polizeigewalt von der Berliner Kampagne für Opfer
rassistischer Polizeigewalt (KOP) dokumentiert.

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