WORK IN PROGRESS

Vielleicht wundert ihr euch, dass in den letzten Tagen nicht regelmäßig Artikel von uns veröffentlicht wurden. Das hat Gründe: Wir versuchen gerade, den Blog neu umzustrukturieren und überschaubarer für euch zu gestalten. Dafür brauchen wir jedoch noch ein paar Wochen, aber dann könnt ihr euch schon einmal freuen: Wir werden veröffentlichte Artikel in Dossiers zusammen fassen, damit ihr gebündelt, die wichtigsten Informationen zu Themen, die euch interessieren, auf unserer Seite vorfinden könnt.

Bei Fragen, Anregungen oder Kritik stehen wir euch, wie bisher, gerne zur Verfügung. Über weitere Veränderungen werden wir euch auf dem laufenden halten. Also bis bald!

 

Dienstagsvideo: “Bad Nenndorf, eine Stadt steht auf”

Das Video ist eine kurze Zusammenfassung der Dokumentation “Eine Stadt steht auf”, die nicht nur über den Hintergrund des alljährlichen Neonazi- Aufmarsches in Bad Nenndorf informiert, sondern auch die Gegenproteste der letzten Jahre vorstellt. Denn am kommenden Samstag, den 3. August, wollen wieder mehrere hundert Neonazis aus ganz Deutschland durch den beschaulichen Kurort im Landkreis Schaumburg ziehen.

Was haltet ihr von den Gegenprotesten der Bewohner*innen? Wie sieht eurer Meinung nach kreativer Protest gegen Neonazis aus?

Schreibt uns doch einen Kommentar oder eine Mail an nonazinet@amadeu-antonio-stiftung.de!

„Protecting our Race“: Rassismus in Videospielen

Videospiele gehören heute vor allem für junge Leute zum Alltag. Dabei verbreiten einige Spiele auch rassistische Aussagen – die oft erst auf den zweiten Blick auffallen. Ein paar Beispiele.

Knapp 26 Millionen Menschen in Deutschland spielen heute regelmäßig Videospiele. Die Branche verzeichnet immer neue Rekord-Umsätze. Immer mehr Spiele erscheinen mit immer neuen Geschichten. Virtuelle Spiele sind ein zunehmend wichtigeres Medium, mit dessen Hilfe auch politische Botschaften angesprochen und bestimmte Aussagen vermittelt werden – leider auch rassistische.

Thema: “Rassen”-Konflikt

„Protecting our Race“ – „Unsere Rasse schützen/behüten“

 

„Protecting our Race“ – „Unsere Rasse schützen“ (siehe Foto links), heißt es etwa an einigen Stellen des im März 2013 erschienenen First-Person-Shooters „Bioshock Infinite“. Der Spieler des neuen „Bioshock“ wird ins Jahr 1912 in die fiktive, über den Wolken schwebende Stadt „Columbia“ versetzt. Dort herrschen die „Gründerväter“, eine ultranationalistische, fundamentalistisch-religiöse und rassistische Gruppe unter einem selbsternannten Propheten. Menschen mit dunkler Hautfarbe gelten als minderwertig, sind Sklaven und werden wie Dreck behandel. Das gleiche gilt in dem Spiel auch für Iren. Die Unterdrückte Schwarze und irische Bevölkerung hat sich daher organisiert und kämpft gemeinsam mit weiteren auch hellhäutigen Menschen aus der Unterschicht unter dem Namen „Vox Populi“ gegen die rassistischen „Gründerväter“ – im Spiel gibt es bürgerkriegsähnliche Zustände und der Spieler gerät zwischen die Fronten. Dabei kämpft der Spieler zunächst auf Seiten der „Vox Populi“ – allerdings eher um sein eigenes Ziel, ein Mädchen aus der Stadt zu befreien, zu erreichen. Es kommt in dem Spiel zunehmend Kritik an den anti-rassistischen Rebellen, ihren Rache-Gelüsten und dem bewaffneten Kampf auf. So exekutiert die Anführerin der „Vox Populi“ in einer Szene vor den Augen des Spielers einen unbewaffneten Anhänger der „Gründerväter“ und versucht anschließend sogar dessen kleinen Sohn zu töten. Gegen Ende muss der Spieler in „Bioshok Infinite“ beide Seiten bekämpfen – der finale Kampf findet sogar allein gegen die „Vox Populi“ statt.

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Hingehört! Rechtsextreme Musik #3: Liedermacher*innen

Teil 3 unserer Reihe zu rechtsextremer Musik, heute geht’s um rechtsextreme “Liedermacher*innen”.

“Wo ist der Mensch, der mich versteht, mit dem es sich in Freude lebt. Und dann seh ich sie von weitem stolz dort steh´n, als deutsches Mädel erhobenen hauptes geh´n (…) Denn deutsch ist ihr Wesen und deutsch ihre Art, Anmut und Tugend sich in ihr gepaart, denn deutsche Mädels find´st du heut in Deutschland kaum (…)”

(Auszug eines Liedtextes des rechtsextremen Liedermachers Frank Rennicke:)

 Voller Kitsch und Pathos: der rechtsextreme Liedermacher Rennicke in einem Youtube-Video

Au weia, so hört es sich also an wenn ein Nazi versucht, Liebeslieder zu schreiben… Kitschige Floskeln gepaart mit gruseliger Deutschtümelei. Hier wird von einer sich vorgestellten “deutschen Wesensart” geträumt und die Frau als “Mädel” nur im Bezug auf ihr angebliches “deutsch-sein” angeschmachtet.

Der bekannteste rechtsextreme Liedermacher Frank Rennicke, singt neben solch schnulzig völkischen Liebesliedern aber auch über andere Themen. Die “Liebe zum Vaterland” liegt ihm dabei aber immer besonders am Herzen. “Für Deutschland”, “Sehnsucht nach der Heimat” oder “Ich bin froh dass ich ein Deutscher bin” sind beispielsweise die Titel zahlreicher Lieder, in denen Rennicke seine neonazistichen Ansichten vertont. (mehr…)

Hingehört! Ein Überblick zu Neonazis und Musik #2 Hip-Hop

In unserer neuen Artikel- Serie zum Thema “Hingehört! Ein Überblick zu Neonazis und Musik” geht es heute im 2. Teil um neonazistische HipHop- Musik. Im letzten Artikel haben wir die “NS- Black Metal”-Szene sowie das Genre “Rock against Communism” genauer unter die Lupe genommen.

Hip-Hop. Das fallen einem spontan erst einmal Ghettos in New York oder anderen US- amerikanischen Großstädten ein. Ihren Ursprung hat diese Musikszene nämlich auf den Straßen New Yorks der 70er Jahre. Sie war vor allem Sprachrohr der schwarzen afroamerikanischen und latino-amerikanischen Bewegung, die in dieser Zeit von extremen Rassismus und Armut betroffen war.

Neonazis oder rassistische Inhalte sind also wirklich nicht die erste Assosziation mit diesem Musikgenre. Aber es gibt sie tatsächlich: Neonazis, die die Rapmusik nutzen, um menschenverachtende Inhalte zu verbreiten. Wer macht denn sowas? Wir stellen euch hier mal ein paar dieser Nazi-Rapper*innen vor:

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Dienstagsfilmtipp: Deutsch-Suedwas? Erinnerung an einen deutschen Völkermord

Heute zeigen wir euch dieses sehr informative Video zur deutschen Kolonial-Vergangenheit. Deutsch-Suedwas? – erschreckend vielen Leuten fällt es schwer Antworten zu geben, wenn man sie nach  deutschen Kolonial-Verbrechen fragt. Deutschland hatte eigene Kolonien?! Es gab einen Völkermord an den Nama und Herero in Namibia? Leider ja…

Auf sehr sensible Art und Weise erinnert der Film an die grauenvolle Vergangenheit und zeigt darüber hinaus wie der Schmerz auch heute noch da ist.  Aktuelle Missstände wie fehlendes Erinnern und fehlende Verantwortung der deutschen Regierung werden ebenso thematisiert. Denn bis heute hat die deutsche Bundesregierung die systematische Vernichtung der Nama und Herero in Namibia noch nicht anerkannt, ganz zu schweigen von Reparationszahlungen (Reparation = Wiedergutmachung).

Diese Dokumentation zeigt 37 Minuten, die man auf jeden Fall gesehen haben sollte: 

“Deutsch-Suedwas? Erinnerung an einen deutschen Völkermord” der Filmgruppe E from Frida Frei on Vimeo.

Hast du in dem Video Neues gelernt? Bist du der Meinung dass ihr in der der Schule das Thema Kolonialzeit ausreichend behandelt habt? Hast du weitere Ideen, wie man an die deutschen Kolonial-Verbrechen und vor allem an die Opfer erinnern kann?

LET’S FETZ GEGEN RECHTS – WAS GEHT DIESE WOCHE? – 28. KW 2013

MACH MIT, BRING DICH EIN, ODER KOMM VORBEI! In Köln, Dresden, Berlin, Heidelberg… und auch in deiner Stadt!?

Wenn ihr weitere Hinweise, Demoaufrufe, Aktionen habt, dann schreibt uns doch einen Kommentar oder eine Mail an nonazinet@amadeu-antonio-stiftung.de!

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Dienstagsfilmtipp: Spuck auf Rechts #14_Farbeon

Tataaa…! -Heute empfehlen wir euch wieder einmal ein Video aus der “Spuck auf Rechts”-Reihe! Im Lied #14  erteilt der Rapper Farbeon mit flowigen Beats und scharfen Reimen Neonazis und Rassismus eine Absage.

“Wir kämpfen für das Recht – Wir kämpfen gegen Rechts!” heißt es im Refrain:

Farbeon ist einer der einflussreichsten Stimmen in der Hip Hop Szene New York’s. Er ist Künstler, Lehrer, und ein „agent of change” („Agent der Veränderung“). So gibt er häufig Workshops, möchte die Geschichte des Hip Hop vermitteln, den Austausch und Dialog fördern und dadurch den Weg für zukünftige HipHop-Aktivist*innen ebnen. In der Auseinandersetzung mit der Hip Hop Kultur setzt er sich also auch für Gleichberechtigung ein und will Vorurteile und Unterdrückung aktiv bekämpfen.

Das Musik-Projekt “Spuck auf Rechts” wurde vom Künstler Gigoflow von der Gruppe Gitta Spitta Mitte November 2012 ins Leben gerufen. Gemeinsam mit vielen anderen Rapper*innen möchte er Musik gegen Rassismus produzieren.

Welchen Einfluss hat Musik (Musikszene, Musikkontexte) auf euch? Seid ihr auch der Meinung, dass die Auseinandersetzung mit Musik ein guter Weg ist um Vorurteile und Rassismus zu bekämpfen? Wir sind gespannt auf eure Mails! Schickt sie uns an: nonazinet@amadeu-antonio-stiftung.de!

Hingehört! Neonazis und Musik #1: NSBM & RAC

Musik hören viele Menschen sehr gerne: Egal ob in der Badewanne, auf der Party oder unterwegs. Musik verbindet, bringt Leute zusammen, löst Erinnerungen und Emotionen aus.  Gerade in Subkulturen und diversen Jugend-Szenen spielt Musik deshalb eine große Rolle. Leider auch im negativen Sinn, denn gerade Musik ist häufig der erste Zugang zur Neonazi-Szene.

Expert*innen gehen daher immer wieder auf die große Bedeutung von Rechtsrock- Konzerten und generell neonazistischer Musik ein. Rassistische und antisemitische Inhalte werden musikalisch untermalt und erreichen per Youtube- Klicks potenzielle Einsteiger*innen. Konzerte bringen Neonazis und interessierte Mitfeiernde zusammen, das gemeinsame Feiern von rassistischer Musik verbindet die Szene und vermittelt einen bestimmten rechtsextremen Lifestyle.

Deshalb nun unsere neue Reihe zu “Neonazis und Musik”, damit ihr eine Idee davon bekommt, zu welchen Klängen ihr das Kopfnicken lieber vermeidet sollte und an welcher Stelle vielleicht auch eure Freundinnen und Freunde mal ein bisschen genauer hinhören sollten, bevor sie einfach nur “die Musik” mögen.

Los geht es heute mit zwei verschiedenen Themengebieten:

Was versteckt sich hinter dem Begriff “Rock Against Communism” und wer oder was ist “National Socialist Black Metal”, das in der Black-Metal Szene vorzufinden ist.

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Rechtspopulismus: Parolen, Akteur*innen, Medien #6:
Und was wollen die nun eigentlich mit Israel?

Kein seltener Anblick: Rechtspopulistische Parteien wie “Pro Deutschland” oder “Die Freiheit” demonstrieren gegen den Bau einer Moschee. Unter den zahlreichen Deutschlandfahnen lassen sich auch Israelfahnen erkennen. Warum schwingen Rechtspopulist*innen die Nationalfahne vom jüdischen Staat? Welche Argumention steckt dahinter?

6. Teil unserer Serie “Rechtspopulismus: Parolen, Akteur*innen, Medien”:

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