„Auschwitz, Papa. Erzähl mir von Auschwitz“ – der Comic mit der Maus.

Zweifellos gehört Maus. Die Geschichte eines Überlebenden zu den Meilensteinen des Genres der „Holocaust Comics“. Erstmals aufgetaucht sind die Mäuse von Art Spiegelman in der Underground-Comic Szene San Franciscos 1972/1973. Die zwei Maus Bücher wurden in rund 30 Sprachen übersetzt, hoch gelobt, viel rezipiert, international gefeiert, aber auch kontrovers diskutiert und kritisiert. Inzwischen bezeichnet man Maus als eines der besten, eindrucksvollsten Comics der letzten zwanzig Jahre. Kein Wunder also, dass mir Maus als erstes Comic beim Eintauchen in die faszinierende Bandbreite dieses Genres begegnet.

Aber kann die Bildsprache des Comics denn überhaupt ein Medium sein, um Geschichte zu vermitteln? Welches politische Potential hat die Maus? Und ist Spiegelmans metaphorische Darstellung nur plump und absurd oder ist es gerade diese Verfremdung von Jüdinnen und Juden als Mäuse und Katzen als Deutsche die die nötige Distanz schafft, um Geschichte lebendig zu machen?

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Heute im Blogroll: blog.rechtesland.de

Atlas zur extremen Rechten und zur Nazi-Vergangenheit

Seit letzter Woche ist der Blog Rechtes Land online. Der Blog funktioniert ähnlich wie Google Maps: Eine Landkarte, in die man rein- und rauszoomen kann und auf der markierte Stellen mit Informationen zu sehen sind.

Allerdings geht es nicht um irgendwelche Straßen und Adressen – sondern um Orte der extremen Rechten und Orte, um sich an den Nationalsozialismus, dessen Verbrechen und an dessen Opfer zu erinnern. Der Atlas dient also als Informationsquelle und gleichzeitig zur Dokumentation.

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Unser Dienstagsfilmtipp:
Madog a.k.a. Joey 247, Kaveh & Cigir #9 der Reihe “Spuck auf Rechts”

Heute gibt es nochmal ein Video aus der “Spuck auf Rechts”-Reihe!
Seht selbst:

Die Rapper Gigoflow, Madog a.k.a. Joey 247, Kaveh & Cigir thematisieren in ihrem Lied nicht nur die Mordserie des “Nationalsozialistischen Untergrund”, sondern auch die deutsche Asylpolitik. Sie widmen den Song “den toten Vermissten”, die in den vergangenen Jahren Opfer rechter und rassistischer Gewalt geworden sind. Am Schluss werden in dem Video die Namen all derer eingeblendet, die seit 1992 von Neonazis oder anderen Rassist*innen aus menschenverachtenden Gründen umgebracht worden sind.

Wie findet ihr den Song?

Das Musik-Projekt “Spuck auf Rechts” wurde vom Künstler Gigoflow von der Gruppe Gitta Spitta Mitte November 2012 ins Leben gerufen. Gemeinsam mit vielen anderen Rapper*innen möchte er Musik gegen Rassismus produzieren.

Mittlerweile gibt es schon das 10.Video der “Spuck auf Rechts” – Reihe. Hier kommt ihr zur facebook-Seite und könnt euch noch die anderen Video anschauen.

Diskriminierung im Alltag #2

Unser How to fight discrimination heute:

Was tun bei rassistischen Polizeikontrollen?

Derege Wevelsiep fährt mit seiner Frau und seinem Kind nach einem langen Arbeitstag nach Hause. Er besitzt eine Monatskarte und kann deshalb seine Frau und seinen Sohn, der erst 3 Jahre alt ist, kostenlos mitnehmen. Die Kontrolleure, die die kleine Familie auf ihrer Fahrt kontrollieren, haben deswegen auch nichts zu bemängeln. Auf dem Weg nach Hause merkt Hr. Wevelsiep, dass er etwas vergessen hat und trennt sich  in der Bahn von seiner Familie. Sie wollen sich später in der gemeinsamen Wohnung wieder treffen. Ein paar Minuten später ruft seine Verlobte an, da sie von Kontrolleuren beschuldigt werde, trotz der Monatskarte, schwarz gefahren zu sein. Sie bittet ihn deshalb schnell zu ihr zu kommen. Ein paar Minuten später befindet sich Herr Wevelsiep in der U-Bahn- Station, in der sich seine Frau und sein Sohn, umringt von vier Kontrolleuren, aufhalten. Diese verlangen 40€ von seiner Frau, da diese einen “anderen Afrikaner” mitgenommen habe, so die Kontrolleure. Das sei rechtswidrig. Außerdem sei man hier “nicht in Afrika”. Da seine Frau keine andere Person mitgenommen hat, wird für Wevelsiep sehr schnell deutlich, dass es hier garnicht um die Fahrkarten, sondern um die Schwarze Hautfarbe geht, die Derege Wevelsiep und seine Verlobte von den Weißen Kontrolleuren unterscheiden. Diese Vermutung äußert er auch laut vor den Kontrolleuren. Seine Verlobte schlägt vor die Polizei zu rufen…

Brutales Verhalten der Polizei (mehr…)

Argumentieren gegen Rechts

“Ausländer sind kriminell”?! – nicht schon wieder so nen vorurteilsbelasteter Humbug!

Ihr erinnert euch vielleicht an die Hetzkampagne der NPD von letzter Woche (Artikel dazu auf netz-gegen-nazis.de). Da wurde der Übergriff auf einen 25jährigen aus Bremen dazu benutzt, um das stereotype Bild krimineller Ausländer*innen zu verfestigen. Die als nicht-deutsch wahrgenommenen Täter wurden von der NPD für ihr Vorurteil “krimineller Ausländer” in Szene gesetzt.

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Diskriminierung im Alltag – WTF?!#1

Nicht selten ein Ort für Diskriminierung: Die Disco

Immer wieder werden Menschen aufgrund ihres Aussehens, ihrer (vermeintlichen) Herkunft, der Hautfarbe oder der Religion benachteiligt oder anders behandelt. Manchmal führen auch körperliche Einschränkungen oder ein ungewohntes Aussehen zu benachteiligenden Handlungen. Wenn so etwas passiert, sprechen wir von Diskriminierung.

Diskriminierende Situationen sind für die betroffenen Personen leider keine Ausnahme, sondern häufig alltägliche Begebenheiten. In unserer Reihe “Diskriminierung im Alltag” wollen wir uns genauer mit diesen Situationen beschäftigen: Wo werden Menschen in Deutschland diskriminiert und anders behandelt als der Rest der Mehrheitsgesellschaft? Zum Einen wollen wir herausfinden, wie Menschen sich wehren können, wenn sie diskriminiert werden. Zum Anderen möchten wir euch Handlungstipps geben, wie man reagieren kann, wenn man schwierige, oft lähmende Situationen erlebt, in denen andere diskriminiert werden. Unser “How to fight discrimination” heute: (mehr…)

Dienstags-Video-Tipp

TomFlow – Grundbeschwerden aKOustic

Kritik an Politik und der trägen Gesellschaft gibts hier als Rap verpackt. Worte, die zum Nachdenken anregen sollen. Hört selbst einmal rein:

Der Song beschreibt gesellschaftliche Missstände und die Gefahr dass dadurch viele Menschen in die rechtsextreme Ecke abdriften. “Nazis die Nahrung nehmen” und “wir müssen was ändern anstatt rum zu stehen und warten” heißt es.

“Meine Message ist und bleibt: Leute wehrt euch! Denn schlimmer als die mit krupellosen Machenschaften sind immer die Leute, die es mit sich machen lassen.”

Was denkt ihr? Seid ihr der gleichen Meinung? Wie kann es aussehen, sich zu wehren? Was heißt es für euch, gegen Missstände aufzustehen?

 

Argumentieren gegen Rechts

Achtung! Hier kommt das nächste Beispiel für rassistische Vorurteile. Heute: „Die Ausländer liegen uns auf der Tasche!“

 

Bildquelle: Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg! – Von Jonas Lanig und Marion Schweizer – Verlag an der Ruhr, 2005

Immer noch flackert manchmal das vorurteilsbelastete Bild arbeitsfauler “Ausländer*innen” auf (Zum Begriff “Ausländer” – und warum er nicht so cool ist): “Ausländer*innen”, die angeblich nur nach Deutschland kommen, um Sozialleistungen in Anspruch zu nehmen.

Da wird zum Beispiel behauptet, „Sie“ nähmen „Uns“ die Arbeitsplätze weg. Gleichzeitig wird „Ausländer*innen“ vorgeworfen, sie würden ungerechterweise vom deutschen Sozialstaat profitieren. Hä?! Das passt ja mal voll nicht zusammen … aber logo, darum geht’s ja heute mal wieder: wie wir die Widersprüche rassistischer Vorurteile aufdecken können! (mehr…)

Unsere neue Broschüre: “Liken. Teilen. Hetzen. Neonazi-Kampagnen in Sozialen Netzwerken

Nazi 2.0 – Wie Rechtsextreme die Sozialen Netzwerke nutzen: Die Hand zum Hitler-Gruß, im Hintergrund eine Hakenkreuz-Fahne und im Gesicht ein dumm-dreister Blick: Längst lassen sich Nazis nicht mehr so leicht erkennen!

Die Strategie der Rechtsextremen im Internet und dabei besonders in den Sozialen Netzwerken ist um einiges raffinierter geworden – und damit umso gefährlicher. Über ganz bestimmte Themen versuchen sie immer wieder, nicht-rechtsextreme User*innen anzusprechen, Anschluss zu finden und quasi durch die Hintertür ihre menschenverachtende Ideologie einzustreuen.

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