Braune Erde von Daniel Höra

„Ich hörte ihre Schritte, ihren keuchenden Atem, ihre Versuche leise zu sein. Zwei Schatten schlichen um mein Versteck. Ich schloss die Augen und versuchte meine Angst ganz tief in meinen Kopf zu sperren. Ich wollte mir nicht ausmalen, was sie mit mir anstellen würden, wenn sie mich erwischten. Sie würden mich nicht schonen, das war mir klar. Ich wusste zu viel.“

Mit diesen Sätzen zieht Daniel Höra die Leser*innen seines neuen Romans „Braune Erde“ von Anfang an in den Bann. Auf knapp 300 Seiten entfaltet er ein erschreckendes Szenario: Eine ganze Dorfgemeinschaft wird – ohne es zu merken – von rechtsextremen Siedler*innen übernommen. Das Buch “Braune Erde” zeigt eindringlich, wie wichtig ein aufmerksames und kritisches Bewusstsein für unterschwelligen Rechtsextremismus ist.

Der 15-Jährige Ben wohnt bei seiner Tante in einem kleinen Dorf in Mecklenburg. (mehr…)

Jamel rockt… gegen Nazis

Jamel ist ein kleines Dorf in Nordwestmecklenburg. In den vergangenen Jahren wurde das Dorf vermehrt zur neuen Heimat organisierter Rechtsextremer,  die dort systematisch Häuser und Ländereien aufkauften und besiedelten.  Birgit und Horst Lohmeyer sind die Einzigen, die sich offen gegen die Ausbreitung der Rechtsextremen vor Ort wehren. Dazu veranstalten sie zum Beispiel jedes Jahr ein großes Festival gegen Rechts auf ihrem Grundstück. Nun gibt es einen Film dazu:  ”Jamel rockt”.

Jamel Rockt (2012) von Jamel Rockt. Vielen Dank an das studentische Filmteam!

Nazi-Song neben Charthit: Die Verbreitung rechtsextremer Musik im Internet

Gerade für die Nachwuchsgewinnung spielt Musik in der rechtsextremen Szene eine entscheidende Rolle. Im Internet lassen sich Songs mit entsprechenden Inhalten leider ohne Probleme verbreiten – und das nicht nur auf einschlägigen Seiten. Das Beispiel der Plattform “ZeeZee” zeigt, wie rechtsextreme Bands gleich neben dem nächsten Charthit auftauchen können – und wie wichtig ein Problembewusstsein für die Entfernung solcher Inhalte ist.

In ihren Liedern leugnen sie den Holocaust, rufen zu Mord an “Ausländern” auf und verehren den Nationalsozialismus. Für die Mitgliedergewinnung der rechtsextremen Szene ist Musik ein enorm wichtiger Faktor. Obwohl viele Bands, Alben und Lieder in Deutschland indiziert, also nicht verkäuflich, sind, lassen sich im Internet viele Stücke leicht finden. Da in Deutschland jedes Jahr mehr als 100 neue Alben neonazistischer Bands erscheinen, fällt es schwer, den Überblick zu bewahren. Oftmals ist die rechtsextreme Ideologie, die durch die Musik vermittelt wird, nicht sofort erkennbar, was ihre Identifikation erschwert. Auch aufgrund der hohen Zahl an Neuveröffentlichungen ist es schwer, gegen die Musik vorzugehen. Es gleicht einem Kampf gegen Windmühlen.

“Musik ist unsere Waffe”

Dabei ist konsequentes Handeln gegen rechtsextreme Musik enorm wichtig: (mehr…)

Vorsicht! Wieder missbrauchen Nazis den Missbrauch für ihre Propaganda

Mal wieder versuchen Rechtsextreme mit dem Thema “Kindesmissbrauch” Aufmerksamkeit zu erringen und ihre Demokratie- und Menschenfeindliche Ideologie unterschwellig an nicht-rechtsextreme Bürger*innen zu bringen. (mehr…)

„Refugees are welcome here!“ – Wie ich auf der Suche nach Neonazis meine erste Demonstration erlebte

Ungefähr hundert Menschen um mich herum. Oder zweihundert, ich bin so schlecht im Schätzen. Einige tragen große Trommeln vor dem Bauch wie man das von Karnevalsumzügen kennt. Als ich versuche, mich in Richtung Straßenrand abzusetzen, um einen besseren Überblick zu bekommen, muss ich mich an Transparenten vorbeischlängeln, auf denen Slogans wie „Gleiche Rechte für Alle“, und „Residenzpflicht abschaffen“ stehen. (mehr…)

Der Rote Faden erklärt: Was ist “Rassismus”?

Das heutige Video zeigt auf, wie Rassismus entstehen kann und welche historischen Voraussetzungen gegeben waren für die Manifestation von Rassismus. Weitere Texte und Grafiken zu dem Thema findet ihr unter dem Schlagwort Rassismus hier auf unserem Blog.

Quiz: Codes & Symbole der (Neo-Nazis). Heute: Runen

Die Nationalsozialist*innen okkupierten zahlreiche germanische und heidnische Zeichen und Symbole und deuteten sie für ihre propagandistischen Zwecke um. Viele der hier genannten Runen kommen auch heute noch in anderen, zum Beispiel in esoterischen oder (neo)heidnischen Zusammenhängen vor ohne dort neonazistische Bedeutung zu haben. Dieses Quiz soll aufklären, welche dieser Runen von (Neo-)Nazis aus welchen (angeblichen) Gründen verwendet werden. Just click on the pic… (mehr…)

Praktikant*in gesucht: Viel schreiben, viel entwickeln, viel bewegen

Wer hat Lust, bei uns die Arbeit eines Online- Modellprojekts für Soziale Netzwerke ohne Nazis kennen zu lernen? no-nazi.net sucht ab sofort eine Praktikantin oder einen Praktikanten für die Betreuung des Blogs, die Erstellung jugendgerechter Inhalte der politischen Bildung und den zum Projekt gehörenden Social Media-Bereich.

Sie lernen im Praktikum alle Aspekte der redaktionellen und organisatorischen Arbeit rund um unser Modellprojekt mit Projektarbeit im Bereich Anti-Rechtsextremismus kennen. Viel schreiben, viel lernen, viel bewegen. Bei uns können Sie Themen und Arbeitsbereiche aktiv mitgestalten und viele gute Beispieltexte und Arbeitsproben sammeln.

Wir bieten ein angenehmes Betriebsklima und das Praktikum als Teilzeit-Praktikum (5 Tage die Woche, 10 bis 16 Uhr oder nach Absprache).

Das machen und lernen Sie:

- redaktionelle Arbeiten für unseren Blog (recherchieren, Veranstaltungen besuchen, schreiben, online stellen mit wordpress-System, Bildbearbeitung)

- Mitarbeit im Social Media-Projekt no-nazi.net (Hilfe beim Monitoring, Projektorganisation, Gestaltung der Auftritte in sozialen Netzwerken; Videodrehs, Grafik-Gestaltung)

Qualifikation / Anforderung

Kenntnisse im Bereich Rechtsextremismus-Prävention wären von Vorteil, Interesse am Schreiben, Recherchieren und am Themenbereich gruppenbezogener Menschenfeindlichkeiten sind Voraussetzung. Gut wäre auch, wenn Sie sich in üblichen Social Media-Portalen sicher bewegen und eine Affinität zu Online-Ausdrucksformen hätten (Blogs, Videos, Grafiken etc.).

Beginn: ab sofort (oder später)
Dauer: 3 Monate
Arbeitsort: Berlin
Anzahl der Plätze: 1
Vergütung: keine
Art der Arbeitszeit: Teilzeit mit 30 Stunden pro Woche
Form der Bewerbung: per Email an nonazinet@amadeu-antonio-stiftung.de bitte mit Motivationsschreiben, Lebenslauf & Lichtbild