Nazis! Todesstrafe für Kinderschänder

Hier sieht man, wie Neonazis vor allem die Emotionen und die Angst, die bei sexuellem Missbrauch hervorgerufen werden, für ihre Zwecke benutzen und missbrauchen. Das Bild zeigt ein kleines Mädchen mit weit aufgerissenen Augen und einem traurigen, hilfesuchenden Blick. Dadurch soll Mitleid und Betroffenheit erzeugt werden -  am besten so viel, dass die Forderung „Todesstrafe für Kinderschänder“ nicht mehr so hart klingt wie sie eigentlich ist.

Aussagen wie „Kinderschänder kann man nicht therapieren“ oder „Keine Gnade für Kinderschänder“ finden sich oft bei Neonazis, die sich angeblich gegen Kindesmissbrauch einsetzen. Bei ihren aufgeladenen Debatten, fixieren sie sich auf die Täter*innen und deren gewaltsame Auslöschung. Die langfristige Hilfe für Betroffene ist bei Rechtsextremen kein Thema.

Zudem zeigt die Forderung nach einer Todesstrafe, dass sie sich gegen unsere Demokratie wenden. Sie propagieren “Todesstrafe für Kinderschänder” – und greifen damit das Rechtssystem der Bundesrepublik Deutschland an. Die Todesstrafe wurde in Deutschland 1949 mit Einführung des Grundgesetzes abgeschafft, weil sie mit den Menschenrechten unvereinbar ist! Die Darstellungen der Nazis zum Todesstrafe feiern Gewalt.

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Nazis: Deutschland gegen Kindesmissbrauch

Das ist eine Facebook-Seite mit dem Titel „Deutschland gegen Kindesmissbrauch“ und ganz klar als rechtsradikale Propaganda zu enttarnen.

Schon allein die Tatsache, dass in diesem Zusammenhang „Deutschland“ erwähnt wird, zeigt die nationale und völkische Einstellung der Macher*innen dieser Seite.

Ganz groß ist zu lesen: „Opferschutz statt Täterschutz“. Die Nazis denken, dass Opfer automatisch geschützt sind, wenn die Täter*innen hart bestraft werden. Auch wenn es wichtig ist, sexuellen Missbrauch zu bestrafen und einen sicheren Umgang mit den Täter*innen zu finden, ist den Betroffenen sexualisierter Gewalt damit allein nicht geholfen. Die Seite fordert „Finger weg  – von unseren Kindern“, was die aggressive Haltung der Seite spürbar macht. Mit den Worten „von unseren Kindern“ wird nicht berücksichtigt dass es auch sehr viel sexualisierte Gewalt innerhalb der Familie gibt. Außerdem wird damit suggeriert, dass die “deutsche” Volksgemeinschaft gemeinsame Kinder hätte, die es gilt vor den sogenannten “Anderen”, den Nicht-Deutschen zu beschützen. Dass Nazis selbst ganz oft Täter*innen von sexualisierter Gewalt an Kindern sind, wird hierbei “schön” verschwiegen.

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Sehr hilfreich: Wildwasser e.V. 

Hier seht ihr einen Banner von Wildwasser e.V. Das Internetportal des Wildwasser e.V. bietet Hilfe bei sexuellem Missbrauch und gibt Informationen zu sexualisierter Gewalt. Mit den Worten „Sexueller Missbrauch geht alle an“ zeigen sie, dass jede*r die Verantwortung hat, bei sexuellem Missbrauch hinzuschauen und sich gegenseitig zu unterstützen.

Nicht nur die Täter*innen werden als Problem gesehen, sondern auch die Tatsache, dass viele Menschen bei sexualisierter Gewalt wegschauen und von zuviel Angst wie gelähmt sind. Die Schuld der Täter*innen oder gar die Forderung nach der „Todesstrafe für Kinderschänder“ werden nicht erwähnt. Dadurch kann man sehen, dass es wildwasser.de in erster Linie um den Schutz der Betroffenen geht.

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Sehr hilfreich: MISS

Hier sehen wir die Homepage der Beratungsstelle „MISS“.  Direkt unter dem Logo ist zu lesen: „Beratungsstelle für Betroffene sexueller Gewalt.“

Die Seite richtet sich direkt an die Betroffenen sexualisierter Gewalt und lässt keinen Raum für Hetze gegen Täter*innen. Schon gleich auf der ersten Seite ist eine Nummer für  anonyme Beratungen angegeben. Anstelle von „Opfern“ wird von „Betroffenen“ sexualisierter Gewalt gesprochen. Das Wort „Opfer“ ist emotional sehr aufgeladen und kann den Eindruck erwecken,  die betroffenen Personen hätten gar keine Macht und Möglichkeiten mehr. Wegen seiner emotionalen Schlagkraft wird es sehr gerne von Neonazis für ihre Kampagnen gebraucht. Diese Beratungsstelle wendet sich eindeutig an Betroffenen sexualisierter Gewalt und bietet Nazis für ihre Propaganda KEIN FORUM!

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