Man-Rune

Auch Lebensrune genannt. Im Germanischen eigentlich die Algiz-Rune, „Elch“ oder „Abwehr“. Sie wurde jedoch auch vom völkischen Esoteriker Guido von List umgedeutet zur „Man“-Rune und auf die Bedeutung „Abwehr“ fixiert.

Die Man-Rune wurde zu einem beliebten Propagandazeichen der Nazis. Für die NS-Frauenschaft, Apotheker und andere galt sie als Kennzeichen.

Den Nazis zufolge stellt die Rune einen Mann mit zur göttlichen Macht ausgestreckten Armen dar und gilt als allgemeines Symbol der Kraft des Volkes und der völkischen Bewegung.

Heutzutage hat die Rune als beliebtes Schmuckelement rechter Kreise immer noch einen hohen Stellenwert, beispielsweise für Geburtenanzeigen.

Wird sie im neonazistischen Zusammenhang in Verknüpfung mit der SA oder „Lebensborn“ verwendet, ist die Man-Rune verboten.

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Hagal-Rune

Diese Rune ist die Zusammensetzung der Lebens- und Todesrune und symbolisiert ursprünglich Göttlichkeit und Harmonie. Zur Nazi-Zeit wurde sie von der SS verwendet als Wappen der 6. SS-Gebirgsdivision. Heute findet man sie heute bei extrem rechten Organisationen, etwa der Neonazigruppe „Vandalen“.

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Odal-Rune

Auch als „Othala“ bekannt. Die Bedeutung leitet sich von der germanischen Silbe „Od“ ab, „Besitz“ oder „Erbe“ zu Deutsch.

Im Dritten Reich wurde sie durch die Nationalsozialist*innen als das Symbol für „Blut und Boden“ gedeutet und vielfach verwendet. Zum Beispiel bei der Reichsbauernschaft, der Hitler-Jugend, bei SS-Freiwilligenverbände und dem gruseligen Rasse- und Siedlungsamt.

Doch auch heute noch wird die Rune von rechtsextremen und rassistischen Organisationen instrumentalisiert. Darunter die 1994 verbotene neonazistische „Wiking Jugend“, der „Bund Nationaler Studenten“ oder sogar die “African Student Federation” haben sie auf ihrem Banner.

Nur im Zusammenhang mit rechtsextremen Inhalten liegt ein Verbot vor.

Das Abzeichen der Bundeswehr für Hauptfeldwebel verwendet ein Symbol, dass der Odal-Rune sehr ähnlich sieht (vgl. Wikipedia), allerdings stellt das Tragen einer Original-Odal-Rune innerhalb der Bundeswehr eine Straftat dar.

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Die Wolfsangel

Die Wolfsangel ist eine heraldische Figur, die seit dem frühen Mittelalter in Wappen verwendet wird. Ob es sich ursprünglich um eine Rune handelt, ist in der Forschung umstritten.

Als Symbol steht die Wolfsangel für ein Gerät, das schon im 8. Jahrhundert zu finden ist. Bis heute ist nicht ganz klar, ob es als Mauerhaken (zur Stabilisierung) oder zum Jagen von Wölfen verwendet wurde.

Die Nationalsozialist*innen haben sich die Wolfsangel angeeignet. Die Adjutanten der Hitlerjugend trugen sie als Ärmelaufnäher, auch die „SA-Standarte Feldherrenhalle“ und der „Nationalsozialistische Schülerbund“ verwendeten dieses Symbol als Ausdruck der Wehrhaftigkeit.

Die 1982 verbotene neonazistische Organisation „Junge Front“ (JF) nutzte die Wolfsangel als Erkennungszeichen. Auch andere Organisationen der neonazistischen Szene weltweit verwenden das Symbol.

Die Verwendung der Wolfsangel ist in rechtsextremem Kontext verboten. Ausgenommen davon sind das Verbandsabzeichen der Bundeswehr und Gemeinde- und Stadtwappen, die das Symbol beinhalten.

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Yr-Rune

Ursprünglich als „Eibe“ ein Symbol von Verwurzelung und Erdverbundenheit, wurde und wird die Yr-Rune von den Nazis als Pendant zur “Man-Rune” als „Todesrune“ umgedeutet. Auch diese wird heute immer noch gern in der neonazistischen Szene in Todesanzeigen und auf Grabsteinen verwendet.

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