Nazi-Versteck aufgedeckt!

Hier sehen wir die neunzehnte Rune („Ehwaz“ genannt) des gemeingermanischen Runen-Alphabets.

Die Nationalsozialisten benutzten zahlreiche germanische und heidnische Zeichen und Symbole (wie auch Runen) um diese für ihre propagandistischen Zwecke umzudeuten.

Obwohl Runen auch heute noch in anderen, etwa esoterisch-heidnischen Zusammenhängen vorkommen, werden sie häufig von Neonazis mit neonazistischer Bedeutung aufgeladen.

So werden auch dieser Runen-Button und noch weitere im Internet über einen rechtsradikalen Versand angeboten.

Versteckter Nazi-Inhalt? – hier nicht!

Hier ist eine durchgestrichene Deutschlandkarte abgebildet. Neonazis sprechen immer wieder von „ihrem Vaterland“, „der deutschen Nation“ und nutzen Nationalismus und Patriotismus als Identifikation mit einem angeblichen “deutschen Volk”.

Nationalstaaten, insbesondere Deutschland, sind für Neonazis wesentliche Grundlagen ihrer völkischen Ideologie. Oftmals beziehen sie sich auch positiv auf das “Großdeutsche Reich” und das Expansionsbestreben der Nationalsozialisten.

Auf diesem Button ist Deutschland durchgestrichen – ein Zeichen also gegen den Nationalismus der Neonazis.

Nazi-Versteck aufgedeckt!

Dier Button mit der Aufschrift „100% unkoscher“ drückt eindeutig eine Feindschaft gegenüber Jüdinnen und Juden und eine Ablehnung des Judentums aus.

Auch im Judentum gibt es religionsgesetzliche Vorschriften (hebräisch: Kaschrut) für die Zubereitung und den Genuss von Speisen und Getränken. Nach diesen Vorschriften werden Lebensmittel in solche eingeteilt, die für den Verzehr erlaubt (jiddisch: „koscher“) und Lebensmittel, die für den Verzehr nicht erlaubt  sind.

Auch wenn natürlich nicht  alle Jüdinnen und Juden sich nach dem Kaschrut richten, ist die Aussage „100% unkoscher“ antisemitisch und nicht nur gegen das Judentum als Religion gerichtet.

Versteckter Nazi-Inhalt? – hier nicht!

Zu sehen ist hier ein stilisiertes Keltenkreuz. Es dient in der extrem rechten Szene weltweit als Symbol für die »Vormachtstellung der weißen Rasse« und gilt gemeinhin als White-Power-Zeichen. Das Zeichen findet in der Szene beinahe unbegrenzte Verwendung.

Der Bundesgerichtshof hat im Oktober 2008 die Verwendung des stilisierten Keltenkreuzes in der Öffentlichkeit generell, also auch ohne Bezug auf eine verbotene Organisation, für strafbar erklärt.

Auf diesem Button ist das Keltenkreuz durchgestrichen – also ein Zeichen gegen Neonazis.

Nazi-Versteck aufgedeckt!

Hier ist die sogenannte „Triskele“ auf dem Button abgedruckt. Die „Triskele“ war in ihrer gerundeten Darstellungsform im ehemals keltischen Siedlungsraum weit verbreitet.

Die eckige Darstellung ähnelt einem dreiarmigen Hakenkreuz und findet daher auch in der Neonazi-Szene Verbreitung.

Die ›eckige‹ Triskele dient als Organisationskennzeichen der rassistischen südafrikanischen Burenorganisation Afrikaaner Weerstandsbeweging (AWB) und des Neonazi-Netzwerkes „Blood & Honour“ (Die Darstellung der Triskele im Zusammenhang mit B&H ist verboten).

Triskele ist auch der Name eines neonazistischen Magazins. Die Darstellung von Triskele-Motiven werden, v.a. in gerundeter Form (oftmals sehr verschnörkelt und nur schwer zu erkennen) und auch außerhalb des neonazistischen Spektrums, beispielweise in heidnischen Kreisen angeboten.

Nazi-Versteck aufgedeckt!

Auf diesem Button ist zu lesen: „Odin statt Jesus“. Odin ist der Name des Hauptgottes in der nordischen Mythologie. Im Nationalsozialismus versuchte man, die Nazi-Ideologie mit einer alten, „germanischen“ Kultur und Religion zu verknüpfen. Auch heute noch beziehen sich Neonazis häufig auf das „Heidentum“ und angeblich „germanische Wurzeln“.

Allerdings heißt „Heidentum“ und „nordische Mythologoie“ nicht gleich Rechtsradikalismus. Häufig werden solche Bezüge jedoch von Neonazis benutzt und für ihre Zwecke missbraucht.

Versteckter Nazi-Inhalt? – hier nicht!

Diese Aufschrift „Godless“ (deutsch: „gottlos“) in altertümlicher Schrift geschrieben würde vielleicht gut ins neonazistische Spektrum passen, ist aber kein eindeutiges Nazi-Symbol.

Das Christentum und der Glaube an Gott werden häufig von Neonazis abgelehnt. Aber natürlich gibt es zum Beispiel auch Neonazis die sich zum Christentum oder anderen Religionen bekennen.

Wenn es um den Glauben geht, findet in der rechten Szene jedoch vielmehr die sogenannte „rechte Esoterik“ Verbreitung.

Dabei werden esoterische Vorstellungen mit rechtsextremen Ideen,  wie beispielsweise Rassismus und Antisemitismus verbunden. Nordische Mythologien oder das Heidentum werden von Neonazis neonazistisch aufgeladen und für ihre Zwecke missbraucht.

 

Versteckter Nazi-Inhalt? – hier nicht!

Die Rosa Schleife ist ein internationales Symbol, mit dem auf die Problematik der Brustkrebserkrankung hingewiesen wird. Hier versteckt sich also keine Nazi-Propaganda!

Analog zur Roten Schleife (der „AIDS-Schleife“), existiert die Rosa Schleife als ein internationales Symbol, welches  Solidarität mit von Brustkrebs betroffenen Frauen zum Ausdruck bringen und diese Thematik stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken soll.

 

Nazi-Versteck aufgedeckt!

Die Farbe Braun war Kennfarbe der Nationalsozialisten: Das „erdige“ Braun wurde als  Ausdruck besonderer Verbundenheit mit Heimat und Boden ausgelegt.

Die Uniformhemden der SA waren braun und die Parteizentrale der NSDAP wurde „Braunes Haus“ genannt.

Heutzutage wird bei der Farbe Braun schnell Rechtsradikalismus und Neonazis assoziiert.

Mit der braunen Schleife eignen sich Neonazi ein Symbol an, was die meisten von uns mit der roten Schleife gegen AIDS in Verbindung bringen.

Wenn jemand eine solch braune Schleife trägt, kann man sich eigentlich sicher sein, dass die Person sich solidarisch mit braunen (rechten) Gedankengut geben möchte.

Versteckter Nazi-Inhalt? – hier nicht!

Hier ist das Logo der „Front Deutscher Äpfel “ abgebildet. Diese satirische Organisation, kurz „Apfelfront“ genannt, parodiert  rechtsextreme Parteien, insbesondere die NPD. Der Name geht zurück auf den NPD-Politiker Holger Apfel.

Mit ihren Aktionen schaffen sie einen kreativen Protest gegen Rechts. Beispielsweise übernehmen sie auf ironische Weise existierende rechtsextreme Organisationsstrukturen und veräppeln mit ihrem Auftreten Neonazis und Rechtspopulisten.

Hier könnt ihr euch auch einmal die Homepage der Apfelfront  anschauen: www.apfelfront.de


 

Nazi-Versteck aufgedeckt!

Auf den ersten Blick ganz fett zu lesen „GEGEN NAZIS“ und deutlich sichtbar ein Mensch mit Iro – ein linker Punk wahrscheinlich… aber halt! Stopp mal! Was steht denn da noch!?

„Gegen Nazis… – siehst du ziemlich alt aus“. Na Hoppla, dann geht’s ja in die komplett andere Richtung: Hinter diesem Button steckt eindeutig ein Nazi – eingebildet noch dazu! Ein Glück haben wir also zweimal hingeschaut!