Der Rogate-Sonntag ist ein

christlicher Festtag

und wird auch “Bittsonntag” genannt. Historisch kommt die Bezeichnung Rogate von der sog. Bittprozession für eine gute Ernte her, die an den drei Tagen vor Christi Himmelfahrt über die Felder in katholisch geprägten ländlichen Gebieten noch heute üblich sind. Sämtliche Lesungen zu diesem Sonntag sprechen das Gebet oder das Bitten an.

Das Palmfest it ein

christilicher Festtag

und auch ein

jüdischer Festtag (Hoschana Rabba)

Im Christentum ist der Palmsonntag der letzte Sonntag vor Ostern, liegt also immer genau 7 Tage vor dem Ostersonntag. Der Palmsonntag läutet die Karwoche ein. Der Name kommt von einer Tradition aus der Zeit des historischen Jesus: Früher wurden Könige oder Feldherren bei ihrem Einzug in die Stadt mit Jubel und dem Schwenken von Palmzweigen begrüßt. Eine solche Begrüßung wurde auch Jesus zuteil, als er in Jerusalem einzog.

Im Judentum wird das Palmfest am siebten Tag des Laubhüttenfestes (Sukkot) gefeiert. Sukkot ist eines der drei Feste die früher mit großen Pilger- und Wallfahrten zum Jerusalemer Tempel gefeiert wurde und daher als die Wallfahrtsfeste bekannt sind. An Sukkot erinnern Jüdinnen und Juden sich an den Auszug aus Ägypten (13. Jh. v.d.Z.) und danken für eine reiche Ernte.


Das Weihefest (Channuka) ist ein

jüdischer Festtag

das meist in die Adventszeit fällt. Chanukka wird acht Tage lang gefeiert. Gefeiert wird die Zurückeroberung des Jerusalemer Tempels im Jahr 165 vor Christus.

Das war also vor mehr als 2000 Jahren. Jerusalem wurde zu dieser Zeit von den Griechen beherrscht. Doch durch die Rückeroberung des Tempels gewannen die Juden wieder die Hoheit über das Land. Damals wurde eine Kerze angezündet, die wie durch ein Wunder acht Tage lang brannte. Deswegen wird Chanukka auch das Lichterfest genannt.

Der Versöhnungstag (Jom Kippur) ist der höchste

jüdischer Festtag

Jom Kippur ist ein Fest der Versöhnung. An diesem Tag wird Gott um die Verzeihung der Sünden gebeten und auf Rache soll verzichtet werden.

Jom Kippur beginnt – wie alle jüdischen Feiertage – schon am Vorabend. Es ist ein eher ernster Feiertag. Der Gottesdienst in der Synagoge dauert fast den ganzen Tag, und jüdische Jugendliche und Erwachsene sollen 25 Stunden lang auf Essen und Trinken verzichten.

Das Opferfest (ʿĪdu l-Aḍḥā) ist ein

islamischer Festtag

der zum Höhepunkt der Pilgerfahrt nach Mekka gefeiert wird. Wegen des islamischen Mondklenders verschiebt sich das Datum im Gregorianischen Kalender(der zurzeit weltweit fast ausschließlich in Gebrauch ist).

Bei dem Opferfest wird ein Schaf oder ein Rind geschlachtet. Das Fleisch wird mit der Familie und Freunden verspeist und zum Teil unter den Nachbarn und den Armen aufgeteilt.

Diese Fest erinnert an eine muslimischen Überlieferung: Um zu beweisen, wie groß sein Vertrauen in Gott ist, war Ibrahim bereit seinen Sohn Ismael zu opfern. Bevor er dies tun konnte, sagte ihm Allah jedoch, dass er die Probe bestanden habe und seinen Sohn nicht opfern soll. Daraufhin wurde voller Dankbarkeit im Kreis von Freunden und Bedürftigen einen Widder geopfert.

 

Das Fest des Fastenbrechens (auch “Zuckerfest”) ist ein

islamischer Festtag

bei dem das Ende des Fastenmonats Ramadan mit einem großen mehrtägigen Fest gefeiert wird. Im Ramadan essen und trinken Muslime nicht, solange es hell ist. Schwangere Frauen, Kinder und Kranke müssen aber nicht fasten. Die Einhaltung des Ramadan gehört zu den Fünf Säulen des Islam. Fastenzeiten gibt es in vielen Religionen. Während der Fastenzeiten sollen die Gläubigen sich besonders aufs Gebet konzentrieren.