Dresdner gegen Pinguine. Oder: Satire läuft.

Soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter, Instagram und andere Dienste bieten die Möglichkeit mit vergleichsweise geringem zeitlichen und vor allem finanziellen Aufwand eine große Anzahl von Menschen zu erreichen. Das kann gerade für kleinere Initiativen mit geringen Budgets der attraktivste Weg sein, wichtige Anliegen und Positionen zu verbreiten und neue Zielgruppen anzusprechen. Für ein sinnvolles Social-Media-Campaigning müssen jedoch die oft nicht klar ersichtlichen “Spielregeln” der Onlinewelt unbedingt beachtet werden. Die meist jungen Zielgruppen, die mit Facebook und Co. erreicht werden sprechen und verhalten sich mit eigenen Codes und Stilmitteln. In den vergangenen Monaten haben wir einige Experimente gewagt. Im Folgenden werde ich die erfolgreichsten Posts unter die Lupe nehmen und versuchen, mich dem Grund für ihre weite Verbreitung und Rezeption in verschiedenen Medien und Blogs anzunähern. Eine erfolgreiche Onlinepräsenz auf Facebook muss User_innen an die Seite binden, Likes generieren, einen eigenen Charakter besitzen und, nicht zuletzt, so effektiv wie möglich Inhalte und Talking Points an ein breites Publikum vermitteln. Ohne Publikum und Öffentlichkeit ist eine Facebookseite sinnlos. Viele unterstützenswerte Initiativen schaffen es nicht mehr als einige Hundert Likes und damit Menschen zu erreichen, andere posten genau das gleiche wie alle anderen auch und können zwar eventuell eine gewisse Reichweite erzeugen, stechen aber nicht aus den Timelines der User_innen heraus.

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Dossier: Antimuslimischer Rassismus

Die Rechtspopulisten von "Pro Deutschland" demonstrieren im August 2012 in Berlin (Bild: picture-alliance/dpa)

Die Rechtspopulisten von “Pro Deutschland” demonstrieren im August 2012 in Berlin (Bild: picture-alliance/dpa)

“Sarrazin hat Recht” findet “M. Halalfrei”, der sich online gerne über die vermeintliche “Islamisierung” Europas auslässt, PI-News liest und am Wochenende zur Demonstration gegen die neue Moschee im Viertel geht und danach bei Facebook Fotos von brennenden Moscheen postet: Unter dem Deckmantel der Islamkritik hetzen Islamfeind*innen in Foren, sozialen Netzwerken und auf Blogs gegen Muslim*innen. no-nazi.net erklärt, was es mit dieser Sonderform von Rassismus auf sich hat.
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Eine Orientierungshilfe im Wutbürger_innen-Wirrwarr!

Hogesa, Pegida, Wügida, Dabadidabeda: Da kann man schonmal den Überblick verlieren. Findet raus, welche Demo für euch die beste ist! Auf welche geht ihr?

Spaß beiseite: Hintergründe zu den islamfeindlichen Demonstrationen der “Hooligans gegen Salafisten” (HoGeSa) und den “Patriotischen Europäern gegen Islamisierung des Abendlandes” (Pegida) erfahrt Ihr auf netz-gegen-nazis.de

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Roma: diskriminiert und ausgegrenzt

Bis heute halten sich rassistische Vorurteile gegenüber Sinti und Roma hartnäckig. Die Minderheit ist die am stärksten diskriminierte Gruppe in Europa. In vielen Ländern werden Roma verfolgt, sie müssen in menschenunwürdiger Armut ihr Dasein fristen und bleiben zum Großteil gesellschaftlich ausgegrenzt. Auch in Deutschland bestehen weiter die rassistischen Vorurteile. Immer wieder findet sich die Hetzte gegen Sinti und Roma in der rechten Propaganda und nicht selten schlagen die verbalen Attaken in reale Gewalt um.

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